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Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Di 14. Mai 2013, 20:12
von Peterle
Manfred hat geschrieben:Dann wird es am Wind liegen. Der kühlt die Bodenoberfläche sehr stark aus. Wir hatten heute auch nur 11°C.
Die Hecken helfen sicher, wenn sie mal einige Jahre auf dem Buckel haben.
Ein geschlossener Zaun aus Brettern direkt um die Gemüsebeete wäre wohl die schnellste Lösung.
Sehr hilfreich ist auch eine Vliesabdeckung der Beete. Musst du mal versuchen. Die hält den Wind vom Boden weg und reduziert die Verdunstung und damit die Verdunstungskälte deutlich. Unter dem Vlies ist die Bodentemperatur oft mehrere °C höher. Dass man man gut mit der blosen Hand fühlen.
Aber wie du schreibst: Der Wind hat auch seine Vorteile. Tomten kann ich hier ohne Gewächshaus z.B. nicht mit nennenswertem Ertrag anbauen. Sie entwickeln sich viel zu langsam und wenn dann die ersten paar Früchte anfangen rot zu werden, rafft die Braumfäule die Pflanzen hin...
Ich habe auch deutliche Vorsprünge durch das Vlies! Bei den Buschbohnen ca. 1 Woche.
Gruß
Peter
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Di 14. Mai 2013, 20:14
von Peterle
Manfred, falls du es nicht wusstest, in deiner Ecke wächst Spargel
Ackerwinde krieg ich auch nicht weg, hier gerupft kommt die morgen drüben hoch. Und wenn ich Pech hab, dann ist ausser der Ackerwinde auch gleich meine Kulturpflanze ausgezogen.
Gruß
Peter
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Di 14. Mai 2013, 21:16
von Manfred
Peterle hat geschrieben:Manfred, falls du es nicht wusstest, in deiner Ecke wächst Spargel
Na das Unkraut wächst wirklich überall. Die alten Geschichten über die regionale Eignung und Nichteignung beziehen sich wohl hauptsächlich darauf, dass Bleichspargel in schweren und steinigen Böden nicht lohnend ist. Grünspargel kann man überall anbauen. Saueren Böden muss man halt entsprechend Kalk spendieren. Und bei kalten Böden und Standorten treibt er etwas später aus.
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Di 14. Mai 2013, 22:37
von Benutzer 1612 gelöscht
Drückt dem kleinen Kerl die Daumen.
Drücke ich feste!
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 07:33
von Manfred
Es lebt.
Hier das Häufchen Elend in seiner improvisierten Krankenbox.
Er hebt wieder dann Kopf und hat sich über Nacht auch in der Box umgedreht.
Gestern Abend lag er nur noch flach auf der Seite und hat die Augen verdreht.
Unterkühlung hat sich auch gegeben. Jetzt hat er natürlich Fieber und atmet schwer, wegen der Lungenentzündung.
Heute Abend wollen wir die Mutter fangen. Evtl. können wir sie ein paar Tage melken und die beiden wieder zusammenführen, wenn der kleine wieder stehen und vernünftig trinken kann.

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Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 07:41
von kleinesLicht
Koenntest du sie zusammen aufstallen?
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften von Muttermilch ist ihre Wirkung bei Krankheiten. Die Mutter nimmt die Erreger von ihrem Nachwuchs auf (ist ja bei Erkaeltungen recht einfach) und bildet Antikoerper, die sie dann per Muttermilch an den Saeugling weitergibt.
Gute Besserung dem kleinen Kerl!
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 08:31
von Benutzer 1612 gelöscht
Schön! Hast Du ihm schon einen Namen gegeben?
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 20:21
von Manfred
kleinesLicht hat geschrieben:Koenntest du sie zusammen aufstallen?
Das wird leider nichts. Haben sie vorhin gefangen (mussten eh die ganze Herde fangen, heute war die jährliche Pflicht-Blutuntersuchung dran) und heim gebracht. Sie hat keine Milch bzw. nur ganz wenig Milch, trotz des gut ausgeprägten Euters. Das war wohl auch der Grund für das geschächte Kalb. Haben sie wieder auf die Weide gebracht. In ein paar Wochen, wenn der Hormonschwall von der Geburt abgeklungen ist, kommt sie weg zum Schlachten.
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Do 16. Mai 2013, 17:40
von sybille
Hättest Du sie nicht trotzdem bei dem Kalb lassen können und das Kalb zugefüttert. Dann hätte es zumind. die Mutter bei sich gehabt.
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Verfasst: Do 16. Mai 2013, 18:34
von Manfred
Solange das Kalb nicht mal aufstehen kann, wäre es für Kalb und Betreuer (wir müssen ja mehrmals täglich dran) eher gefährlich, die zwei zusammen in eine enge Box zu sperren. Und einen großzügigen Laufstall am Haus inkl. Möglichkeit das Kalb nach Bedarf zu separieren, habe ich leider nicht zur Verfügung.
Ich denke auch, es würde die spätere Trennung für beide nur erschweren. Die Kuh muss eh geschlachtet und das Kalb von Hand aufgezogen werden.
Hätte sie Milch gehabt, hätten wir sie gemolken bis das Kalb wieder stehen kann und es dann regelmäßig zum Trinken dran gelassen, bis es wieder fit ist.
Heute sieht es eher schlechter aus als gestern. Da hilft nur weiterpäppeln und abwarten...