Jeder fasst so zusammen, wie er es versteht.
emil17 hat geschrieben:Soviel ich weiss (das war lange Zeit Forschungsschwerpunkt meines Arbeitgebers) ist Kohlenstoff für Pflanzen nicht limitierend ...
- versus -
Spiegelartikel hat geschrieben:Den meisten Arten kommt das Treibhausgas gerade recht. Sie sind früh in der Evolution entstanden, als das Kohlendioxid in der Erdatmosphäre noch überreich verfügbar war. Selbst das heutige CO2-Angebot erleben sie als Mangel. Eine steigende Dosis wirkt auf diese Hungerleider wie Dünger: Sie fördert ihr Wachstum.
Was soll man nun glauben?
Wenn jetzt im Zuge eine Nährstoffdiskussion aufgemacht wird: Wer aufmerksam liest (solche Hinweise gibt es ja öfter), hat sicher im Eingangsbeitrag wahrgenommen:
Eberhard hat geschrieben:Ich unterstelle jetzt realitätsnah, dass mein Gartenboden reichlich P, K, Ca, Mg, ... enthält. Das zeigen Erfahrungen von vielen Hausgärten, aber auch eine erfolgte Bodenanalyse bei mir selber.
In Zahlen (mg/100g):
P2O5 859 (als optimal angegeben 10,0 - 20,0)
K2O 205 (10,0 - 20,0)
MgO 227 (16,6 - 33,2)
Das setzt sich bei Bor, Kupfer, Eisen, Zink ähnlich fort.
Was jetzt davon nur vorhanden und was konkret pflanzenverfügbar, weiß ich nicht. Welche Rolle eingebrachte Pflanzenkohle (Terra Preta - Gedanke) dabei spielt, konnte das Bodenlabor nicht sagen.
Was mir plausibel erscheint: Ein höherer Humusanteil und mehr Bodenleben können solche Nährstoffe einerseits binden und andererseits pflanzenverfügbar bereitstellen. Also: Der Boden kann gar nicht schwarz genug aussehen.
Ich dünge gar nicht (herkömmlich), aber schon über Mulchen gibt es zusätzliche Einträge. Insofern denke ich also, dass ein richtiggehender Raubbau an Nährstoffen nicht schädlich, sondern gut für den Boden ist. Ist es also dumm, nach anderen Limits zu schauen, die sich - das wäre mein Wunsch - ohne große technische Einrichtungen, also ganz einfach im Freiland, verschieben und beeinflussen lassen? Wetter und Jahreszeiten sind so wie sie sind, da kann man nicht dran drehen.
Nach vielen tollen Beiträgen von etlichen tollen Leuten stehe ich immer noch dort, wo ich schon eingangs stand.
Die wussten, im Unterschied zu Dir, wovon sie reden.
Toll, nicht wahr ...? Alle, außer mir ...