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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 11:16
von emil17
a) Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenns dem bösen Nachbarn nicht gefällt ... oder so
b) Elektrozäune brauchen sicher keine Bewilligung von einem Amt, warum auch? Aufstellen, einschalten ... die melden sich schon, wenn sie etwas zu maulen haben.
Wenn der Lieblingsnachbar rummosert, sag ihm, sobald er anderweitig dafür sorgt, dass seine Katzen nicht bei dir scheissen, kann das Teil wieder weg, vorher nicht.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 11:18
von 65375
Die Frage ist nur, ob die Viecher sich dann vom Gartenbesuch abhalten lassen. Auf den Zaun zu springen und auf der anderen Seite wieder runter, hat noch keiner Katze Probleme bereitet. Der Hund läßt sich davon vermutlich abhalten.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 11:34
von Teetrinkerin
Wenn, dann guck ich mal, ob man den kompletten Zaun unter Strom setzen kann. Dann können die auch nicht mehr oben drüber.

Zwar kein Selbstversorger-Ärger, aber anderweitiger Ärger: Seit zwei Jahren schlag ich mich mit dem Küchenstudio rum, dass sie meine Reklamationen ausbessern. Ich hab damals echt drauf geachtet, nicht in einem Billig-Kaufhaus eine Küche zu kaufen, weil mir die Qualität wichtig ist, da ich sie ja viel nutze. Nun endlich, endlich, nach langem hin und her, zig Telefonaten (weil sie sich nicht gemeldet haben, obwohl sie einen Rückruf versprochen haben), verschobenen Termin mit dem Küchenberater und nachdem ich nun nach langem inneren Ringen eine Mail an den Geschäftsführer geschrieben habe, sollte heute nach dem Mittag ein Mitarbeiter kommen und die Sachen ausbessern. Kam gerade vorhin, als ich beim Rauswischen war ein Anruf, der Mitarbeiter hat so starke Knieschmerzen, dass er nach Hause muss. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.... Nun wurde es auf nächste Woche Freitag verschoben.... Sprich, ich darf nächste Woche wieder anfangen, meine Küche zu putzen (nicht, dass ich meine Küche nicht putze, aber wenn dran geabeitet wird, macht man halt schon "besonders" sauber).

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 13:40
von emil17
Teetrinkerin hat geschrieben:Wenn, dann guck ich mal, ob man den kompletten Zaun unter Strom setzen kann. Dann können die auch nicht mehr oben drüber.
Klappt nur, wenn das Tier mit mindestens einem Körperteil noch Erde berührt - hüpfen auf einen geladenen Zaun tut nichts, weshalb auch Vögel problemlos auf Hochspannungsleitungen sitzen können.
Du müsstest also den Zaun so bauen, dass abwechselnd Erde und geladen in genügend kleinem Abstand vorhanden sind, oder einfacher zwei parallele Zäune in geringem Abstand, der eine geladen, der andere geerdet.
Manche Leute kaufen sich deshalb eine Flinte, weil billiger und man kriegt die Wut viel besser los, wenn mal wieder das Salatbeet als Scheissecke auserkoren wurde.
Oder einen Lappen mit Baldrianessenz tränken und das dem katzenliebenden Nachbarn in sein Salatbeet geben ...

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 14:13
von Sonne
Soviel kriminelle Energie? :haha:

@Teetrinkerin...ich hatte jahrelang auch einen sehr schwierigen Nachbarn. Sehr extrem. Damals hat ein Brief unsererseits von einem Anwalt
Ruhe gebracht. Hätte aber auch das Gegenteil bewirken können. Sowas ist jedenfalls einfach nur sehr, sehr böse und schlimm. Ich wollte damals nur noch weg.
Was aber nicht ging.

Ich rate dir daher genau abzuwägen wie du vorgehst. Böse Nachbaren können :bang: :bang: :bang: sein...aber man will es ja nicht noch schlimmer machen.

