Hallo Luitpold,
trotz Handwerk, Basics und tollen Rezepten aus Zeitschriften und edlen Kochbüchern war das Ergebnis auf dem Teller dann nicht so, wie ich mir das vorstellte.
Jeder hat wohl seine eigenen Geschmacksknospen. Heute kann ich beim Lesen eines Rezeptes relativ rasch erkennen, ob daraus das wird, was ich auf dem Teller haben möchte.
Jedes Land hat einiges zu bieten, von den Österreichern hab ich die klassische Mehl- und Rindfleischküche gelernt, von den Menschen südlich der Alpen die mediterrane Küche, Asien hat auch einiges zu bieten- und für den Alltag unsere heimische Hausmannskost.
Gehobene Ansprüche- stelle ich an die Zutaten- frisch und wissen, woher sie kommen, gutes Handwerksgerät.
Nach einigen Jahren SV-Erfahrung muss ich den Generationen vor uns meine Hochachtung zollen, es hängt einiges an Arbeit, Intelligenz, Handwerk und Ausdauer daran.
Teuere und edle Zutaten, damit zu kochen ist die eine Seite, mit dem, was da ist, geschmackvoll kochen, das sagt mir mehr zu.
Jetzt mit Paprikaschwemme gibt es eben mehr davon, der Rest wird in der Vorratshaltung verarbeitet, im Sommer mit vielen Zuccinis gibt es eben Zuccins satt-
ich käme heute nicht mehr auf die Idee mir jetzt junge Zuccinis zu kaufen.
Ausserdem warten einige Kürbisse und andere Herbsgemüse - Salate reichen noch eine ganze Weile aus dem eigenen Garten, danach kommen die Vorräte aus der TK an die Reihe-
Inzwischen bin ich mir auch zu bequem, ständig neue Kuchenrezepte auszuprobieren. Wenn dann nur noch welche, die ich bei Einladungen für sehr gut befand. Ich mache nur noch 5 Sorten Plätzchen auf Weihnachten, backe die altbewährten Familienrezepte, es gibt 3 Pralinensorten, bei Kuchen kommt das in die Rührschüssel, was gerade da ist- und da es heuer sehr viel Obst gab- sind Obstkuchen angesagt.
Einfach und gut kochen- im Alltag und an Festtagen auch mal gehobene Speisen.
Wenn ich hin- und wieder einen Blick in die diversen Koch- und Home-Zeitschriften werfe, schon alleine die Tischdeko schreckt mich so ab, dass ich auf diesen Teil und den Rest der Zeitschrift verzichten kann. Schon alleine beim Durchblättern frag ich mich, wer hat soviel Zeit, um das machen zu können. Die Regale der Koch- und Landzeitschriften werden immer länger, genau wie die Fertiggerichteregale. Scheint doch an der hier geposteten These etwas wahres dran zu sein.
Ich bin gespannt, wann das erste Selbstversorgerkuchbuch auf den Markt kommt.
Gruss
hobbygaertnerin
Die Sammlung von Rezepten aus Zeitschriften usw. hab ich auch aufgegeben,