Euer Selbstversorger-Ärger

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Teetrinkerin
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2721

Beitrag von Teetrinkerin »

Ich habe beim Ordnungsamt angerufen. Das ist leider überhaupt nicht zuständig, da es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit handelt. Ich wurde dann mit dem Veterinäramt verbunden und dort erhielt ich die Auskunft, dass ich mein Grundstück NICHT mit Elektrozaun gegen das Eindringen von fremden Tieren schützen darf, da es gesetzlich nicht zugelassen ist. Der Mitarbeiter konnte meinen Ärger sehr nachvollziehen und fand es auch schade, dass unsere Nachbarn sich so quer stellen. Er meinte, da kommt man auf keinen grünen Zweig mit denen. Wir sind jetzt aber so verblieben, dass ich, wenn ich frischen Kot finde, ihn einsammle und entweder vorbei bringe oder sie ihn abholen und dann wird er amtstierärztlich untersucht. Wenn darin Keime oder Würmer etc. gefunden werden, dann ist ein öffentliches Interesse dahinter und er kann einschreiten (eigentlich müsste ich die Untersuchung selbst veranlassen und bezahlen, er kommt mir da aber entgegen, weil mir hier so ein Ärgernis verursacht wird). Sprich, ich werde mich in nächster Zeit auf die Lauer legen mit Handy, hoffen, dass ich eine Katze erwische, wenn sie kotet und den Kot eintüten.

Eben war ich im Garten. Über einen Kopfsalat (Stuttgarter Sommer - nicht mehr im Handel erhältlich, möchte davon Saatgut nehmen!!) gekotet und halt verbuddelt mit Mulchmaterial.
sybille
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2722

Beitrag von sybille »

Mara1 hat geschrieben:Jetzt antworte ich mal als Katzenhalterin.

Ich kann deinen Ärger gut verstehen. Ich selber ärgere mich oft über die eigenen Fellchen die an unerwünschten Ecken buddeln gehen. Gärtnern mit Katzen ist schon etwas aufwendiger.

Ich habe festgestellt, wenn ich eine Ecke immer täglich auflockerer und die Häufchen raus harke, wird diese Ecke liebend gerne angenommen - und die anderern Beete sind nicht so interessant.

Ich denke es ist die schöne lockerer Erde, die den Effekt hat.

Es macht zwar etwas Arbeit so jeden 2. Tag das Fleckchen Garten aufzulockern und die Böllerchen aufzusuchen, aber dadurch kann ich es zum größten Teil steuern, wo sie hinsch***.

Vielleicht ist das ja auch eine Lösung für dich - auch wenn sie etwas Arbeit macht.
Katzen kann man leider nicht - im Gegensatz zu Hunden - so richtig erziehen. Aber deine Nachbarin sollte in ihrem Garten auch ein "Außenklo" anbieten (ich vermute mal bei ihr ist alles Rasenfläche und nirgendwo schöne frisch umgegrabenen und lockere Erde - das ist oft der Grund warum Katzen bei Nachbarn ihr Geschäft erledigen. Auch hier spreche ich aus Erfahrung, mit "fremden Katzen" bei Nachbarn.

Bei frisch gesäten Beeten kommt bei mir auch Maschendraht rauf für die ersten Wochen. So werden auch die Vögel abgehalten die Saat aufzupicken.

Mit dem E-Zaun wäre ein Versuch, vielleicht gibt es einen Lerneffekt.

Ich weiss nicht wie es bei dir mit dem Wildbestand in der Gegend ist, aber ich habe meinen Garten komplett eingezäunt, so kann mir nix mein Grünzeug auffressen.

Anstelle von einem Wasserschlauch könntest du auch eine dieser XXL Pump-Wasserpistolen griffbereit haben zum spritzen. Die haben eine extrem weiter Reichweite - und die Fellchen mögen das nassgespritzt werden überhaupt nicht. ;)

Das tauchen der Falle ist schon Tierquälerei und nicht angemessen. Einen großen Becher mit Wasser hilft auch manchmal.
Teetrinkerin, denke mal darüber nach. Das macht Dein Leben vielleicht viel einfacher.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Teetrinkerin
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2723

Beitrag von Teetrinkerin »

Ich muss gestehen, ich hab ich nicht wirklich Lust, für meine Nachbarn und deren Katzen extra eine Katzentoilette einzurichten. Es ärgert mich einfach maßlos, dass andere sich Tiere anschaffen und ich dann die Arbeit haben soll. Das wäre eigentlich die Arbeit, die meine Nachbarin machen sollte. Ja, stimmt, meine Nachbarin sollte Außentoiletten anbieten - eigentlich sollte es für jeden Katzenhalter, der Freigängerkatzen hat, zur Pflicht werden. Ich muss ja auch die Hinterlassenschaften meines Hundes aufsammeln.

