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Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 21:30
von citty
Hallo,

hier meine Anleitung zur Mehlwurmzucht:

um ganzjaehrig Mehlwuermer zu zuechten benoetigt einen warmen Raum mind. +18, je waermer umso besser. M. moegen es auch leicht feucht.

1 Plastikwanne mit Abdeckung von etwa Katzenkloformat, Spuelschuessel etc. mit Abdeckung z.B. Fliegengitter.

Eine Schicht (Weizen)kleie 10-20 cm hoch, ein paar Handvoll Mehl und/oder Haferflocken und einen halben Apfel (oefters austauschen) als Feuchtigkeitsspender. Fertig.

Dann holt man sich in der Tierhandlung ein paar Mehlwuermer, setzt die in den Behaelter, nach kurzer Zeit werden Mehlkaefer draus, die sich dann staendig weiter vermehren.

Bestimmt gibt es noch andere Methoden Mehlwuermer zu zuechten, finde diese aber am einfachsten und billigsten.

LG, Citty

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 21:58
von Montbard de Bethune
das klingt wirklich recht einfach....ob ich das mal probieren sollte? :hmm:

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 22:09
von Sabi(e)ne
SHierling im Hüfo findet Mehlwürmer völlig falsch für Hühnis, weil viel zu fett und zuwenig Eiweiß.
Nicht, daß ich euch den Spaß verderben möchte, aber man sollte da vielleicht vorher nochmal googeln... :rot:

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 22:16
von citty
Hallo,

Fett brauchen die Huehner besonders bei Kaelte als Energielieferant. Mehlwuermer habe ich nur im Winter gefuettert wenn sie draussen keine Wuermer und Insekten mehr finden konnten. Die sind bestimmt gesuender als Hundefutter.

LG, Citty

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 22:18
von Montbard de Bethune
will die ja - wie alles andere auch - nicht in Massen füttern, ab und an bekommen sie auch getrocknete Garnelen, die haben wieder mehr Eiweiß...
Abwechslung schaffen mit möglichst kleinen Mitteln und Aufwand....denke ich!

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Mi 23. Nov 2011, 22:20
von kleinesLicht
Unsere Huehner bekommen eine Mischung aus Kronfleisch vom Schwein, Knochenmehl und Grieben, vermischt mit zwei Haenden von Weizenkeimen und zwei Teeloeffel pulverisierte Eierschalen. Ansonsten Legemehl von unserm Bauern zur freien Verfuegung. Sie legen zu acht immer so fuenf bis sechs Eier am Tag, eine Junghenne ist noch nicht so fleissig und die Gruenlegerin mausert.

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Do 24. Nov 2011, 00:36
von Saurier61
Hallöle,

meine Hühner haben im Winter immer Schweineschmalz zum Futter dazu bekommen. Pro Tag pro Huhn 1-2 Teelöffel.

Dafür hab ich beim Metzger Flomen bestellt und diese dann im Topf selbst ausgelassen. :shexi: Kostet 1 kg so um 1,50E. Und selbst kann man einen Teil auch noch nutzen für Rotkohl... Schmalzstulle..
Selbst ausgelassen ist es preiswerter und schmeckt auch besser als gekauftes Schmalz... das Gekaufte ist einfach nur."würgs"

Lieben Gruß von
Helga

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Do 24. Nov 2011, 07:18
von greymaulkin
Also, ehrlich gesagt, habe ich gar nicht die Zeit, für meine Hühner extra zu kochen. Dafür gibt es hier so viel anderes zu tun.
Im Winter gibt es eben weniger Eier als zu Ostern, dafür gibt es dann eben Rezepte ohne Eier. Und die Hennen kommen mit handelsüblichem Katzenfutter und Küchenabfällen durchaus bestens hin.
Schließlich betreiben wir keine Luxushobbyhühnerhaltung, sondern versuchen den Federträgern ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, dass uns mit Eiern und Fleisch versorgt.
Wenn ich all das dazukaufen müßte, was man so zufüttern kann, dann würde ich das doch lieber für uns Menschen zukaufen und die Hennen im Einweckglas überwintern lassen.
Wir gehen nur noch Teilzeit für die unbedingt nötigen Euros arbeiten und versuchen, den Rest von unserem Land zu erarbeiten, da sind zerstossene Eierschalen selbstverständlich, Muschelkalk noch drin, Garnelen egal in welcher Form aus Prinzip nicht mal für Menschen drin.
Jetzt dürft ihr mich teeren und federn :grr: , ich bin heute spät dran und hüpf jetzt mal in die Gummistiefel, weil gleich die Gänsenachzucht dran ist :mrgreen:

Gruß, Bärbel

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Do 24. Nov 2011, 07:49
von zaches
die Hennen im Einweckglas überwintern lassen.
:lol: das genau habe ich mir die Tage für meine Kinder gewünscht!! Schrumpfen und ab ins Weckglas!

Ne, Garnelen wachsen bei uns auch n icht an den Bäumen. Generell ist eh nur zu sagen, was Hühner brauchen - so rein von ihrer Biologie her. Und ich kann mich noch an viele Pamphlete von SHierling erinnern, die Frau konnte sich den Mund fusselig reden....

Also muss sich wohl jeder Fragen: Sollzustand? Hühner brauchen im Idealfall dies und das ind jenen und welchen Mengen. Also die biologischen Fakten.
UNd dann der Istzustand: Wie leben meine Hühner? (Voliere/Auslauf, Größe, BEschaffenheit, Freiheit in der Obstwiese??, Zugang zum Misthaufen? zugang zur Wanne des Nachbarn, der da seine toten Tiere vergammeln lässt?)
Ergo - was fehlt? Was bin ich bereit zu geben? Was kann und will ich mir an Geld/Arbeit/Mühe leisten?

Die Tiere zeigen ja meist den Erfolg - und wenn man mal eins schalchtet kann man sich auch genau die Innereien angucken, so als Zeugen des gesundheitlichen ZUstandes des Huhns....

lg, zaches

Re: Hühner zu dünn

Verfasst: Do 24. Nov 2011, 09:04
von kleinesLicht
Ja... SHierling! Fuer meinen Geschmack stark Futtermittelindustrielastig, aber dem, was sie schreibt, kann man ueberaus nuetzliche Dinge entnehmen.

Wenn ein Huhn einen Erhaltungsbedarf von x hat und ein Ei aus den Zutaten abc besteht, ist es nur folgerichtig, dass man dem Tier genau das zufuehrt, weil es sonst zu dessen Lasten geht. Insbesondere dann, wenn die Legeleistung sehr hoch ist. So, wie ich das verstanden habe, ist es dem Huhn nicht moeglich, zu sagen "Nö, heute lege ich mal kein Ei!", sondern es ist genetisch (menschengemacht) zum Legen verdonnert und muss somit koerpereigene Substanz angreifen.

Kuechenabfaelle decken das Wichtigste, naemlich die Proteinversorgung eben nicht ab. Das tut nur Fleisch. Wer sich eingehender mit dem BARFen und industrieller Tiernahrung beschaeftigt hat, weiss, dass man zwar den prozentualen Proteinbedarf eines Hundes mit Getreide oder minderwertigen Schlachtabfaellen nachbauen kann, aber die Bioverfuegbarkeit bleibt auf der Strecke. Pflanzenprotein ist eben kein tierisches, was man bestens an den "Zivilisationskrankheiten" der fertigfuttergefuetterten Hunde sehen kann. Analog ist es mit Huehnerfutter.