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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:01
von Manfred
Was die Vögel angeht, haben die meisten Arten überhaupt kein Problem.
Lokale Bestandsschwankungen durch Nutzungsänderung gefährden diese Arten nicht.
Wer Vögel vermehren will, muss bei der Prädation eingreifen. Aber das ist ja pfui und wirkt. Deshalb muss es unbedingt verhindert werden, damit "man" auch weiter etwas zu schützen hat. Irgendwie muss man all die Milliarden, die man abgreift und versickern lässt, ja rechtfertigen.
Alleine für die gut 13 Millionen Euro, die der LBV Bayern jährlich verbrennt, könnte man 130 Berufsjäger samt Ausrüstung für die Prädatorenbejagung finanzieren. Da würde sich richtig was tun im Vogelschutz...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:15
von Benutzer 146 gelöscht
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35
Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
Nö, - gilt wohl nur für Fledermäuse (Säugetiere), - Vögel und Insekten brauchen wohl den direkten Kontakt, so wie ich das verstanden habe
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:23
von Benutzer 146 gelöscht
hier gibt's nicht nur Zusatzinfos, sondern auch die Studie selbst:
http://www.bund-rvso.de/insektensterben ... aeder.html
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:36
von Rati
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:57
Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:53
]Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.
Die Honigbiene litt nie unter einem Imkersterben, sondern hat weltweit starke Zuwächse verzeichnet.
Es freut mich, dass du verstanden hast, dass die Honigbienen nie das Problem waren und es auch weiter nicht sind.
Das hindert die Herrschaften "Naturschützer" aber nicht daran, sie für ihre Kampagnen zu missbrauchen.
Marketing Manfred, braucht mensch halt auch im Naturschutz, und es heißt ja nicht umsonst Bienensterben und nicht Honigbienensterben.
Nutztierepopulationen unter menschlicher Kontrolle können immer aufgestockt werden. Einen Missbrauch sehe ich da nicht (die Gifte töten auch die Honigbiene) ich würde die Honigbiene eher als die Greta Thunberg des Insektenschutzes betrachten.
Grüße Rati
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:42
von hobbygaertnerin
Wir haben sehr viel Hecke für Singvögel angelegt- ausserdem gibts ganz viele Hektare Laubwald, wegen Vogelarmut könnte ich mich nicht beklagen, aber wenn ich Elstern, Krähen und Greifvögel sehe, was die so fangen-
dann frag ich mich, sind wir eigentlich blind?
Schwalben sind auch so ein Beispiel- ohne Rinderstall gibts eben keine Schwalben- weil keine Fliegen.
Und ich find es immer interessant, wieviele Vögel sich an den Kuhfladen draussen auf der Weide gütlich tun. Dort finden sie scheinbar Käfer, die sie mögen.
Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
Was mich wirklich ankotzt, da werden viele Lebensräume umgeändert, aufgegeben- aber das will man einfach nicht sehen.
Und welche Summe an Geld an Insektenschutz an den Häusern ausgegeben wird, dass ja nur keine einzige Fliege oder Mücke ins Haus kommt, ja keine Wespe sich auf einen Kuchen setzen würde.
So eine Scheinheiligkeit ist manchmal einfach nicht mehr erträglich.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 12:55
von Rati
hobbygaertnerin hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:42
Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
alle Spechtartigen tuen das, nur hatten die wiederum in Punkto Nistbäume nicht so viel Spass in den Nutzwäldern.
Grüße Rati
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:08
von Benutzer 72 gelöscht
Es droht die Rückkehr zur mechanischen Bodenbearbeitung, einem der Hauptübel der menschlichen Zivilisation.

nicht dass dieser wichtige Satz hier untergeht .......
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@Rati: Spechte fressen echt mengenmäßig relevant Borkenkäferlarven??
Bei uns gibt´s viele Spechte!!
(und bisher keine spürbaren Käferschäden)
Ich glaube, es fehlt einfach an "kleinen Strukturen" und Vielfalt und Toleranz ......
Da kann man dann auch ruhig seinen kleinen Acker pflügen und grubbern, ohne dass es schadet, halt nicht profimäßig exakt und richtig tief.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:15
von Benutzer 4754 gelöscht
ina maka hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:08
Da kann man dann auch ruhig seinen kleinen Acker pflügen und grubbern, ohne dass es schadet, halt nicht profimäßig exakt und richtig tief.
Selten so ein Dünn...... gelesen
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:50
von Rohana
Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:55
hobbygaertnerin hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 12:42
Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
alle Spechtartigen tuen das, nur hatten die wiederum in Punkto Nistbäume nicht so viel Spass in den Nutzwäldern.
Grüße Rati
Ist ja merkwürdig dass wir im intensiv genutzten Wald eine top Population aller hier vorkommenden Spechtarten haben

der explosionsartigen Vermehrung der Borkenkäfer kann aber die Spechtbevölkerung nicht Herr werden
, zumal deren Ursache nicht im Fehlen von natürlichen Feinden, sondern in der fehlenden Abwehrkraft der Wirtsbäume liegt, die wiederum durch wiederholte Trockenheit und Hitzeperioden bedingt ist, die auch gleichzeitig top Brutbedingungen für die Borkenkäfer bieten...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 1. Nov 2019, 13:53
von Rati
ina maka hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:08
...@Rati: Spechte fressen echt mengenmäßig relevant Borkenkäferlarven??...
na, ja, Spechte sind nun mal Spezialisten im finden und verspeisen von HzI (Holzzerstörende Insekten).
Und wenn die Hauptspezies der Borkenkäfer ist, werden sie auch relevante mengen vertilgen... so lange relevante mengen an Spechten vorhanden sind.
@Rohana.... für die Borkenkäfer ist euer Wald eben noch toper als für die Spechte.

Wer weis wie es aussähe wenn ihr einen Mischwald mit Altbäumen hättet.
Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 13:50
, zumal deren Ursache nicht im Fehlen von natürlichen Feinden, sondern in der fehlenden Abwehrkraft der Wirtsbäume liegt, die wiederum durch wiederholte Trockenheit und Hitzeperioden bedingt ist, die auch gleichzeitig top Brutbedingungen für die Borkenkäfer bieten... [/size]
nicht zu vergessen das Überangebot an dicht bei dicht stehenden Wirtsbäumen nech?
Grüße Rati