Re: Obstbaumschnitt
Verfasst: Sa 24. Dez 2016, 23:12
Palmerismus:
https://www.ogv-rietenau.de/oeschbergschnitt/
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Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Dann ist der Platz, dem Baum eine Krone die in die Breite geht zu erziehen ja vorhanden. Am geeignetsten finde ich dafür die Öschberg/Palmer methode, die oben ja bereits verlinkt wurde. Die hat auch das Ziel, bei einem größeren Baum die Haupt-Erntefläche aussen im unteren, handbeerntbaren Bereich zu halten.ina maka hat geschrieben:der steht allein in einer Blumenwiese und darf gerne auch groß werden (und nur außen tragen, wenn es sein muss...)Fred hat geschrieben:Aber da weis ich nicht wie die Situation deines Baumes ist.![]()
Ein Sommerschnitt bremst einen Baum im Wachstum, bei einem 4 Jahre Alten Baum, den man noch Grundform aufbauen will ist im Winter günstiger, er kann dann kräftiger austreiben und schneller die Krone aufbauen.ina maka hat geschrieben:Ich schätze, er steht vier Jahre - ? hab es nicht aufgeschriebenFred hat geschrieben:Bei einem Baum, der erst wenige Jahre (wieviel eigentlich) gepflantzt ist halte ich das im Extensivanbau für wenig sinnvoll.![]()
Ich möchte vor allem deshalb nicht im Winter schneiden, damit der Baum seine Wunden schnell zumacht.
hab nur gedacht, wenn er nicht allzu groß wird, ist das Ernten leichter.....
Eine Empfehlung die man nicht begründen kann ("Das tut man halt so") ist in der PK-Literatur von Bill Mollison als Type-1 Error klassifiziert (=schwerwiegende Fehler, die man potentiell den Rest seines Lebens bereut). Wenn du dir die Ausführungen zum Öschbergschnitt ansiehst, verstehst du wie am besten mit diesen Ästen verfahren wird, und warum. Bauern sehen oft mehr den Platz, den sie zum darunterherumfahren brauchen mehr, als die Befindlichkeiten der Bäume (z.t. ja auch verständlich).bin auch deshalb so mißtrauisch, weil mir ein Bekannter (alter Bauer) beinah dazu gedrängt hat, alle unteren Äste wegzumachen, weil man das so tut. Aber die sind ja die besten??
Die als Langtriebe austreibende Äste legen jedes Jahr einen Jahresring an Dicke zu, und einen Jahresneuaustrieb von 0,5..1...2m (je nach Sorte, Wüchsigkeit, Situation) . Stutzt man einen Ast etwas oder auch mehr ein (man sagt anschneiden), so hat dieser dann gleiche Dicke auf weniger Länge. Über die Jahre kann man damit das Verhältnis Länge/Dicke dadurch steuern. Wird ein Langtrieb nicht oder nur ganz wenig angeschnitten, dann wird dieser zu einer langen Rute, die sich ab 2. Jahr, wenn sie Äpfel trägt dann absenken wird. Die Der Neuaustrieb der Äste, die das stabile Leitästgerüst bilden sollen, sind auf alle fälle um 1/3 oder gar mehr des Zuwachses einzukürzen, da gibt es verschiedene Aspekte abzuwägen.Wie schaff ich es denn, dass der Stamm/die Äste eher dick statt lang werden - oder ist das sortenabhängig?