Wenn man sich wirklich die Mühe macht, dann kann man auch Katzen entsprechend erziehen und vieles beibringen. Man muss es nur wollen - und ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer. Katzen werden von einigen gerne deswegen angeschafft, weil sie bequemer sind als Hunde (hier im Fall meiner Nachbarn als bequeme Mäusefänger). Mein Hund ist auch nicht von der Sorte, dass sie immer alles gleich so macht, wie ich es gerne hätte - sie hat da auch ihren eigenen Sturschädel. Da brauch ich auch langen Atem - mitunter üben wir Dinge seit einem Jahr.

Maschendraht, Hasengitter etc. über die Beete zu legen sind eine gute Idee. Aber meine Beete sind teilweise um die 5m lang, da ist das ganz schön umständlich zu händeln.

Aber ich find es toll, dass es auch Katzenhalter gibt, die sich bemühen und Verständnis haben, wenn andere sich über den Kot ärgern. Solche Nachbarn kann man sich nur wünschen!

Ich hab vorhin nochmals unseren Zaun angeschaut. Wir haben ja ein Gefälle im Grundstück, was die Lücke unten verursacht (und man sieht eindeutig, wo die Tiere immer rein und rausgehen, da ist das hohe Gras platt gedrückt). Außerdem ist noch zum/ am Nachbargrundstück ein Gefälle, wodurch es echt schwierig werden wird, den Zaun wirklich dicht zu bekommen, wenn wir nicht viel Geld in die Hand nehmen und mit Steinen eine Begrenzung machen.
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65375
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2724

Beitrag von 65375 »

Mach doch erstmal die Stelle zu, die Du als Durchgang identifiziert hast. Und nicht nur zu, sondern mit was abschreckendem zu, z. B. mit der Verpiß-Dich-Pflanze. Oder schütte da großzügig Kaffeesatz hin. Mach einfach mal einen Anfang mit den Gegenmaßnahmen und ein Ende mit dem Erdulden und Ertragen. Wenn das nicht hilft, probier' was anderes, aber halt nicht einfach nur still; das ist nicht gesund für Dich!
sybille
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2725

Beitrag von sybille »

Katzen werden von einigen gerne deswegen angeschafft, weil sie bequemer sind als Hunde
Das ist Unfug!
Katzen sind einfach anders als Hunde aber absolut nicht bequemer. Sicher, mit Katzen muss man nicht Gassi gehen aber wenn man sich nicht genügend um sie kümmert kann es sein das sie Unfug treiben und uns Nachts ins Bett machen oder tagsüber auf die Couch oder sonstwohin.
Arrangiere Dich mit Deinen Nachbarn! Hundehalter gegen Katzenhalter bringt gar nichts.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 6122 gelöscht

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2726

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht »

Teetrinkerin, eine andere Möglichkeit wäre noch Katzenschreckgranulat. Das hatte ich mal probiert. Gewirkt hat das schon auch. Aber es riecht sehr stark nach Knoblauch. Das könntest Du rund um die bevorzugten Stellen streuen und bei dem Durchgang, wo die Nachbarstiere immer reinkommen in Deinen Garten. Im Gemüsebeet selbst sollte man es nicht verwenden.
Die Verpiss-Dich-Pflanze funktioniert aber besser und riecht wesentlich angenehmer.

Und wenn Du mal den Vermieter Deiner Nachbarn anrufst wegen dem Ärger? Vielleicht wäre das für ihn ja auch ein netter Anlaß, eine Kündigung des Mietvertrags zu erwirken? :mrgreen: Haben die denn mit anderen Nachbarn auch schon Streit gehabt?
Mara1
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2727

Beitrag von Mara1 »

emil17 hat geschrieben:
Ich würde mir keinen Kopf machen wegen möglicher Gefährdung des Tierchens durch etwas heftige Abwehrmethoden, schliesslich ist es Sache des Besitzers, dafür zu sorgen, dass sich sein Tier nicht gefährdet.

