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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 12:01
von Rohana
Lass mal den Hinweis auf die Subventionen weg, denn weder ist die Milchwirtschaft als solche speziell subventioniert, noch ist dieser Wirtschaftszweig der einzige oder "am höchsten" subventionierte...
... dann bleiben immer noch genug Faktoren übrig die die Milchwirtschaft bei uns, in Gunstlagen, wesentlich effizienter machen als in weiten Teilen Afrikas und somit logischerweise "billiger". Nimm allerdings den (billigen) Transport weg und schon funktioniert das Geschäftsmodell nicht mehr.

Die verlinkten Filme werfen einen sehr einseitigen Blick auf die ganze Geschichte. Globalisierung existiert nunmal, die kann man sich nicht wegwünschen auch wenn's sicher in vielen Dingen schöner/besser/wünschenswerter wäre. Man sieht ja an Corona was passiert wenn Warenströme auf einmal ins Stocken geraten... man sieht auch, wie sehr wir uns in mancher Hinsicht von anderen abhängig gemacht haben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 13:31
von Manfred
Blindwütiges Zerstören des Bestehenden in der Hoffnung, dass es danach schon irgendwie besser wird, führt oft genug zum genauen Gegenteil.
Lösungen sind aber das, was wir benötigen. Und zwar ganzheitliche Lösungen, die nicht an anderer Stelle den gleichen oder noch mehr Schaden anrichten.

Also nochmal:
Wie wollt ihr den deutschen Orangen- und Bananenanbau wieder auf die Beine bringen, der durch Billigimporte aus Ländern mit niedrigsten Sozial- und Ökostandards im Keim erstickt wurde?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 18:20
von emil17
Manfred hat geschrieben: Mi 15. Jul 2020, 11:26
Wo genau siehst du denn mein Gewissensproblem?
Du hast nie danach gefragt, welche Programme ich warum in Anspruch nehme und welche nicht und was die Alterativen wären,
wirfst also wie gewohnt einfach irgendwelche Behauptungen in den Raum und bleibst jeden Beleg schuldig.
Manfred hat geschrieben: Di 14. Jul 2020, 14:36 Emil würde die Bauern halt gerne mundtot machen, weil sie ständig an seinen Dogmen rütteln. Die Meinungsfreiheit hat man gefälligst mit abzuliefern, wenn man aus unternehmerischer Notwendigkeit Entscheidungen trifft, die nicht der persönlichen Meinung entsprechen.
Und das Gleichnis von der fütternden Hand derart zu pervertieren, kann auch nur ihm einfallen. Er kommt gar nicht mehr darauf, darüber nachzudenken, wer hier wen füttert, im wörtlichen Sinn.
Da du offenbar besser als ich weisst, was ich denke und was nicht, solltest du mir bitte auch nicht wie oben vorwerfen, dass ich nicht frage, bevor ich behaupte. Zudem gibt es zwischen anderer Meinung und Meinungsfreiheit gewisse Unterschiede. Da scheinst du auch mit anderen Diskussions "Gegnern" deine Mühe zu haben.
Andere Meinung ok - keiner muss sie teilen, aber bitte mit gleicher Elle messen; können wir uns darauf einigen?
Manfred hat geschrieben: Fr 17. Jul 2020, 13:31 Blindwütiges Zerstören des Bestehenden in der Hoffnung, dass es danach schon irgendwie besser wird, führt oft genug zum genauen Gegenteil.
Lösungen sind aber das, was wir benötigen. Und zwar ganzheitliche Lösungen, die nicht an anderer Stelle den gleichen oder noch mehr Schaden anrichten.
Da man ganzheitliche Lösungen nicht mit Gegenfragen bekommen kann, stelle ich zum x-ten Mal die Frage, wie das bei Import- und Exportbeschränkungen denn mit den deutschen Industriearbeitern aussähe ...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 20:26
von Manfred
Für den deutschen Industriearbeiter würde sich überhaupt nichts ändern, so wenig wie für den Schweizer.
Das einzige in dieser Hinsicht wirklich relevante Land sind die USA. Und denen könnten wir über die Besteuerung ihrer Internetkonzerne, die D nach strich und faden plündern ohne Steuern zu bezahlen, sehr leicht anderweitig die Pistole auf die Brust setzen.
Wieso das unsere Regierung nicht tut, kann sich jeder selbst an zwei Fingern abzählen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 4. Aug 2020, 10:15
von Rohana
Bekannter von uns darf sein neues Produkt Hanftee nicht mehr verkaufen: https://www.donaukurier.de/lokales/ried ... 02,4649477

