Eberhard hat geschrieben: Mo 31. Jul 2023, 09:31
@emil17: Dein "Umgang mit Messdaten" ist eine ganz armselige Nummer.
Wie gemessen wurde, wird gar nicht beschrieben, so dass man an der Stelle nur spekulieren könnte, Du selbstredend entsprechend Deinem Trend pessimistisch und destruktiv. Für mich ist der verlinkte Text eine Ergebnisdarstellung. Daher ist die von Dir gegebene Überschrift schon einmal tendenziös und falsch.
Ich würde behaupten ....
Wie gemessen wurde, wird gar nicht beschrieben ... das ist ja gerade ein Teil des Problems! Wie willst du irgendwas folgern, wenn du gar nicht weisst, was die überhaupt gemascht haben?
Methodik, und zwar nachvollziehbare Methodik, ist Bringschuld des Autors. Ist so in der Wissenschaft, egal welche naturwissenschaftliche Disziplin. Warum, zeigt diese Diskussion. Wen es nicht interessiert, kann sie überlesen. Aber sie muss rein und wer seine Daten sauber erarbeitet hat macht das auch. Arbeitet man mit Daten von anderen, gibt man die Quellen an und die Streuung und wieviele Proben aus wievielen Herkünften verwendet worden sind. Das nicht zu tun ist ein Anfängerfehler.
Behauptet man Dinge, die im Widerspruch zur geltenden Lehrmeinung stehen (die in diesem Fall schon seit langem etabliert ist), muss man das besonders sorgfältig machen.
Hier steht ja nicht einmal ob das überhaupt Messdaten sind oder Mittelwere von messdaten (von welchen? wie genau gemessen?) und woher diese Zahlen kommen.
Ist Versuchsaufbau und Methodik nachvollziehbar und korrekt, muss der Autor nichts behaupten, denn es ergibt sich logisch zwingend aus dem was er gemacht hat und ein anderer würde auf das selbe kommen, wenn er es ebenso macht.
Befolgt man das, muss man auch nicht plötzlich biologische Trocknung und dergleichen konstruieren, um seine Behauptung zu retten, denn das stünde ja in der Methodik. Da ist dann auch kein Platz für destruktiv oder pessimistisch, denn die Daten sind ja genau deshalb erhoben worden, um Ergebnisse unabhängig vom Menschen und seinen Stimmungen und Voreingenommenheiten zu bekommen, Was genau ist daran so schwer zu verstehen?
Gehalte an Spurenelementen auf 5 Stellen genau sind Unsinn. Ich hab genug bezahlte Arbeitszeit damit verbracht, solchen Kram zu messen und mit den Daten zu arbeiten. Wenn mir jemand sowas vorlegt und ich nett wäre, würde ich fragen, was und wie gemessen wurde. Das kommt in den Anfangssemesterpraktika regelmässig vor und unter anderem deshalb übt man dort solche Dinge. Aber wenn ich das hier tue (fragen was da gemacht wurde), soll ich destruktiv sein und werde beleidigt, weil mir der Glaube fehlt.
"Wie gemessen wurde, wird gar nicht beschrieben, so dass man an der Stelle nur spekulieren könnte" Genau das ist das Problem und deshalb funktioniert Wissenschaft so nicht, denn es ist Sache des Autors, seine Schlussfolgerungen mit seinen Daten logisch und zwingend zu belegen. Wäre das nicht so, würde kein Mensch sich der Mühsal des messens unterziehen, sondern einfach nur behaupten (und eingeschnappt sein, wenn andere etwas anderes behaupten). So wie in der Kirche: Es steht in der Bibel, und wers nicht glaubt was dort steht kommt auf den Scheiterhaufen.
Das funktioniert genau wie vor Gericht: Wenn du deine Klage oder Forderung nicht logisch einwandfrei und mit Sachbelegen begründen kannst, gehst du ein, egal wie Recht du hättest. Wenn es dem Gericht nicht einleuchtet, was dein Vortrag mit der Sache zu tun hat, ebenfalls.
Anders kann es nicht funktionieren, warum zeigt ebenfalls diese Diskussion.
Auch zum x-ten Mal: Wer Sachargumente hat, muss den Diskussionsgegner nicht beleidigen. Ich glaube Dir übrigens, dass Du glaubst, was du schreibst. Ich glaube aber nicht an den von Dir behaupteten Sachverhalt. Was sowieso völlig belanglos ist, denn die Mykorrhizapilze oder Pflanzenwurzeln fragen weder emil17 noch Eberhard, was sie machen sollen.
Zielführender Diskussionsstil wäre, nicht jedesmal ein weiteres Thema anzuschneiden und weitere Autoren zu verlinken, die weitere DInge behaupten, die in mehr oder weniger lockerem Zusammenhang mit der ursprünglichen Behauptung stehen, was herauszufinden man dem lesenden Publikum überlässt. Zielführend wäre, ein Thema und eine Behauptung einfach einmal logisch zu untermauern, und zwar mit nachvollziehbar erhobenen Daten. Kann man es nicht, dann wäre es an der Zeit sich zu fragen, warum man sich den Schuh überhaupt angezogen hat.
Also reden wir nun von ewigem Roggen. Gabs in der traditionellen alpinen Berglandwirtschaft schon seit Jahrhunderten, etwa in der Gegend wo ich wohne. Da haben die Leute so etwa 15 - 20 Kilo pro Ar herausgeholt. Man kann das ganz ohne biologische Transmutation erklären. Einfache Stickstoffbilanzen genügen.