Elektrozaun ist vielleicht eine gute Lösung. Die Katzensch***** zurückwerfen kann es dagegen noch schlimmer machen.
Wasserschlauch würde ich auch in Erwägung ziehen. Kann aber sein, dass der eine oder andere Nachbar das als Tierquälerei empfindet. Denn wenn, dann musst du schon in die Vollen langen. Sonst beeindruckt das die Katze gar nicht. Außerdem musst du, nachdem die Tierchen sich bei euch anscheinend schon ziemlich heimisch fühlen, ausgesprochen hartnäckig dran bleiben. Das ist auch eine Zeitfrage. Und du darfst kein Tier dabei schädigen, sonst hast ev. du die Anzeige am Hals.

Klagen kann nach hinten losgehen, wenn du auf den Kosten sitzen bleibst. Allerdings musst du/ ihr wahrscheinlich nicht einen Hund wiederholt bei euch auf dem Grundstück dulden. Dazu brauchst du aber Beweise (Videoaufnahmen) und/oder Zeugen. Und das Wissen, dass manche Rechtssprechung seltsam ist. Aber sicher findet man zu diesem Thema Infos im Internet.

Ich würde aber tatsächlich wenn möglich, auch genauer beobachten, welche Katzen sich da bei euch aufhalten. Manchmal irrt man sich...und es sind doch noch 3 andere dabei.

Was meint denn dein Mann dazu? Seid ihr gleicher Meinung oder Ist er da toleranter?

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 14:23
von Mara1
Jetzt antworte ich mal als Katzenhalterin.

Ich kann deinen Ärger gut verstehen. Ich selber ärgere mich oft über die eigenen Fellchen die an unerwünschten Ecken buddeln gehen. Gärtnern mit Katzen ist schon etwas aufwendiger.

Ich habe festgestellt, wenn ich eine Ecke immer täglich auflockerer und die Häufchen raus harke, wird diese Ecke liebend gerne angenommen - und die anderern Beete sind nicht so interessant.

Ich denke es ist die schöne lockerer Erde, die den Effekt hat.

Es macht zwar etwas Arbeit so jeden 2. Tag das Fleckchen Garten aufzulockern und die Böllerchen aufzusuchen, aber dadurch kann ich es zum größten Teil steuern, wo sie hinsch***.

Vielleicht ist das ja auch eine Lösung für dich - auch wenn sie etwas Arbeit macht.
Katzen kann man leider nicht - im Gegensatz zu Hunden - so richtig erziehen. Aber deine Nachbarin sollte in ihrem Garten auch ein "Außenklo" anbieten (ich vermute mal bei ihr ist alles Rasenfläche und nirgendwo schöne frisch umgegrabenen und lockere Erde - das ist oft der Grund warum Katzen bei Nachbarn ihr Geschäft erledigen. Auch hier spreche ich aus Erfahrung, mit "fremden Katzen" bei Nachbarn.

Bei frisch gesäten Beeten kommt bei mir auch Maschendraht rauf für die ersten Wochen. So werden auch die Vögel abgehalten die Saat aufzupicken.

Mit dem E-Zaun wäre ein Versuch, vielleicht gibt es einen Lerneffekt.

Ich weiss nicht wie es bei dir mit dem Wildbestand in der Gegend ist, aber ich habe meinen Garten komplett eingezäunt, so kann mir nix mein Grünzeug auffressen.

Anstelle von einem Wasserschlauch könntest du auch eine dieser XXL Pump-Wasserpistolen griffbereit haben zum spritzen. Die haben eine extrem weiter Reichweite - und die Fellchen mögen das nassgespritzt werden überhaupt nicht. ;)

Das tauchen der Falle ist schon Tierquälerei und nicht angemessen. Einen großen Becher mit Wasser hilft auch manchmal.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 15:10
von Sonne
Mal so rechtliches:
Tierhaltung und Nachbarn

