Re: Euer Selbstversorger-Ärger
Verfasst: Di 15. Jan 2019, 18:52
Da ist was wahres dran, nur die Nachbarn lernt man leider erst wirklich kennen, wenn man dort lebt, während man die Eigenwilligkeit der Marille schon vorab kennt. Und das Haus zu finden ist schon mal echt Glückssache, wenn man da noch auf die Nachbarn achten muss. Wir suchen schon seit 4 Jahren...emil17 hat geschrieben:Ich wünsch dir viel Glück bei der Suche nach der Idylle ...
Ich würde bei einem Haus mehr Wert auf nette Nachbarn statt auf Marillenfähigkeit legen, aber hoffentlich wird es beides. Die Nachbarn haste das ganze Jahr über, die Aprikosen zwei Wochen.
Nee, das geht gar nicht, Trauben finde ich ziemlich bäh, die mag ich erst wenn sie lange im Eichenfass warenemil17 hat geschrieben: Im Zweifelsfall pflanze lieber eine feine pilzresistente Tafeltraubensorte an die Spalierwand, da hast du fast sicher jedes Jahr etwas und die Ernte lässt sich auf mehrere Wochen hinziehen.
Ok... das wird ja eine Herausforderung. Aber meine Freundin ist Baumschulgärtnerin, das wird schon was.emil17 hat geschrieben:/quote]Die Eigenwilligkeit der Marille wird sich auch beim Spalierschnitt zeigen, die wachsen ziemlich sparrig. Im Lehrbuch zum Schnitt gibt es z.B. eine schöne Zeichnung, wie man einen Leitast auf ein Auge ableitet und den Austrieb daraus als Verlängerung weiterzieht. Die Marille wird wahrscheinlich darauf bestehen, um jeden Preis rechtwinklig zum Ast weiterwachsen zu wollen, oder dein Auge macht wenig und es bildet sich anderswo eine kräftige Rute waagrecht von der Wand weg. Unmöglich ist es nicht, aber es braucht eine ähnliche Art von hartnäckiger Geduld wie die, wenn man seine Kinder dazu kriegen will, das Zimmer aufzuräumen.
Das habe ich früher jedes Jahr gemacht und deshalb vermisse ich es so. Das ist auch genau die Sorte, die ich ungemein lecker finde, die da südlich von Lyon wächst. Nur jetzt mit eigenen Nutztieren, die auch gemolken werden, zu dieser Zeit in Urlaub fahren, das geht mal gerade gar nicht.emil17 hat geschrieben: Wenn du am Baum gereifte Aprikosen magst, dann fahre in der Erntezeit, so ab Ende Juni, in den Süden. Die gibts z.B. südlich von Lyon an jedem Strassenrand. Du fährst aber zu einem Erzeuger an den Hof und verlangst zweite Wahl zum Einkochen, das sind dann die richtig reif gepflückten, die nicht mehr lange transportfähig sind. Die kosten auch nur die Hälfte der Erstklassware.