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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 12:17
von Zacharias
Die schmeckten bisher hier jedes Jahr gleich. Der letzte Sommer war verregnet, das erste sehr heiß und dazwischen war es sonnig warm. Ich denke eher, dass hier eine ganz andere Sorte wächst. Man kann sie natürlich trotzdem pflücken, wenn ein gutes Jahr ist, die guten Inhaltsstoffe wird das nicht beeinträchtigen. Wobei ich schon etwas Sorge wegen Fuchsbandwurm habe.

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 12:33
von Maria
Also die Chance, sich den Fuchsbandwurm einzufangen, sehe ich als sehr sehr gering an. Gerüchteweise hab ich gelesen, die Krankheit tritt wenn dann bei Jägern auf? Ich kenne niemanden. uy "meine KI sieht das ähnlich"....

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 13:39
von Zacharias
Von KI halte ich gerade mal gar nichts. Ich weiß nicht, wie häufig man sich Bandwürmer beim Sammeln bodennaher Früchte holt. Aber Füchse und andere Tiere scheiden Bandwürmer in Massen aus. So ein Befall ist nicht lustig und schwierig zu behandeln. Dazu kommt, dass ich keine gewaschenen Beeren mag.

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 13:51
von Sonne
Naja. Heidelbeeren (und Pilze) sammeln im Wald ist für mich eine der wenigen positiven Kindheitserinnerungen. Da fangen meine Augen zu strahlen an, wenn ich zurückdenke. Wenn das Schüsselchen voll war...oder ICH den Pilz entdeckte. Damals - so vor 60 Jahren - ich glaube, damals fragte man nicht groß nach Bandwürmern. :grinblum:

Waldhimbeeren - da habe ich schon seit Jahrzehnten nichts brauchbares mehr gefunden. Wir Rohana sagt...klein und dürr.

Mörtelwannen sind sicher brauchbar für diesen Zweck. Aber halt wieder das immerdare Problem mit Plastik und Mikroplastik. Ich bin a so hin- und hergerissen. Man könnte natürlich in der 'richtigen' Saison auch 'europäische' kaufen und einfrieren. Was anderes mache ich ja auch nicht. Ich friere ein.

Aber das Selbstversorgerherz schlägt und pocht: 'selbstselbstselbst'. :holy:

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 13:55
von wörpedahler
Zacharias hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 13:39 Von KI halte ich gerade mal gar nichts.
Wenn du KI nichts magst, schau halt bei Wikipedia:
Der Verzehr von ungewaschenem Obst einschließlich Beeren, Gemüse oder Pilzen konnte, mit Ausnahme des Verzehrs ungewaschener Erdbeeren und dem Kauen von Gras, nicht mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alveol%C3 ... inokokkose

Wenn ich jetzt einfach mal mein Gehirn einschalte:
Meine Heidelbeeren wachsen in 20cm Höhe (oder noch höher). Wie soll ein Fuchs denn bitte schön da drauf kacken? Der Fuchs ist keine Taube, die über den Busch fliegt und sich dabei erleichtert.

Wir Menschen sind einfach unglaublich schlecht bei Risikoabschätzungen.
Eine der häufigsten Vergiftungen in Deutschland ist die Kohlenmonoxid-Vergiftung. Trotzdem kenne ich praktisch niemanden, der einen Kohlenmonoxid-Warnmelder hat.

Gleichzeitig haben mich schon mehrer Menschen angekreischt, wie ich denn bitte Beeren im Wald direkt vom Strauch essen könnte. Da würde ich ja zu 100% sicher an Fuchsbandwurm sterben. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit extrem gering (1982 bis 2000 in Deutschland 132 Fälle (also im Schnitt sieben Fälle pro Jahr)).
Je nach Quelle sterben jedes Jahr mehr Menschen in Deutschland an Blitzschlägen, als am Fuchsbandwurm.

Einmal bei einer Fast-Food-Kette zu essen dürft in etwa 10.000 mal gefährlicher sein, als Beeren vom eigenen Busch zu verzehren.

Wer Zeit und Energie hat sich über Fuchsbandwurm sorgen zu machen, der muss wirklich ein angenehm ruhiges Leben führen. Und sehr wenig von Risikoabschätzung und Informationen halten.

