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Welches Buch lest/hört ihr gerade?
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Sonnenstrahl
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Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Von Gerald Hüther das Hörbuch: Würde
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- Buchkammer
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Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
So, endlich mal das Buch Das falsche Leben - Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft von Hans-Joachim Maaz geordert. Ist heute eingetrudelt. Wird bestimmt interessant, die Lektüre. 
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
https://www.bewusste-menschen.de/
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Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Lisette Scholl: Das Augenübungsbuch
Wirklich sehr empfehlenswert. Brille tragen ist kein unabänderliches Schicksal!
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Unsre SV-Bib: http://tinyurl.com/l7x9773
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Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Uns ist gestern Abend noch ein kleines Buch ins Haus geflattert, quasi als verspätetes Geburtstagsgeschenk: Hausbesuch vom Pflanzenarzt: Tipps und Tricks für Garten und Balkon von Rene Wadas. Hab es tatsächlich gestern noch angefangen zu lesen und muss sagen: der Autor verpackt in viele kleine Anekdoten über seine Einsätze als Pflanzendoktor viel Wissen um chemiefreien Pflanzenschutz. Dies in einem sympathischen Erzählstil - ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ohne belehrenden Zeigefinger werden hier einfache und wirkungsvolle Methoden für ein gesunden Pflanzenwachstum aufgezeigt. Wird sicher nicht unbedingt für den großflächigen Ackerbau geeignet sein aber im Hausgarten kann man damit sicher auf synthetische PSM verzichten.
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Benutzer 6122 gelöscht
Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Im Buch aus der SV-Bücherei "Humussphäre" wird auf Leberecht Migge "Jedermann Selbstversorger!" hingewiesen.
Das ist bereits von der TU Berlin eingescannt und steht online zum Lesen zur Verfügung. 70 Seiten in Frakturschrift, hinten ist das Inhaltsverzeichnis.
Also falls Jemand Interesse hat:
http://ubsrvgoobi2.ub.tu-berlin.de/view ... 74/1/#head
Das ist bereits von der TU Berlin eingescannt und steht online zum Lesen zur Verfügung. 70 Seiten in Frakturschrift, hinten ist das Inhaltsverzeichnis.
Also falls Jemand Interesse hat:
http://ubsrvgoobi2.ub.tu-berlin.de/view ... 74/1/#head
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Benutzer 6122 gelöscht
Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Nachdem ich jetzt den Migge studiert habe, habe ich festgestellt, daß die TU Berlin eine ganze Sammlung historischer Gartenbücher und Gartenzeitschriften digitalisiert hat.
Nennt sich "Deutsche Gartenbaubibliothek" und da sind sehr interessante Bücher aus der guten alten Zeit online dabei!
Hier ist das Verzeichis der eingescannte Sachen:
http://ubsrvgoobi2.ub.tu-berlin.de/view ... */-/1/-/-/
Ich habe z.B. gerade im Saatgutkatalog der Firma Haage & Schmidt aus dem Jahr 1869 gestöbert. Es ist erschreckend, wieviele Nutzpflanzen-Sorten da anscheinend schon verschwunden sind.
Schade, 1869 hat es anscheinend Saatgut gegeben für z.B. Buschbohnen mit dem klingenden Namen "Unvergleichliche Kafferländer" und Kürbisse namens "Riesen der Barbarei".
Auch erstaunlich finde ich, daß 1869 schon Saatgut von Pak Choi oder Erdmandeln gehandelt wurde. Ich hätte gedacht, die wären erst in der letzten Zeit nach Deutschland gekommen.
Gäbe es die Sorten heute noch, würde ich mir die alleine schon der Namen wegen in den Garten holen!
Nennt sich "Deutsche Gartenbaubibliothek" und da sind sehr interessante Bücher aus der guten alten Zeit online dabei!
Hier ist das Verzeichis der eingescannte Sachen:
http://ubsrvgoobi2.ub.tu-berlin.de/view ... */-/1/-/-/
Ich habe z.B. gerade im Saatgutkatalog der Firma Haage & Schmidt aus dem Jahr 1869 gestöbert. Es ist erschreckend, wieviele Nutzpflanzen-Sorten da anscheinend schon verschwunden sind.
Schade, 1869 hat es anscheinend Saatgut gegeben für z.B. Buschbohnen mit dem klingenden Namen "Unvergleichliche Kafferländer" und Kürbisse namens "Riesen der Barbarei".
