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Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Fr 27. Mär 2026, 22:34
von unkrautaufesserin
Ich habe ein veganes Kind und zwei vegetarische. Das kann durchaus herausfordernd sein, aber da ich die Lebensentscheidungen meiner Kinder akzeptiere, passe ich eben den Speisezettel an.

Ich erkläre ihren Ernährungsweg nicht für Unsinn, im Gegenzug möchte ich nicht gedrängt werden, meine Ernährung aufzugeben. Ich vertrage pflanzliches Eiweiß schlecht, und ich brauche viel tierisches Eisen.

Bis jetzt funktioniert es recht gut. Und da wir frisch kochen, gibt es auch keine Zusatzstoffe oder Chemikalien. Es sieht dann eben nicht aus wie Schnitzel, sondern wie Hirsetaler.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Fr 27. Mär 2026, 22:42
von Zacharias
Meine eine Tochter hat auch mit 6 erklärt, dass sie kein Fleisch mehr essen will, weil sie müde davon wird. Aber bei Roularden und Salami würde sie eine Ausnahme machen. Da habe ich gesagt: Entweder hü oder hott. Seitdem hat sie kein Fleisch mehr angerührt. Ich habe mir Mühe gegeben, die Nährstoffe des Fleischs zu ersetzen, aber Fleischersatzprodukte gab es keine.
Es gibt zwei Gründe, die ich voll und ganz akzeptiere: Wenn jemand kein Fleisch mag und wenn jemand Massentierhaltung ablehnt, sich aber kein gutes Fleisch leisten kann. Beides nur ohne missionarischen Eifer.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Fr 27. Mär 2026, 23:13
von Rohana
franasa hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 18:44 Das passt schon zusammen :), man muss nur ein paar verbreitete Missverständnisse ausräumen.

Leder ist zum Beispiel nicht einfach ein „Naturprodukt“. Damit es haltbar wird, wird es stark chemisch gegerbt (oft mit Chrom). Deshalb ist Lederabfall häufig sogar problematisch zu entsorgen, und die Umweltbelastung dieses Prozesses wird oft bequemerweise ignoriert.
Chromgerbung ist ja nu beileibe nicht der einzige Weg! Leder und Fell ist DAS älteste Material für Bekleidung und wurde verschiedenster Art gegerbt, lange bevor das Wort "Chemie" seine Bedeutung erlangte.


Aber ja, eigentlich ist das hier ein Vorstellungsthread und kein Diskussionsfaden für oder wider veganer Landwirtschaft. :lala:

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 18:57
von Jan65
Elli1 hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 20:24
Man kann sich alles schön schreiben.
Kontakt mit vegan lebenden Menschen habe ich und die haben durch die Bank weg Mängel in den Blutwerten. Bevor Du mir damit kommst das sie sich nicht mit der veganen Ernährung auskennen schreibe ich das sie sich sehr wohl gründlich damit auseinander setzen.
So ist es auch meiner Tochter ergangen, die durch ihre vegane Ernährung so erschöpft/kraftlos war, das sie nahezu arbeitsunfähig war.

Das besserte ich erst wieder, als sie wieder Fleisch zu sich nahm.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 19:01
von Thomas/V.
Wie weit die Gehirnwäsche durch diese Religion geht konnten wir eben in Sachsen bestaunen: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/ ... g-100.html
Möchte nicht wissen, wieviele diesen Durchgeknallten noch zugejubelt haben, bevor es so weit kam.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 19:28
von unkrautaufesserin
Das hat ja nun nur am Rande mit Veganismus zu tun.

Kinder sind normalerweise mit 6 Monaten so hungrig, daß man als Mutter die ausschließliche Ernährung nicht mehr hinbekommt. Eine Mutter ist keine Hochleistungskuh, und das waren auch noch Zwillinge. Klar, daß die unterernährt sind, egal, ob die Mutter täglich 2 kg Rindfleidch ißt oder vegan lebt.

