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Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 16:11
von Rohana
Die spannende Frage ist doch, wem gehört das Land bzw. der Weg?
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 17:29
von Sonne
Und besteht vielleicht ein Wegerecht.
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 18:35
von Benutzer 146 gelöscht
penelope hat geschrieben: Mo 11. Nov 2019, 14:45
Kann jemand von euch sagen, an welcher Stelle mach richtig ist, wenn Feldwege umgepflügt werden und wenn Feldränder, die vor ein paar Jahren noch mehrere Meter breit waren, bis direkt an den Weg umgebrochen werden?
das mit den schmaleren Wegen ist ein verbreitetes Problem (sorry für das Wortspiel

), und ich würde da die Ansprechpartner in folgender Reihenfolge sehen: 1. Ortsbürgermeister, sofern der für eine gewisse "Objektivität" bekannt ist, ansonsten Ordnungsamt, wenn's eine etwas größere Gemeinde ist, die sowas hat.
Wenn der Weg im Flächennutzungsplan als Weg eingezeichnet, und/oder eine kommunale Wegeparzelle ist, hast Du gute Karten, dass der Bauer Probleme bekommt, und Du evtl. den Weg zurück. Wenn's sein Privatweg ist, - dumm gelaufen!
Auf meinem Grund verlaufen auch ehemalige Wegeparzellen, die in der Flurkarte noch drin stehen, aber eben mein Eigentum sind (und schon das des Vorbesitzers waren), - und das Einzige, was man davon heute noch bemerkt: man kann dort keinen E-Zaun stecken, weil unter der Grasnarbe Schotter ist

Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 20:18
von Benutzer 6122 gelöscht
Penelope, wenn ich das hier beim Nachbarbauern richtig verstanden habe, ist die Flurbereinigung für Wege und Vermessungen zuständig. Landratsamt wäre so die erste Adresse, wo ich nachfragen würde.
Es kann aber auch sein, daß der Bauer so nah an den Rand arbeiten muß, um Fördermittel zu bekommen.
Eine Bekannte von mir hat ihren Acker verpachtet und sich mal beim Bauern beschwert, daß er immer so nahe an ihre Weiden am Rand hinpflügt.
Sie braucht die Weiden für ihre Bienen.
Er meinte dann, er müsse das tun, weil die Felder mittlerweile per Satellit vermessen werden. Und wenn seine tatsächlich bearbeitete Fläche kleiner ist als die offiziell angegebene Ackergröße hat er finanzielle Einbußen. Das ist hier in Bayern. Ich weiß nicht, wie es in Deiner Region aussieht.
Allerdings bin ich nicht vom Fach. Wenn das so nicht stimmt bitte ich um Korrektur.
Und wenn Du einfach mal die Bauern fragst, warum sie das machen penelope?
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 21:40
von Rohana
Pitu hat geschrieben: Mo 11. Nov 2019, 20:18
Er meinte dann, er müsse das tun, weil die Felder mittlerweile per Satellit vermessen werden. Und wenn seine tatsächlich bearbeitete Fläche kleiner ist als die offiziell angegebene Ackergröße hat er finanzielle Einbußen. Das ist hier in Bayern. Ich weiß nicht, wie es in Deiner Region aussieht.
Kleine Anekdote zum Thema, fällt auch durchaus unter "Ärger": Auf einer unserer Wiesen haben wir mittendrin eine kleine Böschung. Die ist zu steil zum Mähen, ein kleines Eichenbäumchen ist seit ein paar Jahren drin und ein paar Büsche mittlerweile. Lassen wir wachsen, wird gepflegt. Neulich waren die Herrschaften vom StMELF da und meinten wir hätten mehr Fläche angegeben als wir bewirtschaften. Sowas verbitte ich mir natürlich... und was war? Unter anderem diese Böschung, die wir seit jeher als Teil der Wiese angeben, ist nach neuesten Satellitendaten etwas breiter als 2m und fällt dann als "Landschaftselement" aus der bewirtschafteten Fläche raus. Auf diese Weise wird die bewirtschaftete Fläche auch weniger (mitsamt den daran hängenden Förderungen), denn das ist nicht rückgängig zu machen... wenn die blöde Böschung nun nicht 2m breit wäre, kein Problem. Es rächt sich also wenn man der "Natur" mehr Raum lässt

Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 21:49
von Benutzer 6122 gelöscht
Rohana, ich weiß zwar nicht was StMELF ist (magst Du's noch erklären?), aber das deckt sich ja dann mit dem, was der Bauer meiner Bekannten gesagt hat wegen den Ackerrändern und der Fläche, die er bewirtschaften muss.
Welche Ämter greifen denn auf die Satellitendaten zu? Und welche Auswirkungen hat das für Euch?
Landschaftselemente sind nicht rückgängig zu machen? Warum nicht? Und das kann dann schon ein Streifen von 2 m Breite sein???
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 22:09
von penelope
Ok, vielen Dank. Ich guckt dann mal, ob ich beim Landsratsamt was werde.
Dass der Feldrand so weit umgepflügt werden muss, kann ich mir nicht vorstellen. Die Felder davor und dahinter haben wirklich alle wesentlich breitere Ränder. Das sieht mir sehr nach "kriegt den Hals nicht voll" aus...
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 22:16
von Rohana
Pitu hat geschrieben: Mo 11. Nov 2019, 21:49
Rohana, ich weiß zwar nicht was StMELF ist (magst Du's noch erklären?), aber das deckt sich ja dann mit dem, was der Bauer meiner Bekannten gesagt hat wegen den Ackerrändern und der Fläche, die er bewirtschaften
muss.
Welche Ämter greifen denn auf die Satellitendaten zu? Und welche Auswirkungen hat das für Euch?
Landschaftselemente sind nicht rückgängig zu machen? Warum nicht? Und das kann dann schon ein Streifen von 2 m Breite sein???
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten -
https://www.stmelf.bayern.de/ 
Warum das nicht rückgängig zu machen ist? Landschaftselemente beseitigen ist verboten nach den Cross-Compliance-Richtlinien, die wir einhalten müssen um die Förderungen (vulgo: Subventionen) zu bekommen. Siehe
http://www.stmelf.bayern.de/agrarpoliti ... /index.php, Cross-Compliance Richtlinien II Ziffer 6 (GLÖZ 7)
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Mo 11. Nov 2019, 22:51
von emil17
Ihr habt das hoffentlich vor Ort mit denen angesehen, frisch gegüllt darf die Wiese auch sein.
So macht man die Leute wütend.
Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Di 12. Nov 2019, 07:24
von Benutzer 6122 gelöscht
Rohana, danke für Deine Erklärung.