Wildling hat geschrieben:@centauri :
Blödsinn,das sich PV bei dir nicht rechnen soll. Umso kleiner dein Verbrauch ist, umso leichter kannst du den auch decken und danach deine Anlage dimensionieren.
Ich kenne es umgekehrt: Je grösser der Verbrauch, desto eher rechnet es sich. Eigenverbrauch ist preislich besser als Einspeisen (wir bezahlen etwa 0.22/kWh ab Werk und kriegen 0.07/kWh vom Werk, d.h. mit Einspeisen kann man keine Anlage amortisieren). Montage, Anschluss, Wechselrichter kosten bei grossen Anlagen pro kWh weniger als bei kleinen.
Also soll man versuchen, möglichst viel selber zu verbrauchen. Weil man es aber nie schafft, Verbrauch und Sonne zu synchronisieren, im Winter schon gar nicht, muss die Anlage wohl 2.5mal so viel erzeugen wie man verbraucht: 50% Eigenverbrauch (optimistisch), für den Verbrauch ab Werk muss ich dreimal soviel einspeisen, um das preislich rauszuholen.
Für Leute, die keine Wärmepumpe als Heizung haben, lohnt es sich rein rechnerisch schon mal nicht (sagte mir einer, der solche Anlagen installiert und davon lebt). Man kann wohl die WP so steuern, dass sie am Tag läuft, aber im Winter schafft man es trotzdem nicht, den Verbrauch selber zu erzeugen.
Dann besteht das Risiko, dass das Werk irgendwann mal nur noch Weltmarktpreise zur aktuellen Uhrzeit für die kWh zahlt, was heisst, dass man bei Einspeisung oft gar nichts mehr bekommt, weil das dann ist, wenn auch alle anderen einspeisen.
Geht es dabei um Summen von einigen Tausend Euros pro Jahr, kann sich das alles schon rechnen, aber wegen 45 Euros pro Monat Stromkosten ohne PV-Anlage würde ich da kein Fass aufmachen - wenns nicht gerade mein Hobby ist.
Mit Autakie hat das Ganze selbst dann, wenn die Zählerbilanz Null ist, herzlich wenig zu tun. Autarkie ist erst dann, wenn man den Anschluss vom E-Werk nicht braucht.
Neben der Amortisation und dem Ertrag kommt auch noch Wartung dazu, vor allem wenn die Anlage mobil sein soll. Das geht für normal rechnende Menschen von der produktiven Zeit ab. Bei uns zahlt man zudem eine Grundgebühr vom 12.- pro Monat für den Anschluss, egal wieviel dann durchläuft.
Wildling hat geschrieben:Meine Hängerlösung halte ich immer noch für praktisch und rentabel,ich spare mir dadurch auch sämtliche Unterkonstruktionen usw...
Ja dann mach mal und blamiere uns Berufspessimisten! Denke aber, dass ein professionell selbständig Erwerbender pro Stunde Eigenaufwand den Verdienstausfall einsetzen muss. Wenn ich eine Woche bastle und 50 Euros Materialkosten habe, aber in der gleichen Woche 40 vom Kunden bezahlte Arbeitsstunden versäumt habe, dann war das eine teure Woche.
Und du hast so einen Hänger irgendwo herumstehen. Kann man wollen, kann man aber auch nicht wollen.
Was macht man damit, wenn Sturm aufkommt?
Wäre es eine Lösung, die Panels aufs Dach montieren und Akkus laden und die mitnehmen? Wir haben eine Anlage mit 3kWp auf dem Dach. Amortisationszeit bei einem Sommer wie 2018 etwa 30 Jahre. Wir haben sie trotzdem ...
Für meine Alphütte nehm ich Akkus mit. Wenn die platt sind, hat es eine Petrollampe und Kerzen. Für den Staubsauger oder die Bohrmaschine gibt es einen Stromerzeuger.
Centauri hat geschrieben:wie müsste ich die auslegen wenn mal 10 kw gezogen werden.
Wenn du das im Juni mittags bei voller Sonne tust, reichen 30 - 35 m2, wenn die Dinger gut montiert sind. Wenn deine Kunden aber nicht bis Juni und Schönwetter warten wollen, geht das nur mit Einspeisen und Rückverbrauchen oder teuren Pufferakkus, die zusätzliche Investitionskosten verursachen.
So eine Elektrokreissäge verbraucht übrigens erstaunlich wenig. Meine grosse zieht laut Motortypenschild 7kWh, aber nur, wenn sie sägt. Im Leerlauf ist es fast Null. d.h. ich kann einen Nachmittag diese Säge laufen lassen und habe dann gemäss Zähler etwa 10kWh verbraucht. Mehr als die halbe Zeit wartet also die Säge, bis ein weiteres Stück ans Blatt gedrückt wird.
So richtig einschenken tun dauernd laufende Verbraucher mit mittlerer Stromaufnahme, Bautrockner und dergleichen etwa. wenn die nur bei Schönwetter laufen dürfen, brauchste wieder viel Weltanschauung damit PV-Autarkie besser ist als Netzstrom.