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Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mo 6. Nov 2017, 09:08
von MeinNameistHASE
Hey, schön mal wieder was von dir zu hören!

Ich war im Juni in Norwegen. Als Urlaubsziel ganz nett, aber das ganze Jahr da leben... Respekt :daumen: Von Schweden hab ich leider nur km-weise Autobahn gesehen.

Für euer Domizil in Schweden wünsche ich euch alles Gute!

Jonas

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Sa 11. Nov 2017, 18:58
von Fred
Ich wünsche euch einen guten Start in Schweden, und bin gespannt, was aus dem neuen Anwesen schönes daraus gemacht wird. Übung hast inzwischen ja ;)

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: So 12. Nov 2017, 15:34
von Buchkammer
Ebenfalls Alles Gute und viel Erfolg im neuen Domizil. Der Vorteil von diesen nordischen Ländern ist ja unter anderem, dass man nicht die einzelnen Landessprachen kenne muss, sondern fast überall ein ordentliches Englisch gesprochen wird.

Und erst die Landschaften und das Klima ... wenn es dort solche fetten Hechte gibt, muss ich bei Gelegenheit mal eine Reise machen. :pfeif:

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: So 12. Nov 2017, 17:03
von hobbygaertnerin
Auch von mir alles Gute für den Neuanfang in Schweden.
Darf ich mal was fragen,
wie kommen die Menschen in Schweden, in Norwegen mit der langen, sehr lichtarmen Zeit zurecht?

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 12:56
von syldron
Danke für alle guten Wünsche!
Buchkammer hat geschrieben:Ebenfalls Alles Gute und viel Erfolg im neuen Domizil. Der Vorteil von diesen nordischen Ländern ist ja unter anderem, dass man nicht die einzelnen Landessprachen kenne muss, sondern fast überall ein ordentliches Englisch gesprochen wird.
Das stimmt soweit schon, reicht aber nicht, um dort klarzukommen. Das Sprechen der Landessprache ist auf Dauer unabdingbar. Der wahre Vorteil der skandinavischen Länder ist, dass die Sprachen dänisch, norwegisch und schwedisch sich sehr ähneln. Spricht man eine davon, kann man mit allen anderen kommunizieren. Das gilt natürlich nicht für finnisch, das ja auch keine skandinavische Sprache ist.

Ich habe 16 Jahre in Norwegen gelebt und spreche norwegisch fast wie meine Muttersprache. Schwedisch ist da nur eine relativ leichte Umgewöhnung, einige Wörter sind gänzlich anders, die Grammatik im grossen und ganzen dieselbe.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 13:02
von syldron
hobbygaertnerin hat geschrieben: Darf ich mal was fragen,
wie kommen die Menschen in Schweden, in Norwegen mit der langen, sehr lichtarmen Zeit zurecht?
Das ist innerhalb der nordischen Länder mit ihrer enormen Nord-Süd-Ausdehnung sehr unterschiedlich. Südschweden, wo wir jetzt wohnen, ist kaum anders als Norddeutschland, der Unterschied ist zu vernachlässigen.

An unserem vorherigen Wohnort in Norwegen war das schon anders. Aber immer noch kein Vergleich zum Norden, ich habe zwei Winter in Tromsø verbracht, wo die Sonne 8 Wochen lang nicht aufgeht.

Die Einheimischen begegnen der Situation positiv. Man nutzt die Möglichkeiten, die man hat.
Der Lichtmangel macht übrigens nicht depressiv, wie viele glauben, sondern antriebslos und müde. Auch steigen dadurch die Suizidzahlen nicht an, im Gegenteil, die Suizidrate steigt überall auf der Welt im Frühjahr an. Überhaupt hat Norwegen eine geringfügig niedrigere Suizidrate als Deutschland.

Ich selbst hatte mit dem Lichtmangel in Tromsø durchaus meine Probleme, in Mittelnorwegen ca 500km südlich des Polarkreises hat mir das nichts mehr ausgemacht.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 13:23
von syldron
Buchkammer hat geschrieben: Und erst die Landschaften und das Klima ... wenn es dort solche fetten Hechte gibt, muss ich bei Gelegenheit mal eine Reise machen. :pfeif:
Ja, die fetten Hechte gibt es hier ziemlich viel, sowohl in Binnenseen, als auch in der Ostsee, die hier schon einen wesentlich geringeren Salzgehalt hat. Flundern, Heringe, Lachse, Meerforellen und sogar Dorsche gibt es dort aber trotzdem.

