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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:55
von Rati
hobbygaertnerin hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:42 Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
alle Spechtartigen tuen das, nur hatten die wiederum in Punkto Nistbäume nicht so viel Spass in den Nutzwäldern. :aeh:

Grüße Rati

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:08
von Benutzer 72 gelöscht
Es droht die Rückkehr zur mechanischen Bodenbearbeitung, einem der Hauptübel der menschlichen Zivilisation.
:aeh: nicht dass dieser wichtige Satz hier untergeht ....... :roll:

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@Rati: Spechte fressen echt mengenmäßig relevant Borkenkäferlarven??
Bei uns gibt´s viele Spechte!! :michel:
(und bisher keine spürbaren Käferschäden)

Ich glaube, es fehlt einfach an "kleinen Strukturen" und Vielfalt und Toleranz ......
Da kann man dann auch ruhig seinen kleinen Acker pflügen und grubbern, ohne dass es schadet, halt nicht profimäßig exakt und richtig tief.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:15
von Benutzer 4754 gelöscht
ina maka hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:08 Da kann man dann auch ruhig seinen kleinen Acker pflügen und grubbern, ohne dass es schadet, halt nicht profimäßig exakt und richtig tief.
Selten so ein Dünn...... gelesen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:50
von Rohana
Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:55
hobbygaertnerin hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:42 Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
alle Spechtartigen tuen das, nur hatten die wiederum in Punkto Nistbäume nicht so viel Spass in den Nutzwäldern. :aeh:

Grüße Rati
Ist ja merkwürdig dass wir im intensiv genutzten Wald eine top Population aller hier vorkommenden Spechtarten haben ;) der explosionsartigen Vermehrung der Borkenkäfer kann aber die Spechtbevölkerung nicht Herr werden, zumal deren Ursache nicht im Fehlen von natürlichen Feinden, sondern in der fehlenden Abwehrkraft der Wirtsbäume liegt, die wiederum durch wiederholte Trockenheit und Hitzeperioden bedingt ist, die auch gleichzeitig top Brutbedingungen für die Borkenkäfer bieten...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:53
von Rati
ina maka hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:08 ...@Rati: Spechte fressen echt mengenmäßig relevant Borkenkäferlarven??...
na, ja, Spechte sind nun mal Spezialisten im finden und verspeisen von HzI (Holzzerstörende Insekten).
Und wenn die Hauptspezies der Borkenkäfer ist, werden sie auch relevante mengen vertilgen... so lange relevante mengen an Spechten vorhanden sind.

@Rohana.... für die Borkenkäfer ist euer Wald eben noch toper als für die Spechte. :aeh: Wer weis wie es aussähe wenn ihr einen Mischwald mit Altbäumen hättet.
Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:50 , zumal deren Ursache nicht im Fehlen von natürlichen Feinden, sondern in der fehlenden Abwehrkraft der Wirtsbäume liegt, die wiederum durch wiederholte Trockenheit und Hitzeperioden bedingt ist, die auch gleichzeitig top Brutbedingungen für die Borkenkäfer bieten... [/size]
nicht zu vergessen das Überangebot an dicht bei dicht stehenden Wirtsbäumen nech? :mrgreen:

Grüße Rati

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 14:20
von Rohana
Wir *haben* übrigens einen Mischwald mit Altbäumen :) Überangebot an Wirtsbäumen? Der Borkenkäfer ist jetzt nix neues. Wenn's allein an der "Fichtendichte" liegen würde, gäbe es schon lange keine Fichten(misch)wälder mehr.

Und so lange wir für die schlechtesten Käferfichten mehr Geld bekommen als für top Buchen, wird die Fichte der Brotbaum bleiben (müssen). :bang:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 14:54
von Hildegard
Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 14:20 Wir *haben* übrigens einen Mischwald mit Altbäumen :) Überangebot an Wirtsbäumen? Der Borkenkäfer ist jetzt nix neues. Wenn's allein an der "Fichtendichte" liegen würde, gäbe es schon lange keine Fichten(misch)wälder mehr.