Ich hab 8 Kinder gestillt. Bis zum halben Jahr ausschließlich Muttermilch, danach Beikost. Mit dem Geburtstag haben sie alle das Familienessen gegessen, dann gabs halt eine Weile keine Suppe. Nudeln mit Spinat kann man super mit den Fingern essen... :pfeif:

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 19:34
von Thomas/V.
unkrautaufesserin hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 19:28 Das hat ja nun nur am Rande mit Veganismus zu tun.
DIe Verbreiter extremistischer, naturfeindlicher Ideologien nehmen aber billigend in Kauf, das Teile ihrer Anhänger derart durchdrehen.
Später haben sie es "natürlich nicht gedacht, das sowas passieren kann".
Weil Denken ist ja selten eine Stärke von Verbreitern extremer Ideologien.
Ach, übrigens waren die wohl auch noch Anhänger vom Hamer mit seinem nicht besseren Irrsinn.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 19:52
von Elli1
So ist es auch meiner Tochter ergangen, die durch ihre vegane Ernährung so erschöpft/kraftlos war, das sie nahezu arbeitsunfähig war.
Solch ein Mädel kenne ich auch. Sie isst jetzt hin und wieder wieder Fleisch und es geht ihr wieder gut.
Das hat ja nun nur am Rande mit Veganismus zu tun.
Das kann ich so nicht stehen lassen.
Da die Zwillinge nur durch die Muttermilch ernährt wurden und diese durch die vegane Ernährung der Mutter nicht vollwertig war hat das durchaus auch mit Veganismus zu tun.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 19:56
von Rohana
unkrautaufesserin hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 19:28 Das hat ja nun nur am Rande mit Veganismus zu tun.

Kinder sind normalerweise mit 6 Monaten so hungrig, daß man als Mutter die ausschließliche Ernährung nicht mehr hinbekommt. Eine Mutter ist keine Hochleistungskuh, und das waren auch noch Zwillinge. Klar, daß die unterernährt sind, egal, ob die Mutter täglich 2 kg Rindfleidch ißt oder vegan lebt.

Ich hab 8 Kinder gestillt. Bis zum halben Jahr ausschließlich Muttermilch, danach Beikost. Mit dem Geburtstag haben sie alle das Familienessen gegessen, dann gabs halt eine Weile keine Suppe. Nudeln mit Spinat kann man super mit den Fingern essen... :pfeif:
Die "Normalität" ist halt so eine Sache. Meine Grosse hab ich leider, leider mit 8 Wochen auf Flasche tagsüber Busen nachts umstellen müssen weil sie nicht zugenommen hat. Die hat aber immer FdH gemacht und einfach nicht so viel getrunken wie ein Standardkind laut Packungsanweisung trinken soll. Auch auf Essen hatte sie keine Lust, hat erst mit 1,5 Jahren wirklich angefangen, und dann Paleo-Diät gemacht, was sie übrigens bis heute bevorzugt... Fleisch und Gemüse, kein Brot, und alles am liebsten roh :D der Kleine nuckelt mit seinen 3 Jahren noch aber hat relativ früh festes Essen für sich entdeckt, beide waren Brei-Verweigerer... kann ich voll verstehen :grinblum: was die Milchmenge angeht so ist nicht jede Frau gleich. Meine Busenfreundin hätte locker Milch für zwei gehabt und ihr Kleiner ist eine Wuchtbrumme vor dem Herrn, auch bei mir war die Milch nicht zuwenig. Andere sind nicht so reich gesegnet. Aber grade als stillende Mama ist eine gute, vielseitige Ernährung echt wichtig... wenn's unbedingt vegan sein soll dann halt mit Nahrungsergänzung.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 21:07
von unkrautaufesserin
Das Problem bei den erwähnten Kindern ist ja aller Wahrscheinlichkeit nach kein Eisen- oder B12- Mangel. Da gehts um die schiere Kalorienmenge. Die haben gehungert. Und seine Kinder hungern zu lassen, hat gar nichts mit Veganismus zu tun. Da ist irgendwas grundsätzlich schief gegangen.