Betreten fremder Grundstücke durch Katzen

Betreten fremder Grundstücke durch Katzen
Nach gefestigter Rechtsprechung muss es ein Grundstückseigentümer dulden, dass eine Katze seines Nachbarn seinen Garten betritt. Diese Duldungspflicht ergibt sich aus dem so genannten nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnis, das Grundstücksnachbarn zur gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. Zumindest in Gebieten mit Vorortcharakter, also beispielsweise in Reihenhaussiedlungen, ist es unumstritten, dass der Nachbar eines Katzenbesitzers es tolerieren muss, dass das Tier nicht nur in der Wohnung gehalten wird, sondern auch ins Freie darf und dabei auch sein Grundstück betritt (Landgericht Augsburg, Aktenzeichen: 4 S 2099/84).
Grundsätzlich muss der Nachbar aber nur das Betreten seines Grundstücks von maximal zwei Katzen dulden (Landgericht Lüneburg, Aktenzeichen: 4 S 48/04). Inwieweit die Anzahl der Katzen in diesem Zusammenhang erhöht werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Die Duldungspflicht endet jedoch dann, wenn diese dem Nachbarn nicht mehr zugemutet werden kann. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn es nicht mehr nur beim Betreten des Grundstücks bleibt, sondern die Katze im Nachbargarten ihren Kot absetzt, Gartenbeete durchwühlt oder die Goldfische aus dem Teich fängt. Dies alles muss der Nachbar nicht mehr hinnehmen.
Quelle: https://www.tierschutzbund.de/informati ... -nachbarn/
Streitobjekt Hundehaufen

Auch Hundekot stellt eine Eigentumsbeeinträchtigung nach § 1004 BGB dar. Der Eigentümer kann vom Hundebesitzer die Beseitigung des Haufens beispielsweise aus dem Vorgarten und die künftige Unterlassung verlangen. Darüber hinaus darf er verlangen, dass der Hundehalter geeignete Maßnahmen trifft, damit der Hund den Garten nicht mehr als Toilette nutzt.

Übern Zaun gehüpft oder durchgebuddelt

Überspringt oder untergräbt der Hund regelmäßig den Nachbarzaun, kann der Nachbar die Unterlassung verlangen. Ggf. muss der Hundehalter sein Grundstück so durch z. B. einen Zaun sichern, dass eine Wiederholung ausgeschlossen ist. Richtet ein fremder Hund in einem Garten Schäden an oder verletzt Menschen, haftet der Tierhalter (Tierhalterhaftung nach § 833 BGB). Der Geschädigte muss nachweisen, dass der Schaden durch das Tier entstanden ist.
Quelle: https://www.nippers.de/2012/09/streit-a ... artenzaun/

Im übrigen kann man sich beim örtlichen Ordnungsamt genauer informieren. Manche 'Rechte' in dieser Hinsicht sind nämlich in den Bundesländern nicht immer einheitlich.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 16:00
von emil17
Das Problem sind hier einerseits die Gerichtsurteile:
Katzen dürfen durchlaufen, aber nicht kacken, maximal zwei dürfen so oft wie sie wollen, drei dürfen nur dann, wenn sie nicht dem selben Halter gehören.

... und andererseits die Duchsetzbarkeit - wer klagt, muss beweisen. Also die Nachbarskatze in Gegenwart von amtlich vertrauenswürdigen protokollierenden Zeugen abkoten lassen und sicher stellen, dass das Tierchen unverwechselbar war. Viel Spass

Ich würde mir keinen Kopf machen wegen möglicher Gefährdung des Tierchens durch etwas heftige Abwehrmethoden, schliesslich ist es Sache des Besitzers, dafür zu sorgen, dass sich sein Tier nicht gefährdet.
Wenn der Garten längerfristig bestehen bleibt, würde ich einen fixen Maschendrahtzaun mit Metallpfosten montieren und da oben drauf eine geladene Elektrozaunlitze anbringen. Das sieht ästhetisch erträglich aus und tut den Zweck langfristig.

