Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2551

Beitrag von Rohana »

Du bestätigst ja meine Aussage: Damit der Pilz etwas zur Verfügung stellen kann, muss es da sein, egal was. Wenn die Pilze ein sonst nicht verfügbares P der Pflanze bereitstellen können, ist das natürlich klasse, weil es hilft die vorhandenen (!) Nährstoffe besser zu nutzen. Da hinkommen müssen sie trotzdem.
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Sonne
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2552

Beitrag von Sonne »

Ich habe keine Meinung dazu, weil ich da nicht auskenne. Aber ich finde es interessant. Allein schon die Zusammenhänge.

Und, bei dem Artikel ist mir eingefallen, ich habe das schon als für den Kleingartenbereich schon mal so ähnlich irgendwo gelesen. Dort konnte man das Pilzmyzel kaufen. Damals habe ich mir aber nur gedacht, man kann ja nicht alles ausprobieren. Und dann diese Seite leider nicht abgespeichert.

Aber wenn man googelt kommt da viel mit sowas wie dem hier:

https://www.mein-schoener-garten.de/gar ... ilze-12091

Findet ihr das nachvollziehbar?
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2553

Beitrag von Rohana »

Man kann aus allem ein Geschäft machen. Die meisten Pilze sind eh nicht sichtbar :)
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2554

Beitrag von emil17 »

Der Artiel ist inhaltlich korrekt. Statt ein Granulat zu kaufen, kann man auch ein paar Handvoll guter Gardenerde ausstreuen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Benutzer 1612 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2555

Beitrag von Benutzer 1612 gelöscht »

"Die Milch macht's nicht mehr"
https://www.brandeins.de/magazine/brand ... nicht-mehr

Dieser Artikel enthält eigentlich wenig Neues (für mich), fasst aber die Situation deutscher Landwirte HEUTE sehr anschaulich zusammen; mitsamt der Dilemmata. Das Bio-Thema wird ausgespart, was schade ist.
Benutzer 1612 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2556

Beitrag von Benutzer 1612 gelöscht »

Und hier noch was zu "Weidemilch". Ist das eigentlich das Gleiche wie Heumilch?!
https://www.verbraucherzentrale.de/wiss ... nnen-35574
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2557

Beitrag von emil17 »

Angenehm zu lesen.
Was leider nicht steht: was gefüttert wird und woher das Futter kommt, um die Milchleistung von 10 Kubikmetern pro Tier und Jahr zu halten.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2558

Beitrag von Rohana »

Stadtgärtner hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 19:21 Und hier noch was zu "Weidemilch". Ist das eigentlich das Gleiche wie Heumilch?!
https://www.verbraucherzentrale.de/wiss ... nnen-35574
Nein. Weidemilch sagt nur etwas über Weidegang aus, nicht über die Art der Stallfütterung (denn im Stall muss es ja auch Futter geben...).
emil17 hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 19:27 Was leider nicht steht: was gefüttert wird und woher das Futter kommt, um die Milchleistung von 10 Kubikmetern pro Tier und Jahr zu halten.
10 Kubikmeter hört sich so viel an, 10.000l pro Laktation allerdings nicht. Wir haben (mit Fleckvieh) momentan einen Stalldurchschnitt von knapp 9800l. Grassilage, Maissilage, Getreide aus eigenem Anbau, Mineral- und Eiweissergänzungsfutter vom Handel (Hauptbestandteile Raps-, Lein-, Sonnenblumenextrationsschrot, ohne Soja, Herkunft EU).
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2559

Beitrag von Rati »

Hi Sonne
Sonne hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 14:37 Ich habe keine Meinung dazu, weil ich da nicht auskenne. Aber ich finde es interessant. Allein schon die Zusammenhänge...

.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/mykorrhiza-pilze-12091

Findet ihr das nachvollziehbar?
jo, das ist nachvollziehbar und nicht nur das, es ist eine dieser phantastischen Beispiele für die wunderbare Spezienübergreifende Koexistens in unserer Natur. Und wie viele dieser genialen Großsysteme noch immer oft unterschätzt. Allerdings hat emil auch recht.:
emil17 hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 18:38 . Statt ein Granulat zu kaufen, kann man auch ein paar Handvoll guter Gardenerde ausstreuen.
das ist wie mit Probiotic im Jogurt. Besser ist es die Grundlagen zur Verfügung zu stellen damit die Mikros sich von selber wieder ansiedeln und ausbreiten können in all iher Vielfalt.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2560

Beitrag von emil17 »

Antowort auf Manfreds Beitrag im Zitat des tages zur Stimmung in der Landwirtschaft, wo es eher nicht hingehört, deshalb hier:
Was Sicherheit der Grundversorgung angeht, so wäre das damit in Einklang zu bringen, dass rund ein Drittel der deutschen Agrarproduktion exportiert wird.
Gleichzeitig besteht ein Importüberhang.
Daraus kann man den Schluss ziehen, dass die Konsumenten viele Nahrungsmittel konsumieren, die in D nicht angebaut werden - entweder aus klimatischen oder aus Kostengründen.

Das alles wäre kein Problem, wenn man die Grundversorgung wenigstens im europäischen und nicht nur im nationalen Masstab betrachten würde. Bei der derzeitigen engen wirtschaftlichen Verflechtung der EU-Staaten (die im Gegensatz zu nationalem Denken bisher Kriege tatsächlich verhindert hat) ist der Nationalstaat im traditionellen Autarkiesinn schlicht überholt.
Ich halte das für einen Fortschritt -wer anderer Meinung ist, beschäftige sich mit europäischer Geschichte des 20. Jahrhunderts.
In dieser Situation ist "Grundversicherung" Geldverschwendung.

Damit stellt sich aber die Landwirtschaft in einem weiteren Merkmal anderem Gewerbe gleich. Man könnte jetzt auf die Idee kommen, die Mär der Nahrungsmittelgrundversicherung sei hauptsächlich zur Rechtfertigung der Subventionen gedacht.

Was die Stimmung der Landwirtschaft angeht: Der verlinkte Artikel in brandeins ist vom Stil her auch Leuten aus einer anderen politischen Ecke als der konservativ-ländlichen zumutbar.
Manfred hat geschrieben:Die Situation der Bauern heute bringt Keckl deutlich besser auf den Punkt.
Wer sich lieber auf Leute wie Keckl als Botschafter stützt (Grundton: alle die das anders sehen haben keine Ahnung oder schützen ihre eigenen parasitischen Pöstchen), der wird nur bei denen Zustimmung bekommen die es eh schon immer gewusst haben. Diejenigen, auf die es ankommt, nämlich die Konsumenten, die andere Lebensinhalte als Landwirtschaft haben, wenden sich schon des Stils wegen eher angewidert ab.
Quält man sich trotzdem mit dem Inhalt ab, wird es argumentativ noch schlimmer. Bei jeder Gelegenheit wird nach ein paar einleitenden Sätzen immer den gleichen Leuten ans Bein gepisst: Man hat den Sündenbock und das Rezept. Bei Keckl sind es immer die bösen Grünen und die charakterlose Verwaltung, die um ihre Pöstchen zu sichern Umweltprobleme herbeiredet, und die Mehrheit der Leute geht denen aus Unwissenheit auf den Leim.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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