Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

BernhardHeuvel

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#31

Beitrag von BernhardHeuvel »

Aha - Du hast meinen Spirit den Kick gegeben. :michel:

Ich sage nur morphogenetische Felder!

Gruß
Bernhard
hobbygaertnerin
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Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#32

Beitrag von hobbygaertnerin »

Hallo Bernhard,
freu mich auf einige lange Winterabende, deine Infos über den Boden und die Ernährung, ich bin schwer beeindruckt, auch den Weston Price zu finden,
werde gleich heute Abend mit dem lesen anfangen.
Ich hab nur das Problem- einen Laubwald vor der Nase zu haben, der mit Laubmasse und draussen verrottenden Holz eine Kreislaufwirtschaft, aber keinen Humusaufbau betreibt.
Irgendwie schwirren bei mir so viele gelesene Bücher und Fachwissen im Kopf, aber ich bekomme die Enden nicht zusammen, um den Humusaufbau verstehen zu können.
Je mehr ich darüber lese, umso mehr hab ich das Gefühl immer weniger zu wissen.
Einziger Pluspunkt, ein Garten, wo ich selbst tätig werden kann.
Gruss
hobbygaertnerin
PS: die morphogenetischen Felder steig ich auch noch nicht durch
Sabi(e)ne

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#33

Beitrag von Sabi(e)ne »

Ich hab nur das Problem- einen Laubwald vor der Nase zu haben, der mit Laubmasse und draussen verrottenden Holz eine Kreislaufwirtschaft, aber keinen Humusaufbau betreibt.
Doch, schon - aber sehr langsam.
Die Bäume werden ja jedes Jahr größer, und werfen mehr Laub ab, was dann wieder verarbeitet wird, es ist jedes Jahr ein Plus da, aber kein großes.
Das würde sich erst ändern, wenn du dafür sorgst, daß mehr Tiere dort ihren Lebensraum finden - meine Bienen verteilen pro Volk jedes Jahr etwa 20kg Biomasse mit viel Stickstoff in der Gegend - und das hat Wirkungen.
Gras wächst überall, und ne Menge Tiere leben von Gras - und noch mehr von den Ausscheidungen und Resten der Grasfresser.
Deshalb die Philosophie der Demeter-Leute: kein Hof ohne Kühe.
Je mehr Tierarten du hast, desto mehr wird auch die Diversität der Pflanzen und des Lebensraums steigen.
Und nur dadurch, daß alles mehrfach genutzt wird, kriegst du diese Vielfalt auf und in dem Boden.
Und damit dann auch einen Humusaufbau.
(und ich meine nicht bloß große Tiere, sondern auch die ganzen unsichtbaren Kleinen :) )
hobbygaertnerin
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Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#34

Beitrag von hobbygaertnerin »

Hallo Sabiene,
an den Bäumen kann es nicht liegen, die sind teilweise schon mächtige alte Bäume, wir haben einen Imker an unserem Wald, Rehe und Hasen fühlen sich dort sehr wohl,
es wird genug Rest- und Totholz im Wald belassen.
Unser Wald hat keine Dauerhumusreserve, hab schon an vielen Stellen mit dem Spaten nachgesehen.
Ob die früheren Hutungen für die Bäume so gut waren, da hab ich meine Zweifel. Unser Laubwald ist eigentlich die Ursache, dass ich mich mit Humusaufbau beschäftige, ich war immer der Meinung, dass ich dort eine grössere Humusauflage finden könnte und war sehr erstaunt, dass ich nur eine ganz dünne Schicht fand.
Die Notzeiten nach dem 2. Weltkrieg, wo jedes Hölzchen aus dem Wald genommen und sogar das Laub rausgerecht wurde, um die Tiere über den Winter zu bringen, sind inzwischen doch über 60 Jahre her. Wenn in einem Laubwald mit den Laubmengen der Humusaufbau auch so langsam von statten geht- angeblich braucht die Natur für 1 cm Humusaufbau 100 Jahre, dann wird die Menschheit ein Problem bekommen, wenn die fossilen Brennstoffe verschwendet sind.
Wenn Dauerhumus in grösseren Mengen aufgebaut werden kann, dann nur in kleineren Gärten. Der Energiehunger und die Biomasseverschwendung werden in Zukunft noch viel massiver die Wälder bedrohen.
Durch die fossilen Brennstoffe hatten die Wälder eine Schonzeit, ich befürchte, dass sie ganz schnell vorbei sein kann.
Gruss
hobbygaertnerin
Benutzer 72 gelöscht

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#35

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

hallo!

Ich kenne das, wo im Wald kein Humus entsteht - von meinem Grundstück!
Obwohl ich nicht ganz sicher bin......

