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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 18:49
von Benutzer 2354 gelöscht
ist dieses Vorsorgen und sich Sorgen machen eigentlich Typisch Deutsch :hmm:
Die nächsten Jahre Dosen zu futtern und mir Sorgen zu machen was jetzt passieren könnte ist eindeutig nicht meins. In unserem Laden haben wir weder Strom noch Heizung und trotzdem sind wir da schon länger wie 14 Tage und Leben immer noch.
Wenn ich das hier so lese scheint mir das ein Wunder zu sein.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 18:55
von citty
Hi,

die Quoten kenne ich im Moment nicht aber ich weiss, dass dort weniger passiert wo wenig Leute wohnen und trotzdem jeder eine Waffe hat oder jedenfalls fast jeder (wir nicht, wir haben Gottvertrauen), wie hier in Can und auch in den noerdwestlichen Regionen der USA, wo wir uns ab und zu aufhalten. In den Grosstaedten ist die Mordrate am hoechsten, Enge und Gedraenge machen bekanntlich agressiv. Ich habe auch oefter selbst beobachtet, dass Agressivitaet etwas mit Mentalitaet und Erziehung zu tun hat. - aber das ist ja nichts neues.

LG Citty

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 19:07
von Thomas/V.
ist dieses Vorsorgen und sich Sorgen machen eigentlich Typisch Deutsch :hmm:
Ja. Nachwirkungen der Weltkriege.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:00
von Renysol
ihno hat geschrieben:ist dieses Vorsorgen und sich Sorgen machen eigentlich Typisch Deutsch :hmm:
Die nächsten Jahre Dosen zu futtern und mir Sorgen zu machen was jetzt passieren könnte ist eindeutig nicht meins. In unserem Laden haben wir weder Strom noch Heizung und trotzdem sind wir da schon länger wie 14 Tage und Leben immer noch.
Wenn ich das hier so lese scheint mir das ein Wunder zu sein.
Typisch deutsch ist es nicht, aber typisch für Gegenden, wo man vorsorgen und sich Sorgen machen muss, unter anderem in Deutschland. Wir müssen uns hier schon jetzt Sorgen machen, wie wir über den nächsten Winter kommen und entsprechend Holz machen (sogar schon für den übernächsten Winter) und aussäen. In manchen wärmeren Ländern muss man das nicht, und daher ist es den Leuten eher fremd, dieses Sorgen und Vorsorgen.

Fremd kommt vielen diese Denkweise auch hier vor, weil es nun seit 60 Jahren auch ohne Sorgen und Vorsorgen ging, indem man einfach, auch wenn man sich nicht die geringsten Gedanken gemacht hat, in den Supermarkt geht und den Heizölhändler anruft.

Und da scheiden sich die Geister: Menschen vom Typ A sind überzeugt, dass das immer so weiter geht, dass andere für sie sorgen. Menschen vom Typ B beobachten, wie sich die Lage ändert, und möchten auch für den Fall gewappnet sein, dass es im Supermarkt nix gibt oder der Heizölhändler das Telefon nicht abhebt.

Eigentlich, eigentlich, erübrigt sich jede Diskussion darüber, da jeder machen kann, was er will. Leider ist da aber nicht so, weil Typ B in einem Notfall Typ A mitversorgen muss.

Wie man bei dem ganzen blauen Text sieht, hat "sorgen" eigentlich zwei Bedeutungen: Man kann sich sorgen, grämen und über die Zukunft und Angst haben. Man kann aber auch "sorgen", für ein Baby, einen hilfebedürftigen Mensch, aber auch für seine Zukunft, damit man versorgt ist.

Was beim Sorgen, welchem der beiden auch immer, wie man über unvorhersehbare Situationen kommt, lächerlich sein soll, erschließt sich mir nicht.

Das immer wieder gebrachte Beispiel: "Ich will doch nicht die nächsten Jahre Dosen zu futtern", ist total naiv. In großen Teilen der Welt wäre es ein absoluter Luxus, jahrelang Dosen zu futtern, auch wenn es jeden Tag das gleiche ist. Angesichts möglicher Notstände zu bekunden, auch noch wählerisch zu sein zu wollen und Abwechslung im Kochtopf zu wünschen, ist der Gipfel der Dekadenz.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:13
von Rallymann
Gerade die von dir angesprochene Dummheit dieser Menschen ist es, die das Gegenteil deiner Meinung bestätigen.

Bin ich dumm und will was klauen, so betrete ich nicht den Laden, in dem ich was auf die Hucke bekomme.

Stell dir rmal ne Fliege vor, die um dich rum surrt. Wenn sie nervt haust du sie Platt.
Ist diese Fliege aber ne Wespe, so sieht die Sache schon anders aus. Da haust du eben nicht mit der Hand drauf.
Und das obwohl sie klein ist und dich nur stechen kann. Das allein reicht aber schon um ein Umdenken bei dir zu erreichen.

