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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 12:27
von emil17
Oelkanne hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 10:34
Jetzt solltest auch du gemerkt haben das du deine Scheuklappen abnehmen und deine Filterblase verlassen solltest.
...während die so oft wiederholte Behauptung, in der Landwirtschaft sei alles ok, keine Filterblase ist, sondern die einzig richtige, nämlich realistische Betrachtungsweise ist?
Dann verstehe ich die Betroffenheit der Landwirtschaft, es kommen neue Regelungen und ihr habt keine Ahnung wieso.
Ich habe schon rohana gesagt dass das hier eine Diskussion um
Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft ist.
Also werden hier auch Probleme und Misstände in
Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft diskutiert.
Dass es anderswo keine gäbe, behauptet niemand.
Deshab ist der Hinweis, anderswo gäbe es auch Probleme, unnötig oder ein Ablenkungsmanöver.
Ach ja, Landwirtschaftsland wird vorwiegend deshalb überbaut, weil die Landwirte es als Bauland verkaufen. Ohne Einwilligung des Besitzers kann man nämlich nicht überbauen.
Zwar gibt es Enteignungen, aber für die Häuslebauer wird nicht enteignet und auch wer sein Land für einen Golfplatz hergibt hat das freiwillig und gegen schön viel Kohle getan.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 13:10
von Wildmohn
Oelkanne hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 10:34
Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
der KFZ-Verkehr tut sein übriges.
Jeden Tag werden 70ha landwirtschaftliche Fläche mit Beton und Asphalt versiegelt,
deiner logik nach (die LW ist schuld,je weniger LW desto besser) dürften wir bald vor lauter Insekten die Hand vor Augen nicht mehr sehen...
Jetzt solltest auch du gemerkt haben das du deine Scheuklappen abnehmen und deine Filterblase verlassen solltest.
Hier eine ganz aktuelle Studie zum Insektensterben.
Und schon wieder wird die intensive Landwirtschaft als Hauptgrund genannt...
https://www.sueddeutsche.de/wissen/inse ... -1.4662219
Wer ist hier in welcher Filterblase...?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 13:19
von Benutzer 4754 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 13:10
Oelkanne hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 10:34
Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
der KFZ-Verkehr tut sein übriges.
Jeden Tag werden 70ha landwirtschaftliche Fläche mit Beton und Asphalt versiegelt,
deiner logik nach (die LW ist schuld,je weniger LW desto besser) dürften wir bald vor lauter Insekten die Hand vor Augen nicht mehr sehen...
Jetzt solltest auch du gemerkt haben das du deine Scheuklappen abnehmen und deine Filterblase verlassen solltest.
Hier eine ganz aktuelle Studie zum Insektensterben.
Und schon wieder wird die intensive Landwirtschaft als Hauptgrund genannt...
https://www.sueddeutsche.de/wissen/inse ... -1.4662219
Wer ist hier in welcher Filterblase...?
Danke Wildmohn für den Link.
SZ hat geschrieben:Um den möglichen Ursachen auf die Spur zu kommen, stellten die Biologen einen Zusammenhang zur Landnutzungsintensität an den einzelnen Standorten her. Diese reichte von Wiesen, auf denen nur einige Tage im Jahr Schafe weideten und die ansonsten weitgehend unberührt blieben, bis zu stark bewirtschafteten Flächen, die gedüngt und mehrmals jährlich gemäht wurden oder auf denen Rinder weideten. Auch die Waldflächen wurden in drei Kategorien von wenig bis stark bewirtschaftet unterteilt.
Die Wissenschaftler konnten keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der regionalen Landnutzungsintensität feststellen.
Man hat auf der Schwäbischen Alb, in der Schorfheide (Brandenburg) und im Hainich (Thüringen) geforscht.
Dort hat es überwiegend Wald, und dort wo kein Wald ist ist (Mäh-) Weide oder Vertragsnaturschutz.
Mit dem viel kritisieren Ackerbau hat das nicht im entferntesten etwas zu tun...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 14:03
von Rohana
emil17 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 12:27
Ach ja, Landwirtschaftsland wird vorwiegend deshalb überbaut, weil die Landwirte es als Bauland verkaufen. Ohne Einwilligung des Besitzers kann man nämlich nicht überbauen.
Zwar gibt es Enteignungen, aber für die Häuslebauer wird nicht enteignet und auch wer sein Land für einen Golfplatz hergibt hat das freiwillig und gegen schön viel Kohle getan.
... und somit ist der Buhmann wieder beim Landwirt, der hat es ja verkauft. Fragt sich halt ob man blöd oder idealistisch ist Land *nicht* zu verkaufen um einen Preis den x-zig Jahre Lebensmittelproduktion auf diesem Land nicht erwirtschaften würden

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 14:42
von Benutzer 4754 gelöscht
Rohana hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 14:03
emil17 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 12:27
Ach ja, Landwirtschaftsland wird vorwiegend deshalb überbaut, weil die Landwirte es als Bauland verkaufen. Ohne Einwilligung des Besitzers kann man nämlich nicht überbauen.
Zwar gibt es Enteignungen, aber für die Häuslebauer wird nicht enteignet und auch wer sein Land für einen Golfplatz hergibt hat das freiwillig und gegen schön viel Kohle getan.
... und somit ist der Buhmann wieder beim Landwirt, der hat es ja verkauft. Fragt sich halt ob man blöd oder idealistisch ist Land *nicht* zu verkaufen
um einen Preis den x-zig Jahre Lebensmittelproduktion auf diesem Land nicht erwirtschaften würden
Das möchte ich Mal kurz mit einem Beispiel untermauern:
mein Arbeitgeber hat am Stadtrand 10ha Acker mit im Schnitt 70 Punkten für ein Industriegebiet verkauft:
8€/m²
Von dem Geld hat er im "Hinterland" (auf der anderen Seite des Betriebes) 25 ha mit etwa 90 Punkten gekauft.
Hättest du das als Unternehmer nicht auch so getan?
Pro Hektar macht das eine Differenz von 50.000€,
um das durch Lebensmittelproduktion zu erwirtschaften muss man dieses eine Hektar etwa 170 Jahre lang beackern....
Warum darf in deinen Augen ein Landwirt nicht wirtschaftlich handeln?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 14:44
von Benutzer 72 gelöscht
@Rohana: nur ein bisschen seltsam, wenn man dann "den anderen" quasi die Schuld gibt, dass Land verbaut wird.
egal - danke, emil für das Wort "Ablenkungsmanöver"!
das trifft es perfekt, für mich ist das die Antwort auf fast alles hier.....
@Oelkanne: weil er dann halt kein Landwirt mehr ist, sondern "Landspekulant"
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 14:53
von Benutzer 4754 gelöscht
ina maka hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 14:44
@Rohana: nur ein bisschen seltsam, wenn man dann "den anderen" quasi die Schuld gibt, dass Land verbaut wird.
Es hat keiner irgend einen Schuldigen benannt. Ich habe nur die Tatsache genannt das jeden Tag 70ha bebaut werden.
mehr nicht.
Auch das Haus in dem Du wohnst steht auf Fläche die man zur Produktion von Lebensmitteln verwenden könnte.
Auch dein Mann der auf dem Bau arbeitet ist nicht schuldig,
ob wohl er aktiv an der Versiegelung mitwirkt.
egal - danke, emil für das Wort "Ablenkungsmanöver"!
das trifft es perfekt, für mich ist das die Antwort auf fast alles hier.....
@Oelkanne: weil er dann halt kein Landwirt mehr ist, sondern "Landspekulant"
das erklärst du mir Mal bitte. warum darf ein Landwirt keine Fläche kaufen/verkaufen???Kaufst Du dein Auto auch beim Autospekulant (aka Autohaus oder Gebrauchtwagenhändler), den Strom mit dem du diesen Text erstellt hast beim Stromspekulant und dein Laptop/PC beim Hardwarespekulant?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 14:55
von Akopalüze
Also wenn Emil nicht Betriebsleiter werden möchte könnte ich das ja vielleicht übernehmen.
Was läuft denn falsch in deinem Betrieb, Ölkanne?
Warum sucht ihr einen neuen Betriebsleiter?
Kannst mir ja mal ein paar Daten und Fakten zukommen lassen per PN, und ich schaue mal ob man da noch was retten kann.
MIttelfristig würde ich unseren Betrieb dann aber schon auf eine naturverträgliche Betriebsweise umstellen, das ist hoffentlich klar.
Schon allein der Gesundheit meiner Angestellten zuliebe.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 15:04
von Rohana
Niemand hat von Ölkannes Betrieb gesprochen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 31. Okt 2019, 15:07
von Benutzer 4754 gelöscht
Akopalüze hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 14:55
Also wenn Emil nicht Betriebsleiter werden möchte könnte ich das ja vielleicht übernehmen.
Was läuft denn falsch in deinem Betrieb, Ölkanne?
Warum sucht ihr einen neuen Betriebsleiter?
Kannst mir ja mal ein paar Daten und Fakten zukommen lassen per PN, und ich schaue mal ob man da noch was retten kann.
MIttelfristig würde ich unseren Betrieb dann aber schon auf eine naturverträgliche Betriebsweise umstellen, das ist hoffentlich klar.
Schon allein der Gesundheit meiner Angestellten zuliebe.
Mein Arbeitgeber sucht nicht
mein Chef ist 55, der macht das noch 10 Jahre.
Bisher lief der Betrieb seit 30 Jahren erfolgreich,
das wird er hoffentlich auch in Zukunft tun.
Grundsätzlich falsch lief in meinen Augen wenig,
vor 1,5 Jahren kam eine neue Spritze
da hätte ich persönlich ein anderes Modell und eine andere Ausstattung gekauft.
Da ich aber nicht Chef bin habe ich das nicht zu entscheiden
und bis in 10 Jahren ist die jetzt neue auch alt und verschlissen
dann gibt es eh eine neue.
Aber solche Sachen sind Kleinigkeiten.