Auch erstaunlich finde ich, daß 1869 schon Saatgut von Pak Choi oder Erdmandeln gehandelt wurde. Ich hätte gedacht, die wären erst in der letzten Zeit nach Deutschland gekommen.
Gäbe es die Sorten heute noch, würde ich mir die alleine schon der Namen wegen in den Garten holen!
Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Vielen Dank für den Hinweis Pitu!
Dass hier ganz früher schonmal Exoten angebaut wurden wusste ich, weil ich eben auch gerne in echt alten Gartenzeitschriften stöbere.
Mich würde interessieren wann und wie sie wieder verschwunden sind. Mein Schwiegervater z.B. erzählt, dass er Melonen und Paprika erst durch jugoslawische Einwanderer in seiner Kindheit kennengelernt hat, das war dann wohl Mitte/Ende 50er, Anfang 60er Jahre.
Bei einigen Arten gibt es ja einen richtigen gesellschaftlichen Blackout, mehr als das; selbst hier im Forum wettert ja der ein oder andere gelernte Gärtner darüber, dass 'heutzutage' ständig eine neue Sau - in Form von neuen Arten - durch's Dorf getrieben wird.
Sogar Erdmandeln ... mir deucht die uralte Sau hat nur neue bunte Kleider.
Hochinteressant. Da kann man sicher abgucken, wie man einige Exoten mit low tech-Methoden kultiviert.
Dass hier ganz früher schonmal Exoten angebaut wurden wusste ich, weil ich eben auch gerne in echt alten Gartenzeitschriften stöbere.
Mich würde interessieren wann und wie sie wieder verschwunden sind. Mein Schwiegervater z.B. erzählt, dass er Melonen und Paprika erst durch jugoslawische Einwanderer in seiner Kindheit kennengelernt hat, das war dann wohl Mitte/Ende 50er, Anfang 60er Jahre.
Bei einigen Arten gibt es ja einen richtigen gesellschaftlichen Blackout, mehr als das; selbst hier im Forum wettert ja der ein oder andere gelernte Gärtner darüber, dass 'heutzutage' ständig eine neue Sau - in Form von neuen Arten - durch's Dorf getrieben wird.
Sogar Erdmandeln ... mir deucht die uralte Sau hat nur neue bunte Kleider.
Hochinteressant. Da kann man sicher abgucken, wie man einige Exoten mit low tech-Methoden kultiviert.
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Doris L.
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Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Meine Mutter kannte nicht mal Paprika und Gewürze nur Pfeffer und Salz. Das lag wohl daran das deren Eltern aus dem Hunsrück stammten, eine sehr ärmliche Gegend so kurz nach dem ersten Weltkrieg. Meine anderen Großeltern waren aus kleinen Ortschaften aus dem Münsterland. Auch arme Vorfahren. Die werden in erster Linie das angebaut haben das satt macht. Exoten muß man betüddeln, dafür hatten die Leute keine Zeit. Nach den Kriegen war das wichtigste was zu Essen zu haben.
Ich weiß noch wie im Kleingarten die dicken Bohnen gelegt wurden, die wurden von allen begutachtet.
In meinem alten Kochbuch stehen auch Rezepte für Melonen, Artischocken.
Ich weiß noch wie im Kleingarten die dicken Bohnen gelegt wurden, die wurden von allen begutachtet.
In meinem alten Kochbuch stehen auch Rezepte für Melonen, Artischocken.
Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Ich glaube, dass Hungersnöte und Schlemmerei sich auch überschnitten haben. Ich habe hier eine Gartenbauzeitschrift von'42 oder '43, da geht es auf der einen Seite darum, dass man Obst und Gemüse abgeben muss an Sammelstellen, Rationierung von Lebensmitteln, Sammeln von Hühnerfedern für Betten um unabhängig von Daunen aus dem Ausland zu sein, den Krieg an der U-Boot-Front und auf der anderen Seite eben um Anbau von Melonen, Haltung von Laufenten(!) und Mulch.
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Benutzer 6122 gelöscht
Re: Welches Buch lest/hört ihr gerade?
Gerngeschehen Oli!
Dann hast Du ja jetzt vielleich noch eine Quelle für historische Gartenzeitschriften zur Hand?
Ich freue mich auf jeden Fall drauf, mich im Herbst und Winter mit ner gemütlichen Tasse Tee quer durch diese Gartenbaubibliothek zu lesen und hoffentlich viel dazu zu lernen.