Das Gesetzesurteil, man müsse fremde Katzen im Garten dulden, bedeutet nur, dass man auf solches "Tun" des Nachbarn nicht mit einer Unterlassungsklage reagieren kann. Es bedeutet nicht, dass man keine angemessene Massnahmen ergreifen darf, die das Eindringen solcher Lästlinge verhindern. Angemessen heisst, die Wirkung sicher erzielend, ohne das Tier mehr als nötig zu gefährden. Katzen sind zäh, da muss man also nicht allzu zimperlich sein.
Man kann die Köttel auch einsammeln und mit einem erklärenden Beipackzettel vor die Haustüre des Tierhalters legen - "Ihr Tier hat bei uns etwas verloren"
Übern Zaun werfen nur an Orte, wo die Tretminen auch wirken.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 17:32
von Teetrinkerin
Ich habe beim Ordnungsamt angerufen. Das ist leider überhaupt nicht zuständig, da es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit handelt. Ich wurde dann mit dem Veterinäramt verbunden und dort erhielt ich die Auskunft, dass ich mein Grundstück NICHT mit Elektrozaun gegen das Eindringen von fremden Tieren schützen darf, da es gesetzlich nicht zugelassen ist. Der Mitarbeiter konnte meinen Ärger sehr nachvollziehen und fand es auch schade, dass unsere Nachbarn sich so quer stellen. Er meinte, da kommt man auf keinen grünen Zweig mit denen. Wir sind jetzt aber so verblieben, dass ich, wenn ich frischen Kot finde, ihn einsammle und entweder vorbei bringe oder sie ihn abholen und dann wird er amtstierärztlich untersucht. Wenn darin Keime oder Würmer etc. gefunden werden, dann ist ein öffentliches Interesse dahinter und er kann einschreiten (eigentlich müsste ich die Untersuchung selbst veranlassen und bezahlen, er kommt mir da aber entgegen, weil mir hier so ein Ärgernis verursacht wird). Sprich, ich werde mich in nächster Zeit auf die Lauer legen mit Handy, hoffen, dass ich eine Katze erwische, wenn sie kotet und den Kot eintüten.

Eben war ich im Garten. Über einen Kopfsalat (Stuttgarter Sommer - nicht mehr im Handel erhältlich, möchte davon Saatgut nehmen!!) gekotet und halt verbuddelt mit Mulchmaterial.

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Verfasst: Mi 12. Jun 2019, 19:01
von sybille
Mara1 hat geschrieben:Jetzt antworte ich mal als Katzenhalterin.

Ich kann deinen Ärger gut verstehen. Ich selber ärgere mich oft über die eigenen Fellchen die an unerwünschten Ecken buddeln gehen. Gärtnern mit Katzen ist schon etwas aufwendiger.

Ich habe festgestellt, wenn ich eine Ecke immer täglich auflockerer und die Häufchen raus harke, wird diese Ecke liebend gerne angenommen - und die anderern Beete sind nicht so interessant.

Ich denke es ist die schöne lockerer Erde, die den Effekt hat.

Es macht zwar etwas Arbeit so jeden 2. Tag das Fleckchen Garten aufzulockern und die Böllerchen aufzusuchen, aber dadurch kann ich es zum größten Teil steuern, wo sie hinsch***.

Vielleicht ist das ja auch eine Lösung für dich - auch wenn sie etwas Arbeit macht.
Katzen kann man leider nicht - im Gegensatz zu Hunden - so richtig erziehen. Aber deine Nachbarin sollte in ihrem Garten auch ein "Außenklo" anbieten (ich vermute mal bei ihr ist alles Rasenfläche und nirgendwo schöne frisch umgegrabenen und lockere Erde - das ist oft der Grund warum Katzen bei Nachbarn ihr Geschäft erledigen. Auch hier spreche ich aus Erfahrung, mit "fremden Katzen" bei Nachbarn.

Bei frisch gesäten Beeten kommt bei mir auch Maschendraht rauf für die ersten Wochen. So werden auch die Vögel abgehalten die Saat aufzupicken.

Mit dem E-Zaun wäre ein Versuch, vielleicht gibt es einen Lerneffekt.

Ich weiss nicht wie es bei dir mit dem Wildbestand in der Gegend ist, aber ich habe meinen Garten komplett eingezäunt, so kann mir nix mein Grünzeug auffressen.

Anstelle von einem Wasserschlauch könntest du auch eine dieser XXL Pump-Wasserpistolen griffbereit haben zum spritzen. Die haben eine extrem weiter Reichweite - und die Fellchen mögen das nassgespritzt werden überhaupt nicht. ;)

Das tauchen der Falle ist schon Tierquälerei und nicht angemessen. Einen großen Becher mit Wasser hilft auch manchmal.
Teetrinkerin, denke mal darüber nach. Das macht Dein Leben vielleicht viel einfacher.