Das Gesetzesurteil, man müsse fremde Katzen im Garten dulden, bedeutet nur, dass man auf solches "Tun" des Nachbarn nicht mit einer Unterlassungsklage reagieren kann. Es bedeutet nicht, dass man keine angemessene Massnahmen ergreifen darf, die das Eindringen solcher Lästlinge verhindern. Angemessen heisst, die Wirkung sicher erzielend, ohne das Tier mehr als nötig zu gefährden. Katzen sind zäh, da muss man also nicht allzu zimperlich sein.
@Emil
Hast du selber Haustierer? Mir schein nicht. Denn so herzlos wie du über die Katzen/Hunde redest. Die Tiere können doch absolut nix dafür was der Halter macht. Und dafür die Tiere zu bestrafen finde ich echt ätzend.

Und Katzen mögen vielleicht zäh sein, und zeigen Schmerzen nicht so schnell - aber die haben genauso Schmerzen wie wir Menschen.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2728

Beitrag von Zottelgeiss »

Man kann ein Problem auch kultivieren....

Das gibt ja Leute, gerade so unter Selbstversorgers, die haben größtes Interesse daran, gewisse Tiere drinnen (Nutztiere) oder draußen (Wildtiere) zu behalten und flicken Löcher im Zaun deshalb sofort und wirksam. Funktioniert sogar auf unebenen Böden und ist in der Höhe variabel. Wenn man sich dann entscheidet, die Sachfrage zu lösen statt sich an den Nachbarn abzuarbeiten, kostet das etwas Arbeit, etwas Geld und Ruhe ist. Und das Tor sollte man vielleicht einfach abschließen, gibt wunderbare technische Lösungen für sowas. Vorausgesetzt, der Hund kommt nicht auch noch unter dem Zaun durch, dann wären das keine Löcher sondern Tunnel und dann könnte ich Deine Nachbarn irgendwie auch verstehen...
Die eigenen Grenzen sind immer die Grenzen des anderen.
Benutzer 6456 gelöscht

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2729

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe das auch wie du, Teetrinkerin, es sind nicht deine Katzen, daher musst du auch nicht dafür sorgen, dass sie ihr Häufchen machen können. Mal abgesehen davon, dass Katzen von März bis Juli ohnehin nicht in Gärten Stromern sollten, um die Vogelbrut zu gefährden, finde ich es -als Katzenhalterin- sehr empörend, wie sich deine Nachbarn verhalten. Ich hätte schon längst ein Schreiben verfasst, was eine Klage auf Unterlassung androht und nach nichbeachtung einen Anwalt eingeschaltet, der das Ganze nochmal nachdrücklich wiederholt. Du musst das nicht dulden, dass fremde Tiere deinen Garten verwüsten.
Also mit Kamera auf die Lauer legen, Filmen und anschließend Brief schreiben. Wenns da nicht hilft, die Unterlassungsklage durchziehen, du hast doch wahrscheinlich eine RSV, da wird es dich von den Kosten her nicht umbringen. Wenn nicht, kennst du vielleicht jemanden, der das für dich schreiben kann.

Aber du solltest auch Hieb- und stichfest beweisen können, dass es die Katzen deiner Nachbarn sind, daher Filmen oder Fotografieren.

Bei mir haben die Hunde meines Nachbarn, drei Terrier, immer wieder meine frisch gepflanzten Obstbäume angebuddelt und auf meinen Rasen gekackt. Ich habe das meinen Nachbarn gesagt, dass ich das nicht gut finde und dass sie doch bitte ihre Hunde auf ihrem Grundstück lassen sollen. Da der Nachbar mir vorher lang und breit das NRW-Nachbarschaftsrecht in Bezug auf Grenzabstände erklärt hatte, konnte er jetzt natürlich schlecht sagen, nee, mache ich nicht. Aber ich war auch trotz der blöden Situation recht nett und habe kein Riesenfass aufgemacht. Warst du ja auch noch am Anfang...
Aber Seitdem ist Ruhe, die Hunde laufen jetzt auf seiner Seite der Grenze!
Benutzer 2354 gelöscht

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2730

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht »

Gute Zäune machen gute Nachbarn.
Wer jetzt Recht hat oder nicht ist dabei recht egal .
Ich würde mich fragen was macht weniger Arbeit und kostet weniger Nerven . Einen Zaun richten oder die Nachbarn Anzeigen ?
Eine Katze gibt eine gute Rheumadecke aber das scheint auch nicht die Lösung zu sein.
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