Das heißt eine Messstelle soll 51.605,64 Hektar abbilden, also wird extrapoliert was das Zeug hält.
Man muss weder Landwirt, noch Hydrogeologe sein um zu sehen das das völliger Irrsinn ist.
Woher weisst du denn, dass die zu blöd zum richtig Messen sind?
Das Argument würde nur zutreffen, wenn man die Messtellen zufällig wählte. Hydrologische Modelle erlauben es aber, sehr genau zu bestimmen, wo man messen muss und welches Einzugsgebiet man damit abdeckt.
Zudem hast du ja hier immer wieder erklärt, dass jeder Landwirt an die Düngebilanzrechnung gebunden ist und also keiner mehr als erlaubt ausbringen kann - folglich ist es eine plausible Annahme, dass das Problem in roten Zonen nicht auf schwarze Schafe zurückzuführen ist, sondern auf allgemein zu hohe Ausbringewerte warum auch immer. Das es zuviel ist, zeigen die hohen Messwerte.
Bei wenigen Messtellen, die für grosse Flächen stehen, kommt es für die Landwirte im Gebiet eher besser heraus - wenn die Annahme stimmt, dass es einzelne Verursacher sind. Denn deren zu hohe Emissionen würden durch das weniger belastete Grundwasser der anderen verdünnt und somit oft gar nicht mehr aufscheinen - genauso wie viele Gemeinden heute schon zu nitratreiche Trinkwasserquellen mit besserm Wasser verdünnen müssen, damit die Mischung noch unter den zulässigen Höchstwert zu liegen kommt.
Anders gesagt, wenn das Grundwasser aus Einzugsgebieten in der Grössenordnung von 10''000 ha insgesamt zu hoch belastet ist, müssen da schon viele oft zuviel ausbringen.
Du hast es nicht verstanden das diese 20% Regelung dafür sorgt das eine Produktion von Speisegetreide auf den meisten Standorten unmöglich macht
Wie hat man denn das früher gemacht, bevor zu viel gedüngt wurde? "Unmöglich" heisst wohl "unter heutigen Marktbedingungen nicht konkurrenzfähig". Das ist aber etwas anderes.
Hier stellt sich neben der berechtigten Frage um die Zukunft der Betriebe auch die ebenso berechtigte des Steuerzahlers, warum er mit Steuergeldern die Ausbringung von zuviel Dünger (zuviel aus Sicht des Gewässerschutzes) und damit letztlich Grundwasserbelastung, wiederum mit Folgekosten, fördern soll. Immerhin kriegt jeder Hektar Acker netto etwa 250 Euro pro Jahr an Subventionen netto, das habe ich hier mal vorgerechnet. Da darf man eigentlich schon verlangen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.
Ja, wir brauchen eine Regulierung der Düngung genau so wie wir eine Regulierung der Geschwindigkeit des Verkehrs brauchen.
Aber bitte so, dass keiner langsamer fahren muss ... Denn dürfte man schneller fahren, wäre das für Spediteure auch profitabel - wenigstens so lange, bis alle zu schnell herumheizen. Dann sind wieder alle gleich weit, nur bei mehr Unfällen und Umweltbelastung.
Mein Vorschlag: Man subventioniere nicht Flächen und auch nicht Erntemengen, sondern schonende Produktionsverfahren.