Die Landschaft hier in Schweden ist eine ganz andere, als wir sie in Norwegen hatten. Es gibt immens viel Wald, zumeist einen Mischwald aus Eichen, Kiefern, Pappeln und Fichten, während die Wälder in Norwegen, wo wir gewohnt haben, fast ausschliesslich reine Fichtenwälder waren. Das führt aber auch dazu, dass das Vorkommen von Pilzen und Wildtieren an unserem neuen Wohnort wesentlich interessanter und abwechslungsreicher ist.

Was in Småland in Schweden fehlt, sind Berge. Die Landschaft ist relativ flach. Beides hat seinen ganz eigenen Charme.

Dagegen ist der Unterschied schon recht extrem, was die klimatischen Verhältnisse betrifft. Die småländische Ostseeküste hat die sonnigsten und wärmsten Sommer von ganz Nordeuropa, währen das Klima in Mittelnorwegen vom Nordatlantik bestimmt wird. Die Durchschnittstemperatur ist hier in Schweden deutlich höher und die Vegetationsperiode mindestens 2 Monate länger. Und das waren für uns dann schon ganz entscheidende Kriterien.

Der erste Sommer, in dem unser Garten in Norwegen auf vollen Touren lief, war der von 2014. Die Erträge waren hoch, Gurken im Freiland, Tomaten, Bohnen, es gab einfach alles im Überfluss. Allerdings: 2014 war der wärmste dort jemals registrierte Sommer. Die kommenden Jahre waren wieder durchschnittlich oder sogar schlechter. Und da holte uns die Realität wieder ein. Wir sahen jetzt deutlich, wie es sein könnte, und eben, wie es an unserem Wohnort tatsächlich war. Ein Beispiel: Im Herbst 2014 habe ich Topinambur gepflanzt. Auch 3 Jahre später habe ich die Pflanzen nie blühen sehen, nach dem diesjährigen, katastrophal schlechten Sommer waren an den Pflanzen auch keine Knollen, sondern maximal etwas verdickte Wurzeln zu finden.

Dann kamen noch ein paar andere Ereignisse dazu, und unser Entschluss, nach Schweden zu ziehen, stand fest. Bislang haben wir den Schritt überhaupt nicht bereut.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 15:22
von Buchkammer
:hmm: Also zu weit nördlich sollte man sich nicht ansiedeln, wenn die Selbstversorgung mit pflanzlichen Lebensmitteln funktionieren soll. Das da nicht mal der Topinambur aus dem Knick kommt - der braucht ja nun nicht wirklich viel Wärme, Licht und Pflege. Danke für deinen Bericht.
syldron hat geschrieben: ... ich habe zwei Winter in Tromsø verbracht, wo die Sonne 8 Wochen lang nicht aufgeht
Gibt es denn da Statistiken, dass 9 Monate nach dieser Zeit die Geburtenrate steigt? :pfeif:

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 19:39
von Fred
syldron hat geschrieben:
Buchkammer hat geschrieben:
Der erste Sommer, in dem unser Garten in Norwegen auf vollen Touren lief, war der von 2014. Die Erträge waren hoch, Gurken im Freiland, Tomaten, Bohnen, es gab einfach alles im Überfluss. Allerdings: 2014 war der wärmste dort jemals registrierte Sommer. Die kommenden Jahre waren wieder durchschnittlich oder sogar schlechter. Und da holte uns die Realität wieder ein.
Das heisst die ganzen Versprechen von den Klimawandel-Fuzzis, sind dann doch geplatzt wie Seifenblasen, würd ich da so mal sagen.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel

Verfasst: Mi 15. Nov 2017, 20:49
von Benutzer 146 gelöscht
Fred hat geschrieben:
Das heisst die ganzen Versprechen von den Klimawandel-Fuzzis, sind dann doch geplatzt wie Seifenblasen, würd ich da so mal sagen.
auf diesen Satz angemessen zu antworten, verbieten leider die Forenregeln.. :holy: