alte Rezepte

kaulli
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Re: alte Rezepte

#261

Beitrag von kaulli »

hobbygaertnerin hat geschrieben: früher wurde mit sehr viel Einbrenne gekocht.
Das passt nicht mehr so gut in unsere Zeit.
Ich dicke heute anstelle von Mehl mit Sesammus ein, das ist gesünder.
hobbygaertnerin hat geschrieben: ....wer macht heute noch einen Pudding?
... wer kocht heute noch so, dass auch die Reste verwendet werden ...
ich mache das, Pudding geht ja schnell, nehme einfach Maismehl und gebe geraspelte Schokolade, Marmelade oder Vanilleschoten und Kokoszucker dazu, anstelle von Kuhmilch halt Kokosmilch.

Ich kann mich erinnern, dass es vor etwa 50 Jahren Mode war, Rezepte von den Pudding-, Backpulver- und Vanilinpackungen von Dr. Oetker abzuschreiben, in Rezeptheften zu sammeln und auszutauschen.
So kam es, dass in alten handgeschriebenen Rezeptheften beinahe überall dieselben Rezepte standen.

Als die ersten Kochforen im Internet aufkamen, haben dann viele stolz dieselben alten "Familienrezepte" veröffentlicht, Wort für Wort ident.
Liebe Grüße Kaulli
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Doris L.
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Re: alte Rezepte

#262

Beitrag von Doris L. »

Reste habe ich nicht, das wird an den folgenden Tagen gegessen oder eingefroren. Mir macht es nichts aus wenn ich 3 Tage hintereinander das Gleiche habe.

Nein, mein Ausschlag zeigt sich nicht oft, einmal von Eis aus der Eisdiele und einmal , da bin ich ganz sicher ,von Kräckern. Hatte ich wegen einer langen Zugfahrt gekauft. Beim einkaufen denke ich daran, aber nicht intensiv.
Pflanzen nehmen Nickel unterschiedlich auf, ich frage mich ob das durch die Landwirtschaft verstärkt ist und ob man beim selbstanbau da drumherum kommt. Wegen düngen und so. Seltsam finde ich auch Heringe, was ist mit anderem Fisch?
Griesbrei schmeckt doch nur selbstgemacht. In letzter Zeit machte ich mir einige Male Grütze von selbstgemachten Obstsaft. Einfach aufkochen und aufgelöste Speisestärke rein. Zucker ist schon im Saft. Schmeckt mir sehr gut und einfacher geht es nicht.
hobbygaertnerin
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Re: alte Rezepte

#263

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich finds so witzig, dass mir die Lieblingsspeisen aus meiner Kinderzeit wieder so ins Bewusstsein kommen.
Griesbrei, Reisauflauf, Dampfnudeln, Apfelstrudel............................... was ich nicht so hinbekomme, den sonntäglichen Braten aus einem Hähnchen, den hat meine Mutter einfach besser gekonnt. Schön langsam im Holzofen gebraten, da kann mein E-Herd nicht mithalten.
mein Mann ist überglücklich, der ist ein echter Mehlspeisenfan.
Inzwischen ist der 2. Wecktopf voller Rindssuppe fertig, wird eingeweckt, Pfannkuchen, Leberspätzle, Kaspressknödel lagern als Suppeneinlage im Gefrierschrank und öfters mal eine Griesnockerlsuppe -
so richtige Magen - und Seelenschmeichler.
Hab geplant, dass ich die ganze Fastenzeit weitesgehenst nicht zum Einkaufen gehen werde-
poison ivy

Re: alte Rezepte

#264

Beitrag von poison ivy »

hobbygaertnerin hat geschrieben:Ich finds so witzig, dass mir die Lieblingsspeisen aus meiner Kinderzeit wieder so ins Bewusstsein kommen.
Griesbrei, Reisauflauf, Dampfnudeln, Apfelstrudel...
mein Mann ist überglücklich, der ist ein echter Mehlspeisenfan.
ohje, jetzt hast ein Ungeheuer aufgeweckt, meiner Grossmutter Damfpfnudeln, mit und ohne Scherre *stoehn*
und Mutterns Apfelstrudel ...
aber seit mein Gatte diabetisch is, gibt's sehr wenig Mehlspeisen,
hab Dimge mit hohem glycaemischem Index aus dem Haus verbannt
Doris L. hat geschrieben:Reste habe ich nicht, das wird an den folgenden Tagen gegessen oder eingefroren. Mir macht es nichts aus wenn ich 3 Tage hintereinander das Gleiche habe.
Griesbrei schmeckt doch nur selbstgemacht...
dito, ich mache keine Gefangenen!
wenn's grad Saison hat, dann gibt's halt
was in Saison in der Kaelte nicht Platz hat wird als Rohmaterial getrocknet, mit gruenen Puelverchen kann frau ganz prima kochen und wuerzen
wie, gibt es fertigen Griesbrei zu kaufen?
sybille
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Re: alte Rezepte

#265

Beitrag von sybille »

65375 hat geschrieben:@sybille
Das ist wohl wahr und macht eigentlich auch viel Spaß, mehr als streng nach Vorschrift.
Aber die Kehrseite der Medaille ist doch, daß das Essen nicht schmeckt, wenn ich unglücklich bin; oder sonstwie nicht fit.
Dann würde Dir auch das beste Essen nach dem besten Rezept nicht schmecken.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Re: alte Rezepte

#266

Beitrag von hobbygaertnerin »

Jeder hat wohl auch seine bestimmten Essvorlieben. Deshalb sind ja Mac und Coca Cola so froh, dass schon die kleinen Kinder damit aufwachsen- Geschmack bildet sich doch von Kindheit an.
Und die heutige Vielfalt an Aromen, an Geschmacksstoffen usw. das prägt.
So gesehen sind wir mit unserer Suche nach alten Rezepten ein wenig aus der Zeit gefallen.
Dieses ganze vorgefertigte Zeug schmeckt so anders, meine Geschmacksnerven schreien da ganz schnell, mit uns nicht.
Hab gestern versehentlich eine noch etwas unreife Kiwi gegessen, die war ja so was von bäh.
Hab mir aber auch gedacht, es ist ja nicht nur der Geschmack, vermute auch, dass es schon einen Unterschied macht, ob ein Obst, Gemüse reif oder noch grün geerntet wird.
Scheint aber nicht mehr gross zu interessieren.
Doris L.
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Re: alte Rezepte

#267

Beitrag von Doris L. »

Bei meiner Mutter die sowieso nicht gut kochen konnte gab es sehr viel Gemüse aus Dosen, darauf steh ich nicht besonders außer eben Mais.
Wir hatten hinter dem Haus einen Kleingarten, kann mich nur selten daran erinnern das sie sich dort das Gemüse geholt hatte, ja arbeiten im Garten war ihr zuwieder. Meistens schickte sie mich einen Salat zu ernten der dann in der Schüssel mit Zucker überschüttet wurde.. Meine Mutter hatte so gut wie immer Nudeln oder Kartoffeln versalzen, Salz lehne ich bis heute ab, ich vergesse es oft. Bei mir kommen Gewürze und Kräuter hinein, viele selbst gesammelt. Giersch , Brennnessel Gänsefingerkraut, wilde Pastinaken, Knoblauchrauke, Brunnenkresse, da weiß ich nicht ob es die echte ist, kann man aber essen, Gundermann und Dost wächst hier . Hopfenblätter kann man auch zum würzen nehmen, aber ich weiß nicht recht?
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Re: alte Rezepte

#268

Beitrag von hobbygaertnerin »

Da hatte ich ja richtig Glück mit meiner Mutter, schade, dass ich ihr das nicht mehr sagen kann.
Was ich an meiner Mutter immer mehr bewundere- sie konnte aus dem Wenigen viel machen.
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si001
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Re: alte Rezepte

#269

Beitrag von si001 »

Doris L. hat geschrieben:Hopfenblätter kann man auch zum würzen nehmen, aber ich weiß nicht recht?
Was weißt du nicht? Wie es schnecken wird? Wozu es passt?
Hopfenblätter stelle ich mir - wie die Zapfen - recht herb vor. Habs aber noch nicht probiert. (Seit letztem Jahr weiß ich aber, wo Wilder Hofen wächst.)
Ich überlege gerade, wo so ein harzig, herber Geschmack, wie ihn die Zapfen haben, passen könnte. Vielleicht in die Grillfleischmarinade, statt Bier? Oder eine andere Fleischbeize?
Liebe Grüße, si001!
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Doris L.
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Re: alte Rezepte

#270

Beitrag von Doris L. »

Hopfenblätter kann man ähnlich wie Weinblätter nutzen.
Die jungen Triebe , die Stängel und die jungen Blätter kann man kleingeschnitten Gemüsegerichte zugeben oder für Gemüsefüllungen verwenden, oder für Salate. Irgendwo fand ich auch die Information das man die Blätter getrocknet als Gewürz nehmen kann.

Hopfenspargen schmeckt wirklich lecker. Ab nächsten Monat müßten sie zu finden sein. In den alten Büchern stehen einige Rezepte. Gängig ist sie in Fleischbrühe zu kochen.

Bei uns kann man nicht viel Wildkräuter sammeln, ziemlich alles ist verdreckt weil hier so viele Menschen unterwegs sind, da mag ich nicht sammeln. Im Wald wächst fast nichts an Kräutern , nur an den Wegrändern.
.Wenn ich also irgendwas finde was sich zu sammeln lohnt dann suche ich im Netz nach Information was man alles daraus machen kann. In meinen Kräuterbüchern steht nämlich nicht besonders viel. Nur das übliche für Hopfenzapfen und allenfalls noch Hopfenspargel. Übrigend hatte ich voriges Jahr nach den weiblichen Blüten ausschau gehalten und nicht gefunden. Fast täglich war ich unterwegs.

Vorhin habe ich überlegt ob man die Ahornblüten nicht nur für Sirup verwenden kann, sondern auch getrocknet für Teezusatz. Diese Blüten riechen sehr stark nach Honig. Außerdem kann man in kurzer Zeit eine große Menge Blüten ernten .
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