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Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 21. Dez 2015, 17:58
von Tika
Genau denselben Stand habe ich auch gerade :)
Habe gestern einen Teil Apfelessig abgefüllt und überlegt, wie man mit der Essigmutter jetzt am besten umgeht. Vorerst hab ich sie im restlichen Essig weiterschwimmen lassen, aber auf Dauer (bis es nächstes Jahr wieder frischen Saft gibt...?)?

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 21. Dez 2015, 19:37
von karl-erwins-frau
Hmm, kann man denn nicht Most aus der Flasche nehmen?
Aber dann wäre ja immer noch das Temperaturproblem....

Hilfe!
KEF

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 21. Dez 2015, 19:51
von Tika
Most aus der Flasche geht glaub schon, warum nicht. Aber wir haben unsern Saft blöderweise komplett pasteurisiert als Süßmost, und dann geht nicht mehr, oder doch? Außerdem haben wir so 10l Essig angesetzt der reicht erst mal ne Weile.
Wie lange hält die Mutter im Essig durch ohne neues Futter?

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 21. Dez 2015, 20:26
von karl-erwins-frau
Hmm, in dem Most ist doch meißt Schwefel drin. Ob der nicht die Mutter killt?!
Fragen über Fragen....
KEF

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 21. Dez 2015, 21:11
von Wicheler
Hallo,

Essig, das ist eine Interessante Sache. Ich habe schon ein paar mal Malzessig gemacht. Einfach etwas Bierwürze abgezweigt, bevor der (bittere) Hopfen dazu kam. Das ergibt einen feinen, milden Essig.

Mit einem Teil der Essigmutter kann man auch in der "saftlosen" Zeit kleine Ansätze für spezielle Essige aus Honig usw. machen. So überlebt die Essigmutter und kann später wieder eingesetzt werden. Die Essigmutter soll sowieso immer besser werden, je älter sie wird. Ich habe allerdings mal einen Wein sich selbst überlassen, bis Essig draus geworden ist. Der war aber ......kratzig und schmeckte nicht unbedingt gut. Eine gekaufte Essigmutter (Drogerie Arauner, da spart man das Porto) hat da bessere Ergebnisse geliefert. Eine weitere Möglichkeit ist naturtrüber Bioessig. Er darf halt nur nicht Pasteurisiert sein. Ein kleines Glas mit etwas (ungeschwefelten) Wein aufgegossen und nach einer Zeit bildet sich eine neue Essigmutter.

Ich habe einige Bücher über die Essigherstellung. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, jedes neuere Buch ist eine Zusammenfassung der älteren Bücher und alle haben ´das Hobbythek- Buch "Essig und Öl" vom Jean Pütz gelesen......

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Do 26. Jul 2018, 14:58
von Manuela
Der Saft im Speidelfass ( war auf 70° erhitzt) ist nun gekippt. Lässt sich aber mit Wasser gespritzt als Schorle noch gut trinken ;) Kann ich da auch Apfelessig draus machen? Wie krieg ich da den Alkohol raus :hmm: brauch ich eine Essigmutter dafür :hmm:
Wollt ich schon immer mal aus dem Most machen, es blieb nur nie was übrig :haha:

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Do 20. Sep 2018, 21:57
von Benutzer 3370 gelöscht
Manuela hat geschrieben:Wie krieg ich da den Alkohol raus :hmm: brauch ich eine Essigmutter dafür
Essigmutter wäre gut, muss aber nicht sein.

70° für Pasteurisierung ist zu wenig min. 76°-78°

Meinen ersten Apfelessig vor 5 Jahren habe ich aus fertig gegorenem Most, ohne Essigmutter gemacht. Seit dem habe ich eine Essigmutter, die sich selbst gebildet hat.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 08:08
von greymaulkin
Habe den Apfelessig 2017 im Anbruch, also wollte ich neuen ansetzen. Leider ist der erste Versuch nach der Methode: Schalen und Gehäuse mit Wasser aufgießen und stehen lassen furchtbar geschimmelt. Habe ihn zwischen Tag sieben und zehn nicht umgerührt, da schwer anderweitig beschäftigt, nein, hab ihn einfach vergessen :rot: Also entsorgt und das Glas einmal durch die Spülmaschine gejagt. Nachher kommen neue Schalen rein. Übrigens tu ich einen El handelsüblichen Industriezucker mit rein.
Sollte das auch nix werden, dann halbiere ich die Essigmutter, die gerade mit rote Traubenmost beschäftigt ist.
Bei Speiseessig sind wir Selbstversorger. Ich kaufe nur hin und wieder billigen Industrieessig zum Putzen, Wasserkocherentkalken und Ostereierfärben.

Hat jemand ein Rezept für Himbeeressig? Habe noch ein paar tiefgefroren. Geht das nur mit Himbeeren in Weißweinessig einlegen?
Möchte jetzt meine paar Himbeeren nicht für Experimente vergeuden. Dann kommen sie besser zum Feldsalat oder in die Joghurt-Müsli-Schüssel.

Gruß, Bärbel

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 13:50
von Buchkammer
greymaulkin hat geschrieben:Hat jemand ein Rezept für Himbeeressig? Habe noch ein paar tiefgefroren. Geht das nur mit Himbeeren in Weißweinessig einlegen?
So spontan würde ich die Himbeeren zu Wein vergären und diesen dann mit einer möglichst großen Fläche und einem Tuch drüber gestülpt, an der Luft zu Essig fermentieren lassen. :hmm:

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 18:06
von Oli
Buchkammer hat geschrieben:
greymaulkin hat geschrieben:Hat jemand ein Rezept für Himbeeressig? Habe noch ein paar tiefgefroren. Geht das nur mit Himbeeren in Weißweinessig einlegen?
So spontan würde ich die Himbeeren zu Wein vergären und diesen dann mit einer möglichst großen Fläche und einem Tuch drüber gestülpt, an der Luft zu Essig fermentieren lassen. :hmm:
:daumen:

Alternativ schmeckt es aber auch richtig gut, die Himbeeren zu zermanschen, mit dem Essig und etwas Zucker über Nacht ziehen zu lassen, aufzukochen, abzuseihen, abzufüllen.
Vor allem zu Feldsalat mit Speck und gebratenem Chicorée mit Feta wird das hier im Winter ständig verlangt.