Dazu muss man nicht schlau sein, es reichen einfach die niederen Instinkte die uns schützen.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:18
von Benutzer 72 gelöscht
Renysol hat geschrieben:Das immer wieder gebrachte Beispiel: "Ich will doch nicht die nächsten Jahre Dosen zu futtern", ist total naiv. In großen Teilen der Welt wäre es ein absoluter Luxus, jahrelang Dosen zu futtern, auch wenn es jeden Tag das gleiche ist. Angesichts möglicher Notstände zu bekunden, auch noch wählerisch zu sein zu wollen und Abwechslung im Kochtopf zu wünschen, ist der Gipfel der Dekadenz.
aber die Dosen muss ich dann doch auch wegfuttern, wenn "die Katastrophe" nicht kommt - oder werden die anders entsorgt?

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:30
von Benutzer 2354 gelöscht
Ich selber Lebe in Deutschland und nicht im Rest der Welt. Das ist gut für mich denn ich kann mich entscheiden ob ich ne Dose mit Gemüse aus China futtern möchte oder eben leckeres aus dem eigenen Garten oder Gemüse aus dem Supermarkt.Das hat nichts mit Dekadenz sondern mit Glück und Lebensqualität zu tun.
Vorsorgen ist im richtigem Maß sicher richtig nur über das was das richtige Maß werden wir uns wahrscheinlich nicht einigen :)
Wenn meine Frau mehr wie 2 mal im Jahr irgendwelche Dosen auf den Tisch bringen würde wäre das auch ein Grund für mich mal Intensiv über Scheidung Nachzudenken.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:38
von Renysol
ina maka hat geschrieben:
Renysol hat geschrieben:Das immer wieder gebrachte Beispiel: "Ich will doch nicht die nächsten Jahre Dosen zu futtern", ist total naiv. In großen Teilen der Welt wäre es ein absoluter Luxus, jahrelang Dosen zu futtern, auch wenn es jeden Tag das gleiche ist. Angesichts möglicher Notstände zu bekunden, auch noch wählerisch zu sein zu wollen und Abwechslung im Kochtopf zu wünschen, ist der Gipfel der Dekadenz.
aber die Dosen muss ich dann doch auch wegfuttern, wenn "die Katastrophe" nicht kommt - oder werden die anders entsorgt?
Das ist doch alles lang und breit erklärt.

Einfaches Beispiel: 100 Dosen Bohnensuppe, damit kannst du ein halbes Jahr überleben und wirst schön schlank dabei.

Solange nix passiert, isst du einmal im Monat Bohnensuppe und kaufst dafür eine neue, die ganz hinten ins Regal kommt.

Und wenn du es dir zumuten kannst, einmal im Monat auch Erbsensuppe zu essen und machst das damit genauso, kannst du schon 8 Monate überleben.

Ein bisschen Lagerlogistik muss sein dabei, aber ansonsten ist das doch nicht schwer.

Und eine gute Geldanlage ist es auch: Wer vor 8 Jahren 100 Dosen Bohnensuppe für 49 Cent gekauft hat = 49 Euro, hat heute 99 Euro im Regal stehen. Eine solche Wertsteigerung hat kaum eine Aktienanlage geschafft.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 20:44
von Benutzer 146 gelöscht
Renysol hat geschrieben:Harvard-Studie: Nicht Gewehre töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen.

"Wo es die höchste Dichte an Feuerwaffen gibt, ist die Kriminalität am niedrigsten, und wo es die niedrigste Dichte an Feuerwaffen gibt, ist die Kriminalität am höchsten"

Da ich trotz hohem Alter noch lernfähig bin, hat diese Studie zu einer Revision meiner vorher ablehnenden Haltung zu Schießwaffen geführt.
glaube keiner Studie, die Du nicht selbst bestellt hast! ;)
Sorry, eine Studie einer AMERIKANISCHEN Eliteuniversität....hallo? Schon mal von der NRA gehört? Hast Du mal gecheckt, wer diese Studie in Auftrag gegeben bzw. gesponsort hat? Für MICH ist so eine Studie etwa so glaubwürdig wie ein Auto-Ranking des ADAC :pfeif:

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 21:46
von Kerstines
ihno hat geschrieben:In unserem Laden haben wir weder Strom noch Heizung und trotzdem sind wir da schon länger wie 14 Tage und Leben immer noch.
Wenn ich das hier so lese scheint mir das ein Wunder zu sein.
Ihno, ihr lebt seit mehr als 14 Tagen ohne Strom und Heizung im Laden? Warum? Wohnung verloren?
Respekt!

:) Kerstines