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 5. Aug 2020, 08:22
von emil17
Der soll auf einer Rechtsmittelbelehrung bestehen (die gesetzlichen Grundlagen des Bescheides und die Behörde, an welche der Widerspruch zu richten ist, eischliesslich Frist, MÜSSEN in der Verfügung genannt sein) und ggf. auf Schadenersatz klagen. Hoffentlich hat er alles schriftlich.
Es kann nicht sein, dass man sich auf Aussagen der Behörden nicht verlassen kann - egal wie man zur Sache steht.
Als produzierender Landwirt (oder Kleingewerbler) hat man eh besseres zu tun, als mit Behörden Prozesse und Papierkriege zu führen, schon gar während der Hauptsaison.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 13. Aug 2020, 14:40
von Rohana
Upländer Bauernmolkerei bekommt ja jetzt eine ordentliche Förderung:
https://umwelt.hessen.de/presse/pressem ... rnmolkerei

Und ich hoffe, dass die verbliebenen Bauern mit dem Milchgeld zufrieden sind... mir ist da noch was im Hinterkopf dass eben diese Molkerei, die sich die fairen Preise auf die Fahnen geschrieben hat, auch in den aktuellen Molkereirankings ziemlich weit unten war. https://www.topagrar.com/management-und ... 89808.html

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 8. Okt 2020, 17:11
von Rohana
Tränen um die Schweinebauern in Niedersachsen...
https://www.rtl.de/cms/landwirtschaftsm ... 27513.html

Immerhin zeigt sie Empathie. Von einer Politikerin erwarte ich allerdings mehr als das, nämlich ein bisschen Konzept zum Umgang mit "Produktion anpassen"...
Bei meiner (angeheirateten) Tante sind letzte Woche die letzten Schweine vom Hof gegangen. Riechen tut man sie immernoch. So traurig es ist - die hat alles richtig gemacht.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 8. Okt 2020, 19:48
von emil17
Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften von Vieh und Fleisch (VEZG) setzte bereits Mitte September außer der Reihe den Erzeugerpreis für Schweinefleisch neu fest und senkte ihn von 1,47 Euro um 20 Cent auf 1,27 Euro je Kilogramm
Das ist ja das Betteln versäumt, und dann soll auch noch das Tier vorher ein schweinewürdiges Leben gehabt haben.
Für die Familienexistenzen ist es schlimm, um die Massentierhaltung ist es nicht schade.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 8. Okt 2020, 21:51
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 19:48
Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften von Vieh und Fleisch (VEZG) setzte bereits Mitte September außer der Reihe den Erzeugerpreis für Schweinefleisch neu fest und senkte ihn von 1,47 Euro um 20 Cent auf 1,27 Euro je Kilogramm
Das ist ja das Betteln versäumt, und dann soll auch noch das Tier vorher ein schweinewürdiges Leben gehabt haben.
Für die Familienexistenzen ist es schlimm, um die Massentierhaltung ist es nicht schade.
Wo hört für dich das eine auf und wo fängt das andere an?


https://www.youtube.com/watch?v=5j7t0uuRBqA
Ja ist schon ein Jahr alt, aber wieder besserem Wissen hat man die 20% unter Bedarf beschlossen, das Messstellennetz lapidar "überarbeitet" und damit die Landwirtschaft wieder näher an das Aus befördert.
Anstatt das man vernünftig flächendeckend misst, Vorschriften erlässt die eine sinnvolle Produktion ermöglicht und gleichzeitig die Überwachung der Vorschriften besser kontrolliert.