Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2791

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Ich würde das auch begrüssen. Nur, wenn es mit der praktischen Lebensführung des Alltags nichts zu tun hat, ist das bald wieder vergessen und es tun nur noch die, die es ohnehin tun würden.
Für mich war eine zweiwöchige Tätigkeit als Hilfsknecht in einem Zulieferbetrieb für Maschinenteile sehr lehrreich: Man stand vor der Schlitzfräsmaschine älterer Bauart und bekam eine Kiste mit Schraubenrohlingen, denen der Schlitz fehlte.
Nach drei Tagen gabs Abwechslung: andere Rohlingsform, breiterer Schlitz.
Solche Scheissjobs motivieren dazu, eine anständige Ausbildung zu packen, damit man nicht den Rest des Lebens mit solchen Tätigkeiten verbringen muss.
Hier gibts auch einen Schulgarten. Da kriegen 6jährige Schmetterlinge und Käfer gezeigt und die Karotte erklärt.
So ab Beginn der Pubertät lässt die Begeisterung für solche Themen bei den allermeisten Kindern sehr spürbar nach. Warum das so ist?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Mika

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2792

Ungelesener Beitrag von Mika »

@emil17: nicht bei allen Pupertierenden ;) Manche entwickeln geradezu eine Leidenschaft fürs Gärtnern. Leider beziehst sich diese Obsession meist nur auf eine Pflanze... hihi...
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osterheidi
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2793

Ungelesener Beitrag von osterheidi »

🤣so hat’s bei mir auch angefangen
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Oli
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2794

Ungelesener Beitrag von Oli »

Das Kiffen? :mrgreen:

Ein paar Beiträge weiter oben gibt es einen Beitrag zu landwirtschaftlichen Praktika und pubertierenden zum geflissentlichen Überlesen.
Hildegard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2795

Ungelesener Beitrag von Hildegard »

"Landwirtschaftliches Pflicht!- Praktikum" hat es bei uns schon vor 60 Jahren flächendeckend gegeben. Es hieß schlicht: Kinderarbeit! :grinblum: Es wurde an die Fähigkeiten der jeweiligen Alterstufe angepasst. Hatte den Nebeneffekt, dass , obwohl sich die Begeisterung manchmal in Grenzen hielt, doch...durch Automatisierung?...Vieles für später ohne Extraausbildung im Zellgedächtnis hängenblieb.Und komisch: Mein 5 Jähriger Enkel hat im coronabedingten Kindergarten-Homeoffice tadellos gelernt, wie man Autoreifen wechselt. Braucht nur >Hilfe zum Aufstecken.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
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Oli
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2796

Ungelesener Beitrag von Oli »

Ja :) aber es entspricht nicht mehr der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen so zu leben. Ich glaube, dass die allermeisten absolut keinen Bezug mehr haben zu Gemüsebau, Tierzucht und wahrscheinlich auch nicht zu echten, produktiven Berufen.
Insofern wäre Rohanas Vorschlag ein gangbarer Weg, jedem in seinem Lebenslauf einmal die Möglichkeit zum Einblick zu geben.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2797

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Oli hat geschrieben: Do 21. Mai 2020, 10:58 [...] jedem in seinem Lebenslauf einmal die Möglichkeit zum Einblick zu geben.
... uns das Bild der Medien zu korrigieren Der ganz normale Landwirtsalltag mit seinen Höhen und Tiefen wiord da seltenst gezeigt. Fast nur Extreme, vor allem negative Extreme, oder Aussteiger, Quereinsteiger, Exoten, Superlative grade bei Maschinen, etc - die existieren natürlic auch, aber das ist die Spitze und nicht die Basis des Eisbergs.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Claudia
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2798

Ungelesener Beitrag von Claudia »

Das mit dem Praktikum bei Landwirten/Bauern fände ich eine gute Sache. Allerdings muss ich sagen – zumindest hier in BW – gibt es diese Möglichkeit durchaus. Hier müssen alle Schüler in bestimmten Altersstufen Praktikas zur Berufserkundung machen und wer möchte, kann das auch auf einem Bauernhof. Allerdings müssen die Schüler den Praktikumsplatz selbst suchen und nicht viele kommen auf die Idee, beim Bauern zu fragen.

Aber ich muss sagen, wenn ich mir das richtig überlege, ich fände es sehr gut, wenn tatsächlich für alle Regelschulen zusätzlich zu den Praktikas zur Berufserkundung ein wenigstens 2wöchiges Praktikum beim Bauern oder von mir aus auch in einer Gemüsegärtnerei verpflichtend wäre. Vielleicht würden dann Lebensmittel etwas mehr wertgeschätzt, weil jeder die Arbeit kennt, die dahinter steckt und vielleicht erkennt dann der eine oder andere auch, welche Qualitätsunterschiede es bei Lebensmittel aufgrund ihrer Produktionsweise gibt. Und vielleicht sind die zukünftigen Verbraucher dann später auch bereit für qualitativ hochwertige Lebensmittel einen angemessenen Preis zu bezahlen.

Gruß Claudia
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2799

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Ich würde es begrüssen, wenn solche Praktika für alle Ausbildungen oder Tätigkeiten, die irgendwas mit Landwirtschaft zu tun haben, vorgeschrieben würden. Z. B. für Naturschutz- und Landschaftsplaner.
Den Bauern würde man dann entsprechend grundlegene Nauturschutzkenntnisse abverlangen. Vielleicht würden so die einen die anderen besser verstehen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2800

Ungelesener Beitrag von penelope »

Die Arbeitsgemeinschft bäuerliche Landwirtschaft und Greenpeace haben eine gemeinsame Presseerklärung veröffentlicht und protestieren gemeinsam:
https://www.abl-ev.de/apendix/news/deta ... d88284d8ca

Ich finde die Aussage dahinter gut und es zeigt, dass eben nicht 100% aller Landwirte hinter den großen Protesten stehen. Auch innerhalb der Branche gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Gut so!
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