Und so lange wir für die schlechtesten Käferfichten mehr Geld bekommen als für top Buchen, wird die Fichte der Brotbaum bleiben (müssen). :bang:
Vielleicht brauchts da noch einen "Promi-Designer", der die Buche zum "Modeholz" macht, ...wie der Zirbe geschehen, ohne dass ich ihre besonderen Qualitäten schmälern möchte....dann gibt es "Buchenprodukte" zum Einwickeln! und die kommen mit dem Nachwachsen nicht mehr nach, denn als Brennholz ist es auch sehr gut.
Natürlich wird es der Fichte, wenn die Tendenz anhält, zu heiß und trocken. Es geht im Wald halt schwer, kurzfristig auf ein anderes "Gemüse" umzusteigen.Betrifft aber auch die alpinen Schutzwälder.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 20:23
von emil17
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01 Was die Vögel angeht, haben die meisten Arten überhaupt kein Problem.
Lokale Bestandsschwankungen durch Nutzungsänderung gefährden diese Arten nicht.
Da sind allerdings so ziemlich alle Experten anderer Meinung ... 133 der 206 Brutvogelarten Bayerns stehen auf der roten Liste. Und da kommt man nicht bloss wegen "lokalen Bestandessschwankungen" schon drauf.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01Wer Vögel vermehren will, muss bei der Prädation eingreifen.
Hast nicht du dich beklagt, dass die Megaherbivoren nicht mehr funktionieren, mangels Prädatoren? Und jetzt willste Prädatoren der Vögel dezimieren?
Wenn der Naturschutz das machte, würdest du ihm zu Recht vorwerfen, er hätte u.a. eine Feldmausplage provoziert.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01Aber das ist ja pfui und wirkt. Deshalb muss es unbedingt verhindert werden, damit "man" auch weiter etwas zu schützen hat.
Irgendwie muss man all die Milliarden, die man abgreift und versickern lässt, ja rechtfertigen.
Ach so. Obwohl die meisten Vogelschützer ehrenamtlich tätig sind.
Da hätten wir doch gerne Zahlen, wieviele MILLIARDEN das denn für den Vogelschutz sind.
Übrigens darf jeder Verein, also auch der LBV, selbst eingeworbene Gelder (Spenden, Mitgliederbeiträge usw.) im Rahmen seines in den Statuten definierten Zweckes verbrennen wie wann und wo er will, ohne dass das Aussenstehende etwas angeht. Es sind also nur die MILLIARDEN von Interesse, die von der öffentlichen Hand kommen, pardon, abgegriffen werden.
Da sich der LBV wie zahlreiche andere gemeinnützige Vereine der Transparenz verpflichtet hat, kann man die Zahlen auf denen ihrer Webseite nachlesen.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01Alleine für die gut 13 Millionen Euro, die der LBV Bayern jährlich verbrennt, könnte man 130 Berufsjäger samt Ausrüstung für die Prädatorenbejagung finanzieren. Da würde sich richtig was tun im Vogelschutz...
Geld verbrennen bedeutet doch den Einsatz von Geld, ohne dass es etwas bewirkt?
Nach dieser deiner Logik könnte man folglich bei den Landwirtschaftssubventionen auch noch viel Geld einsparen, denn die Bauern werden ja auch dauernd weniger. Und das sind tatsächlich ziemlich viele Milliarden (Euro pro Jahr), die als Steuergelder dort investiert werden (ich sage bewusst nicht verbrannt werden).

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 2. Nov 2019, 10:33
von Rati
Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 14:20 Wir *haben* übrigens einen Mischwald mit Altbäumen :) Überangebot an Wirtsbäumen? Der Borkenkäfer ist jetzt nix neues. Wenn's allein an der "Fichtendichte" liegen würde, gäbe es schon lange keine Fichten(misch)wälder mehr.
gut gut, dann kann der Schaden ja nicht so groß gewesen sein. Und klar sind Borkenkäfer nix neues, die gehören mit dazu. Und ja klar hat die Dürre der letzten zwei Jahre auch die Bäume geschwächt.
Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 14:20...Und so lange wir für die schlechtesten Käferfichten mehr Geld bekommen als für top Buchen, wird die Fichte der Brotbaum bleiben (müssen). :bang:
Jeep, verständllich, obwohl es sich jetzt lohnen könnte umzusatteln.
Grad eben ist ja die Robinie als Baum des Jahres 2020 gewählt worden weil sie so robust ist. :dreh:
Und ich dachte immer Lebewesen des Jahres werden gewählt weil sie besondere Aufmerksamkeit und Schutz bedürfen. :kaffee:

Grüße Rati

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 2. Nov 2019, 10:43
von Rati
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01 Was die Vögel angeht, haben die meisten Arten überhaupt kein Problem.
Lokale Bestandsschwankungen durch Nutzungsänderung gefährden diese Arten nicht.
Wer Vögel vermehren will, muss bei der Prädation eingreifen.
das ist so nicht ganz richtig. Es sind nicht Schwärme von Katzen die durch die Lande marodieren. Es gibt Hotspots immer in der Nähe von Zivilisation. Gäbe es also ausreichend naturbelassene Gebiete in denen die Vögel Ruhe und Nistplätze finden, würden die Katzen auch nicht viel anrichten können. Das gleich gilt auch für Krähenvögel.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:01Aber das ist ja pfui und wirkt. Deshalb muss es unbedingt verhindert werden, damit "man" auch weiter etwas zu schützen hat. Irgendwie muss man all die Milliarden, die man abgreift und versickern lässt, ja rechtfertigen.
Alleine für die gut 13 Millionen Euro, die der LBV Bayern jährlich verbrennt, könnte man 130 Berufsjäger samt Ausrüstung für die Prädatorenbejagung finanzieren. Da würde sich richtig was tun im Vogelschutz...
Tierheime und Tierärzte versuchen seit langem verwilderte Katzenpopulationen durch Sterilisationsaktionen einzudämmen, verzweifelt wird da immer wieder um Geldspenden gebeten. Dort und für das schaffen von Lebensräumen für Wildtiere wären die Millionen angebracht, statt es den Jägern in den Rachen zu werfen, die ja durchweg eher eine gute finanzielle Basis haben.

Grüße Rati