Die Erde ist auf jeden Fall grau (relativ hell), sehr klebrig (gar nicht locker) und aufgrund der Lage dauernass. Ich weiß nur aus Brunnenwassermessungen (Brunnen mit "Sickerwasser"), dass das Wasser sehr kalkreich ist.
Es wachsen dort Robinien und nebenan Schwarzerlen. Das Wäldchen ist schon recht lange Zeit total sich selber überlassen, Bienen gibt es genug hier - Früher stand ein Stock sogar am Waldrand (ich denke, die Robinien sind wegen der Bienen gesetzt worden).
Ich wundere mich immer, wohin das ganze Laub verschwindet, weil da so gar keine schwarze Humusauflage zu sehen ist!
Die Bäume wachsen recht schlecht und vermehren sich auch nicht, wie man sonst über die Robinien öfters klagen hört. Sonne gibt es dort kaum eine.
Und dort, wo dann die Fichten wachsen, sieht der Boden besser aus! :im:

Zum Ausgangsthema: ich hab meinen Gemüsegarten gar nicht auf den Winter vorbereitet, nur das Unkraut nach der Ernte groß wachsen lassen.
So ist der Boden am besten bedeckt, denke ich.

liebe Grüße!
luitpold

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#36

Beitrag von luitpold »

hobbygaertnerin hat geschrieben:........ war sehr erstaunt, dass ich nur eine ganz dünne Schicht fand.
Die Notzeiten nach dem 2. Weltkrieg, wo jedes Hölzchen aus dem Wald genommen und sogar das Laub rausgerecht wurde, um die Tiere über den Winter zu bringen, sind inzwischen doch über 60 Jahre her. Wenn in einem Laubwald mit den Laubmengen der Humusaufbau auch so langsam von statten geht- angeblich braucht die Natur für 1 cm Humusaufbau 100 Jahre,
Wenn Dauerhumus in grösseren Mengen aufgebaut werden kann, dann nur in kleineren Gärten. Der Energiehunger und die Biomasseverschwendung werden in Zukunft noch viel massiver die Wälder bedrohen.
hallo hobbygärtnerin,
die antwort wird vermutlich DA zu finden sein.
bei flächendeckenden einsatz kann wohl ein teil des fossilen brennstoffbedarfes kompensiert werden.
der aufbau eines schwarzerdeähnlichen substrates könnte 10- 15 jahre dauern aber dann sollte eine gewisse entlastung nicht nur für die humusproblematik gegeben sein.

lg
luitpold
hobbygaertnerin
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Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#37

Beitrag von hobbygaertnerin »

Hallo Luitpold,
der kleine Gemüsegarten kann noch am ehesten für Humusaufbau genutzt werden.
Die biologische, technische, machbare, finanzierbare Versorgung der Böden, damit sie wieder Dauerhumus aufbauen können, steckt noch in den nicht gewollten Kinderschuhen.
Die Gefahr, wenn die fossilen Brennstoffe sehr teuer oder knapper werden, dann greift der Energiehunger nach der Biomasse.
Diese Gefahren erkannte Sir Albert Howard schon zu einer Zeit, wo die fossile Euphorie noch in den Anfängen steckte.

Gruss
hobbygaertnerin
peyrolas

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#38

Beitrag von peyrolas »

BernhardHeuvel hat geschrieben:Gestern habe ich meinen Garten für den Winter vorbereitet.

So sah er anfangs aus:

Bild

Eine ganz schöne Wildnis. Ich jäte kein Unkraut, sondern lasse es neben den Gemüsen wachsen. Ich kürze es durch Schneiden nur so ein, daß dem Gemüse Luft, Licht und Wasser bleiben. Diese Vorgehensweise habe ich mir von Masanobu Fukuoka abgesehen. Die Kräuter bringen mit ihren Wurzeln Zucker in den Boden, der Schnitt ist Nahrung für die Mikroben. Solange die Wurzeln nicht herausgerissen werden, können die Wurzelkanäle spätestens im nächsten Jahr von den Gemüsepflanzen genutzt werden.

Bernhard

wieso sehe ich hier die bilder nicht? in den einstellungen habe ich bilder anzeigen....
kaliz
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Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#39

Beitrag von kaliz »

Das liegt vermutlich daran, dass das Thema schon drei Jahre alt ist und die Bilder offenbar nicht mehr verfügbar sind. Das Internet ist nun mal sehr kurzlebig.
Andreas75

Re: Vorbereitung des Gemüsegartens für den Winter

#40

Beitrag von Andreas75 »

Hallo Bernhard!

Dein Beitrag liest sich sehr sehr interessant! Was ich mich aber frage: Was sagen denn die Mäuse zu dem schönen luftig- geschützten Winterquartier, dass Du ihnen bereitest?

Wenn ich Maus wäre, würde ich mich aus der nassen Lehmknete, die wir hier haben, ja tunlichst heraushalten, da scheinen die hiesigen Nager aber anderer Ansicht zu sein, und feiern fröhliche Urstände bei uns. Teils sinke ich beim bloßen über die nun leeren Beete Laufen ganzfüßig ein paar Zentimeter ein oder auch nur mit einer Fußseite, wenn ich mal wieder einen Gang erwischt habe... Und hebe ich nach auch nur kurzer Liegezeit mal meine winterlichen Beetabdeckungen an (alte Dachbleche) sind darunter die schönsten Tunnels entstanden.

Hast Du irgendwelche Anti- Maus- Tipps für Unter Mulch- Lagen? Gift mag ich nicht legen, weil ich den Verdacht nicht loswerde, mit der finalen Rattenvergiftungsaktion im letzten Frühjahr unabsichtlich auch einen Dorfkater und den ansässigen alten Marderrüden erlegt zu haben, indem die eine angeschlagene Ratte fingen und verspeisten- beide habe ich seitdem weder gesehen noch mehr auf der Wildkamera gehabt... Im speziellen sind's bei mir Schermäuse, Feld- und Waldmäuse, wobei letztere ja kein größeres Problem sind.

Grüße,
Andreas
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