Bei diesem Saatgutkatalog aus Erfurt von 1869 steht sogar der Hörnchenkürbis / Inka-Gurke Cyclathera pedata drin mit dem Hinweis: "Die Früchtchen in grünem Zustande wie Gurken eingemacht, schön." Mich erstaunt auch, daß ganz viele Sorten Melonen und Wassermelonen genannt sind.
Gut, es gab in den Küchengärten der aristokratischen und kirchlichen Fürsten sicherlich feinste Gaumenfreuden. Und für Melonen hatten die Leute im 19. Jahrhundert vielleicht auch noch den Ehrgeiz, die mit Mistbeeten und Frühbeetfenstern zu ziehen. Oder bei den Adeligen und dem besseren Bürgertum auch Gärtner dafür.
Im Buch "Jedermann Selbstversorger!", das 1918 erschienen ist, geht es mehr darum, neue Siedlungen zu schaffen um den Familien die Möglichkeit zu geben, ihr Essen selbst anzubauen. Es wird auch immer wieder auf die Gefahr des (1. Welt-)Kriegs samt Inflation hingewiesen und die überwiegend vegetarische Ernährung propagiert um mehr Menschen ernähren zu können. In den Musterpflanzplänen in dem Buch gibt es dann auch nicht so Schnickschnack wie Melonen. Sondern es überwiegen Kartoffeln, Bohnen, Spinat, Erbsen, Rübenarten, Kohlarten, Karotten, Zwiebeln, Beeren, Spalierobst usw. Es mußte möglichst viel Nutzen aus der Fläche gezogen werden.
Das ist dann wohl eher so gewesen wie bei unseren näheren Vorfahren: Es mußte viel sein, robust und lagerfähig bzw. gut konservierbar. Möglicherweise ist auch durch die zwei Weltkriege dann viel von den Nutzpflanzen verloren gegangen, die jetzt wieder als neu und hip angesehen werden? Und wo man erst mal wieder Pflanz- und Saatgut finden muß?
Und Infos ermitteln, wie die Pflanzen am besten angebaut werden?
Ich freue mich auf jeden Fall drauf, mich im Herbst und Winter mit ner gemütlichen Tasse Tee quer durch diese Gartenbaubibliothek zu lesen und hoffentlich viel dazu zu lernen.
Bei diesem Saatgutkatalog aus Erfurt von 1869 steht sogar der Hörnchenkürbis / Inka-Gurke Cyclathera pedata drin mit dem Hinweis: "Die Früchtchen in grünem Zustande wie Gurken eingemacht, schön." Mich erstaunt auch, daß ganz viele Sorten Melonen und Wassermelonen genannt sind.
Gut, es gab in den Küchengärten der aristokratischen und kirchlichen Fürsten sicherlich feinste Gaumenfreuden. Und für Melonen hatten die Leute im 19. Jahrhundert vielleicht auch noch den Ehrgeiz, die mit Mistbeeten und Frühbeetfenstern zu ziehen. Oder bei den Adeligen und dem besseren Bürgertum auch Gärtner dafür.
Im Buch "Jedermann Selbstversorger!", das 1918 erschienen ist, geht es mehr darum, neue Siedlungen zu schaffen um den Familien die Möglichkeit zu geben, ihr Essen selbst anzubauen. Es wird auch immer wieder auf die Gefahr des (1. Welt-)Kriegs samt Inflation hingewiesen und die überwiegend vegetarische Ernährung propagiert um mehr Menschen ernähren zu können. In den Musterpflanzplänen in dem Buch gibt es dann auch nicht so Schnickschnack wie Melonen. Sondern es überwiegen Kartoffeln, Bohnen, Spinat, Erbsen, Rübenarten, Kohlarten, Karotten, Zwiebeln, Beeren, Spalierobst usw. Es mußte möglichst viel Nutzen aus der Fläche gezogen werden.
Das ist dann wohl eher so gewesen wie bei unseren näheren Vorfahren: Es mußte viel sein, robust und lagerfähig bzw. gut konservierbar. Möglicherweise ist auch durch die zwei Weltkriege dann viel von den Nutzpflanzen verloren gegangen, die jetzt wieder als neu und hip angesehen werden? Und wo man erst mal wieder Pflanz- und Saatgut finden muß?
Und Infos ermitteln, wie die Pflanzen am besten angebaut werden?
