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Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Mo 7. Nov 2022, 21:30
von emil17
Rohana hat geschrieben: Mo 7. Nov 2022, 21:17 und es wird sich nie eine Mehrheit finden die darum fleht die Zukunft auf Kosten der Gegenwart zu retten.
Nö, die werden dann sagen, warum habt ihr damals nicht.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 07:45
von Tscharlie
Ich kann das mit dem laufenden Motor gerne beantworten: Bußgeld 80 € + je nach Bundesland noch Landesimmissionsschutzgesetz Strafe + Gebühr.

Und Respekt habe ich vor Menschen die "ihrer guten Sache" willen, Strafen im Kauf nehmen.

Klar, ein Kopftuch verbrennen im Iran ist nochmal was anderes oder ein weißes Blatt in Moskau hochhalten.

Wer 5 Jahre vor mir den Wehrdienst verweigert hat, hat auch meinen Respekt, ich hätte das dann schon mit einer kleinen Anhörung und einer etwas längeren Ersatzdienstzeit ablehen können, weil eben vor mir ein paar Mutige waren, die Strafen und berufliche Nachteile in Kauf nahmen.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 15:23
von emil17
Tscharlie, ich bin bei DIr!
Man kann es noch anders sagen: Viele Staaten, und es werden leider mehr, sperren alles weg was unbequem ist, gerne unter irgendwelchen juristischen Vorwänden, weil die irgendwas gemacht haben was verboten war.
Ziviler Ungehorsam wird dann zur Pflicht, wenn das Anliegen wichtig ist und wenn man nicht konkret betimmte Personen unter Zwang setzt oder gefährdet oder ihnen Gewalt androht. Das ist bei Strassenblockaden nicht der Fall.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 16:55
von Rohana
Ist ja schön wenn alle ganz zivil ungehorsam sind, aber wer hält dann den Laden am Laufen?

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 17:09
von Tscharlie
Mein Gott ward ihr nie jung?

Da kleben sich keine 50jährigen auf die Straße, das sind die die noch etwas bewegen wollen. Und ja, wenn sie dann "gesetzter" werden, werden die meisten stockbrav. Aber sie haben was erlebt was sie 2080 ihren Enkeln erzählen können.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 17:30
von sybille
Tscharlie hat geschrieben: Di 8. Nov 2022, 07:45 ... Ich kann das mit dem laufenden Motor gerne beantworten: Bußgeld 80 € + je nach Bundesland noch Landesimmissionsschutzgesetz Strafe + Gebühr.
...
Ah ja! Und der Rest?
sybille hat geschrieben: ↑
Mo 7. Nov 2022, 17:16

Würde schon reichen, wenn unfähige Politiker nach ihrer Dienstperiode wie jeder normale Bürger wieder/weiter arbeiten müssten, um ihre Brötchen zu verdienen. Die Klimakleber gehören nicht nur eingesperrt sondern in ein gescheites Arbeitslager, denn vom irgendwo rumkleben wird gar nix besser, im Gegenteil :bang:

Der Meinung bin ich allerdings auch!
Warum werden Beide anders behandelt als Normalbürger?

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 17:55
von aron
Unser Wohlstandsmodell beruht auf Wirtschaftswachstum. Dass ständiges Wirtschaftswachstum bei begrenzten Resourcen auf die Dauer nicht gut gehen kann, von der Umweltzerstörung und dem offensichtlichen Klimawandel mal abgesehen, ist wohl den meisten Wirtschaftslenkern mittlerweile klar geworden. Die Zeit, in der man noch etwas verändern kann, ohne dass die Erde für die meisten unserer Nachkommen ein ungemütlicher Ort wird, geht zu Ende. Also, was tun? Eine dafür notwendige weltweite Ökodiktatur wird es wohl nicht geben und auch nur die wenigsten wollen. „ Den Laden am Laufen halten“ Ist ganz sicher keine Lösung. In irgendeiner Form zivilen Ungehorsam leisten, gibt zumindest das Gefühl, etwas etwas in die richtige Richtung unternommen zu haben.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Di 8. Nov 2022, 20:46
von emil17
Rohana hat geschrieben: Di 8. Nov 2022, 16:55 Ist ja schön wenn alle ganz zivil ungehorsam sind, aber wer hält dann den Laden am Laufen?
Dsa machen wir genauso wie die, die jetzt den Laden am Laufen halten: Wir überlegen es uns, wenn es denn so weit ist.
Wer auf Kosten der anderen lebt, überlegt sich auch nicht, wie es wäre, wenn alle anderen das auch täten.
Was ist mit dem Vermieter, der von seinen Mietüberschüssen lebt? Von den Konzernchefs? Wenn alle das täten? Und die behaupten auch von sich, sie hielten den Laden am Laufen.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Mi 9. Nov 2022, 02:54
von Rohana
aron hat geschrieben: Di 8. Nov 2022, 17:55 „ Den Laden am Laufen halten“ Ist ganz sicher keine Lösung.
Ja dann. Diejenigen die jetzt nix besseres zu tun haben als Gemälde zu beschmieren und sich irgendwo festzukleben die werden sich noch umschauen wenn sie mal tatsächlich um ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen, dann hat man nämlich keine Zeit für so einen Schmarrn. Vor allem nicht, wenn niemand mehr Interesse hat die so selbstverständliche Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Wovon leben denn die jungen Rebellen?
In irgendeiner Form zivilen Ungehorsam leisten, gibt zumindest das Gefühl, etwas etwas in die richtige Richtung unternommen zu haben.
Oh, ich vergass das gute Gefühl. DAS ändert sicherlich alles ganz effektiv :bang:

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Verfasst: Mi 9. Nov 2022, 07:23
von Tscharlie
Stimmt die Frage steht versteckt in dem zitierten Teil.

Also warum werden Politiker und andere Menschen, was den Ruhestand angeht anders behandelt.

Das ist im Prinzip richtig so wie es jetzt ist, nur ist das aus dem Ruder gelaufen, weil die Wähler, also wir alle, nicht darauf geachtet haben.

Denn:Wollen wir nur Berufspolitker haben, die von der Schule bis zur Rente in der Politik sind, dann wäre eh alles klar. Über die Höhe der Pensionen kann man dann immer noch streiten.

Wenn man aber Menschen in der Politik haben will, die us dem normalen Leben kommen, dann muss sich die Allgemeinheit, also wieder wir, sich darum kümmern, dass die nach einer bwahl nicht einfach rausfallen. Denn der Zimmerermeister der 5 jahre in die Landespolitik geht, kann nicht wie im Mutterschutz nach 5 Jahren einfach da weitermachen, wo er war. Und nach 10 oder 15 Jahren noch viel weniger. Also muss es für diese Menschen eine Lösung geben. Denn sonst wäre jeder leichtsinnig, der vielleicht als Familienvater in die Politik geht.