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Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 17:00
von Thomas/V.
zonia hat geschrieben:Ja, komisch- sobald der Kopf ab ist, habe ich auch keine Probleme mehr. Ich habe irgendwie Bedenken, daß ich nicht richtig treffen könnte. Obwohl das Quatsch ist- die allermeisten unserer Hähne sind so ruhig, wenn der Kopf auf dem Hackeklotz liegt. Außerdem schlachten wir immer abends, da sind sie eh entspannter.
wenn man das Huhn betäubt (was in D. vorgeschrieben ist!), wird reflexartig der Kopf ausgestreckt und für einge Zeit der Hals steif, sodaß man dann gut zuschlagen kann oder was auch immer
bei Bewußtsein hat sich noch keines meiner Hühner ruhig auf den Hackstock legen lassen, zumal es schwierig ist, mit einer Hand das Huhn oder gar einen großen Hahn festzuhalten und mit der anderen das Beil zu führen und dann auch noch richtig zu treffen, das ist mir viel zu unsicher, deswegen wird betäubt mit einem Schlag auf den Kopf und dann erst das Huhn auf den Hackklotz gelegt
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 17:01
von stoeri
Hallo Thomas,
danke für Deinen Rat.
Gut dann warte ich mit den Gigerln bis nächstes Jahr und ich möchte denen nicht mehr wie drei Eier unter legen, lieber später dann noch mal welche. Aber es ist gar nicht so einfach Bruteier fßr gute Mastgigerln zu bekommen, fertige Kücken wären leichter zu bekommen.
Meine heurigen Kücken werden meine Legehennen und bis jetzt haben die anfangs nur Buchweizen bekommen da der kleiner wie Weizen ist und ein Mineralfutter von Kraus hatten sie auch immer zur Verfügung oder etwas Vitakalk über das Futter und hi und da mal ein gekochtes Ei (schmatz) . Jetzt sind die Pfinzinger fast 4 Wochen alt und seit zwei Wochen dürfen sie ab Mittags den ganzen Garten haben, Fliegen fangen, mit scharren, eine wird mal ein Jockey die reitet ständig auf einer Ihrer Mütter, und Zehen jagen mehr bekommen sie nicht. Und da dies meine vierten selbstgezogenen Hennen sind und die immer gut legen denke ich paßt es bei denen die sollen sich groß hungern und meine selbstgezogenen legen immer besser als die die ich mit einem Jahr kaufe. Die roten (rotbraunen) sind bis jetzt die besten Legehennen. Ich habe immer reinrassige Zwerg Wyandotten.
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 17:13
von Thomas/V.
Aber es ist gar nicht so einfach Bruteier fßr gute Mastgigerln zu bekommen, fertige Kücken wären leichter zu bekommen.
wenn Du willst, schicke ich Dir nächstes Frühjahr Bruteier von meiner bunten Truppe
ich habe dieses Jahr verschiedene Rassen ausgebrütet und behalte davon eine Gruppe als "Zucht" stamm
ich will mir so eine Art "eigene Hofrasse" zusammenmixen, ich mische gut legende Rassen mit fleischigen Rassen und will diese dann weiter vermehren, mein Ziel ist eine sehr winterharte, gut legende und fleischige, schnell mästbare "Rasse", wo ich dann immer mal zur Blutauffrischung einen Hahn der Ursprungsrassen einkreuzen kann aus meiner näheren Umgebung
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 17:16
von Thomas/V.
bis jetzt haben die anfangs nur Buchweizen bekommen da der kleiner wie Weizen ist und ein Mineralfutter von Kraus hatten sie auch immer zur Verfügung
sehr gut geeignet ist eine Waldvogel- Streufuttermischung für den Winter, da sind viele kleine Sämereien drin, die werden sehr gern gefressen, dazu noch Körner grob geschrotet, Eiweiß (Quark, gehacktes hartgekochtes Eigelb) und Kräuter, kleingehackt (Brennesseln, Löwenzahn usw.)
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 20:43
von zonia
Thomas/V. hat geschrieben:
...ich schlachte aber mit der Ohrstichmethode, dabei wird der Kopf erst nach dem Ausbluten abgetrennt
den Ohrstich kann man auch als Wenigschlachter schnell lernen und es funktioniert bei mir gut
Die Methode kenne ich garnicht- wie funktioniert das?!
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 24. Aug 2011, 20:56
von Thomas/V.
Huhn wird mit einem Schlag auf den Kopf betäubt, der Kopf auf einen Hackstock gelegt und dann wird mit einem kurzen, spitzen Messer genau in den Winkel zwischen Unterkiefer und Hals gestochen, also in etwa unterhalb der Ohrscheibe
durch den Stich werden beide seitlichen Halsschlagadern durchtrennt (das Messer muß also auf der anderen Halsseite wieder rauskommen) und das Huhn blutet ohne Zappelei aus, weil die Wirbelsäule ja noch intakt ist
erst nach dem Ausbluten wird der Kopf abgetrennt
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 26. Aug 2011, 07:43
von stoeri
Hallo Thomas
so machen es die zwei Bekannten auch.
Als Schäfer macht man das bei Notschlachtung auch, mit einem wirklich total scharfen Messer muss man beide Halschschlagadern schnell und sauber durchtrennen.
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 26. Aug 2011, 09:44
von hobbygaertnerin
Ich hab das auch so gelernt, trotzdem fühle ich mich nicht besonder gut dabei.
Mich würden Mastwachteln interessieren, die Schlachtung wäre wohl die gleiche Arbeit.
Enten sind noch schlimmer, da schauen einem die geöffneten Augen auch als totes Tier noch so an, das kann ich nicht.
Ausserdem kann man mit den Stifteln wahre Wunder erleben.
Wer kann mir zu Mastwachteln, zum Schlachten ein wenig weiterhelfen?
Gruss
hobbygaertnerin
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 26. Aug 2011, 13:04
von fuxi
hobbygaertnerin hat geschrieben:Wer kann mir zu Mastwachteln, zum Schlachten ein wenig weiterhelfen?
Wachteln schlachtet man genauso wie Hühner. Man braucht eventuell nur etwas weniger Kraft mit dem Hackbeil, weil die Wirbel und Knochen dünner/kleiner sind. Und meiner Erfahrung nach trifft man den winzigen Kopf schlecht zum Betäuben. Deshalb schlage ich stattdessen mit dem Tier auf eine etsprechende Kante (dabei das Tier sicher und fest halten, aber nicht quetschen). Ausnehmen ist etwas knifflig, weil die Tiere so klein sind und die Hand kaum in die Brust/Bauchhöhle passt, weshalb viele nur die Brustfilets zum Verzehr heraustrennen und den Rest wegwerfen/verfüttern.
Mehr über Wachteln findest du
>>hier<<
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 26. Aug 2011, 14:12
von Zacharias
Ich bin auch gerade gedanklich mit Mastwachteln beschäftigt und habe mir Videos angesehen zum schlachten. Da wird immer die Brust aufgeschnitten um auszunehmen. Ich stelle mir nur schwierig vor, dabei nicht diverse Innereien aufzuschlitzen.
Für die Hühner (und evt. kommende Mastwachteln) habe ich mir heute ein Hackbeil gekauft. Ich bin gespannt, ob es zum Einsatz kommt... Werde mir wohl erst mal einen Putenhals kaufen um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie fest ich zuschlagen muss.