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 14:49
von Zacharias
Ich denke mal, die Aussage von Wikipedia bezieht sich nicht auf Waldheidelbeeren. Natürlich infiziert man sich nicht durch die höher wachsenden Kulturheidelbeeren im hauseigenen Garten. Das könnte auch den Unterschied zu Erdbeeren erklären. Unsere Wildheidelbeeren wachsen am Boden, werden nur wenige Zentimeter hoch.
Wenn die Gefahr dennoch gering ist, begrüße ich das. Ein Restrisiko wird es aber immer geben und das Problem beim Bandwurm ist, dass er sich Jahre später bemerkbar machen kann, da denkt man nicht mehr an Heidelbeeren.

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: So 11. Jan 2026, 17:05
von Manfred
Die Fuchsbandwurmeier sind winzig klein und werden bei Trockenheit auch durch den Wind bewegt.
In der Landwirtschaft sollen die meisten Infektionen durch bei der Arbeit aufgewirbelte Eier bei Umgang mit trockenem Material, etwa Heu- und Strohballen oder bei Erntearbeiten und Bodenbearbeitung mit Maschinen, die Staub aufwirbeln, passieren.
Eigene Tiere wie Hunde und Katzen sammeln auch Eier auf mit ihrem Fell und streifen sie anderswo wieder ab.
Und Gärten und entsprechende landwirtschaftliche Anbauflächen werden auch durch die Füchse besucht.

Ich denke, das ist ein Risiko, den man bei Frischverzehr von Gemüse und Obst nicht entkommt. Man kann nur die Wahrscheinlichkeiten etwas reduzieren.
Das Gute ist, dass der Mensch ein schlechter Zwischenwirt ist und daher die allermeisten Eier, die wir aufnehmen, uns nicht infizieren.

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: Mo 12. Jan 2026, 08:10
von Maria
Und gerüchteweise haben wir auch ein Immunsystem......
Dick mulchen ist bei Heidelbeeren und Co auch wichtig! Eine gute Verwertung für die Fichtenzweige von Weihnachten 😉

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: Mo 12. Jan 2026, 09:10
von wörpedahler
Manfred hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 17:05 Die Fuchsbandwurmeier sind winzig klein und werden bei Trockenheit auch durch den Wind bewegt.
In der Landwirtschaft sollen die meisten Infektionen durch bei der Arbeit aufgewirbelte Eier bei Umgang mit trockenem Material, etwa Heu- und Strohballen oder bei Erntearbeiten und Bodenbearbeitung mit Maschinen, die Staub aufwirbeln, passieren.
Du schreibst "sollen". Aber ohne mal zu Googlen.
Aus dem selben Wikipedia Artikel:
"Das Robert Koch-Institut hält aufgewirbelten Staub für kaum oder überhaupt nicht infektiös, da im Fall des Einatmens die Aktivierung des Parasiten durch das Magenmilieu ausbleiben würde und Bandwurmeier empfindlich gegen Austrocknung sind."
Manfred hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 17:05 Ich denke, das ist ein Risiko, den man bei Frischverzehr von Gemüse und Obst nicht entkommt. Man kann nur die Wahrscheinlichkeiten etwas reduzieren.
Hättest du meinen Beitrag gelesen, hättest du die 7 Infektionen pro Jahr gesehen.
"Ich denke, das ist ein Risiko, dem man bei Blitzschlag nicht entkommt."
"Ich denke, das ist ein Risiko, dem man bei Angriff von Außerirdischen nicht entkommt."
"Ich denke, das ist ein Risiko, dem man wenn direkt unter einem ein Vulkan ausbricht nicht entkommt."

Wieso so Menschen so geil darauf, dort Gefahren zu sehen, wo keine sind? Und sich im nächsten Moment ins Auto zu setzen und mit 180 über die Autobahn zu fahren. (2770 Verkehrstote pro Jahr im Vergleich zu 7 Fuchsbandwürmern)

Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

Verfasst: Mo 12. Jan 2026, 09:16
von wörpedahler
Das ist hier ein Selbstversorgerforum und ihr verteufelt das normalste und natürlichste der Welt: Einfach mal selbstgeflückte Beeren essen.
Und das obwohl es überhaupt keine Evidenz für eine reale Gefahr gibt und nur irgendwelche Legenden weiter verbreitet werden.

Und ihr wundert euch, warum dieses Forum kurz vor dem Aus steht und hier keiner mehr aktiv mitarbeiten will?