Es würde schon weiter führen, wenn du deine Diskussionsbeiträge mit der gleichen Elle bewertest wie die der anderen.
Oelkanne hat geschrieben:Glyphosat: die deutsche Bahn ist mit 70t Wirkstoff größter Einzelverbraucher. Sie behandelt damit im Jahr etwa 12.000ha Gleisanlagen,
da ergibt 5,833kg/ha Wirkstoff,
das ist das 1,6 fache von dem in der Landwirtschaft maximal zugelassenen.
So ein Schotter-Gleisbett bindet kein Gramm Wirkstoff, das wäscht der Regen alles ab...
... Aber die Landwirtschaft verbraucht über 97% allen Glyphosats, das spielt dabei keine Rolle und muss deshalb nicht mal erwähnt werden?
Ein schönes Beispiel, was man mit Daten alles machen kann, damit sie das eigene Weltbild nicht beschädigen.
Soviel zum Thema Filterblase.
Aber du kannst mir gerne beweisen, dass die Deutsche Bahn ein Landwirtschaftsbetrieb ist, dann passt es nämlich auch zum Thema der Diskussion.
Nach deiner Logik muss die Deutsche Bahn nichts machen, die können genau gleich argumentieren wie du: Das meiste wird gar nicht von der Bahn verwendet, also lasst die Bahn damit in Ruhe, bis es in der Landwirtschaft klappt. Die Bürger wollen nämlich einen billigen und funktionierenden Bahnbetrieb, und der muss wirtschaftlich sein.
Oelkanne hat geschrieben:Aus deiner Sicht sind allein die Landwirte für jede Wasserbelastung verantwortlich:
Das ist eine grobe Unterstellung. Wo habe ich das behauptet?
Grosse Problemstellen der Landwirtschaft sind das Insektensterben (wo die Landwirtschaft wesentlich beteiligt ist) und die notorisch viel zu hohen Nitratwerte im Grundwasser auch in ausschliesslich landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Ja, man misst immer dann, wenn viel gedüngt und viel gejaucht wird, dann ist es logisch, dass da etwas ins Wasser kommt. Also haben die, die messen, etwas gegen die Bauern. Logisch, nicht?
Noch ein Beispiel dieser Argumentationsweise gewünscht? Die Verkehrspolizei macht auch immer dort Geschwindigkeitskontrollen, wo gerast wird. Die haben was gegen Auto- und Moppedfahrer und wollen sich auf Kosten von denen einen fetten Arsch verdienen. Reine Schikane und Abzocke. Raser kanns gar nicht geben, denn es gibt Vorschriften, die das verbieten.
Man kann das alles ignorieren. Aber dann muss mich, der ich nicht Landwirt bin, auch nicht interessieren, dass die mittleren und kleinerern Landwirtschaftsbetriebe ein Einkommens- und Nachfolgeproblem haben und dass Lebensmittel aus deutscher oder schweizerischer konventioneller Produktion besser als solche aus dem Ausland sein sollen.
Der Fairness halber gilt dann das Gleichbehandlungs- und das Verursacherprinzip. Landwirtschaft ist ein Gewerbe. Nicht standortsgebundene Anlagen wie Hühnermastbetriebe und Schweinefarmen gehören ins Industriegebiet. Staatliche Beihilfe gibts nur für geldwerte Gegenleistungen für die Allgemeinheit, aber nicht schon für die blosse Tatsache, dass man Fläche bewirtschaftet. Wer sich nicht an geltende Umweltvorschriften hält, der muss auf eigene Kosten nachrüsten oder dem macht man den Laden zu.
Oelkanne hat geschrieben:es gibt nirgends auf dieser Erde strengere Regeln beim Pflanzenschutz als bei uns in DE, ja auch bei dir in der Schweiz ist es laxer.
Stimmt nicht. Die Anwendung von Glyphosat ist viel restriktiver und Ausbringen von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist bei uns im Wald grundsätzlich verboten, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Was beide Länder gemeinsam haben, ist die Jammerquote der konventionellen Bauern und die Tatsache, dass es beim Vollzug der geltenden Vorschriften im Umweltschutzbereich noch reichlich Luft nach oben gibt.