Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
Rati
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#251

Beitrag von Rati »

nobunny is perfect. :mrgreen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Rallymann
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#252

Beitrag von Rallymann »

emil17 hat geschrieben:Ich meine, wenn man die Zeit statt mit Waffenausbildung damit verbringt, alles zu tun, damit es gar nicht erst soweit kommt, wäre diese Zeit wesentlich besser eingesetzt. Das sollte man tun, bevor die Kacke am dampfen ist.
Sicherlich der richtige Ansatz.
Blöd ist halt, dass Gadafi, Aiatola, Hussein und Konsorten andere Pläne haben.
Wenn irgendwelche Emporkömminge Terrorregime gründen wäre es ausgesprochen blöd, wenn wir hier Frieden schaffen ohne Waffen spielen würden. Zumindest verlierst du dann das Spiel, wenn sich dein Gegenüber nicht an die Spielregeln hält.

Ich bin bestimmt nicht von der gewaltbereiten Sorte, will aber jemand mein Eigentum oder mir und meiner Familie schaden, so muss er halt durch mich durch. Nicht mehr und nicht weniger.

Sicher ist die soziale und gemeinsame Komponente die bessere, nur gibt es immer Leute, die eben nicht dazu gehören und sich mit dem Eigentum anderer versorgen. Und da habe ich mich eben entschieden, nicht die Opferrolle zu übernehmen.
Gewaltbereitschaft und Bewaffnung bedeutet auch Verteidigung und nicht gleich Angriff.

Stell dir mal vor, deinen Liebsten fehlt es an Nahrung oder Medikamenten und du weist, dass ich das habe.
Du würdest versuchen es von mir zu bekommen (oder etwa nicht?) Jetzt kann ich dir nichts geben, weil ich es selber brauche, würdest du nicht versuchen mit Gewalt das zu nehmen, was deine Liebsten zum überleben brauchen??
Also kommst du mit nem Knüppel wieder und das einzige was dich aufhalten kann ist das geladene Gewehr in meinen Händen.
Hier gehts dann darum wer seine Familie schützen kann und wer nicht.
Benutzer 146 gelöscht

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#253

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

@Rallymann:
und was machst Du, wenn nicht ein Einzelner, sondern eine Gruppe von gut ausgerüsteten Leuten kommt und Dich vor die Wahl stellt, Deine Vorräte freiwillig raus zu geben, oder lieber gleich zu sterben?
Wie man schon heute überall sehen/hören kann, etabliert sich Gewaltbereitschaft meistens zuerst in Gruppen. Da siehst Du als Einzelkämpfer i.d.R. alt aus, mit Waffe oder ohne... ;)
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Rallymann
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#254

Beitrag von Rallymann »

Wer sagt das ich alleine bin :holy:
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Rallymann
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#255

Beitrag von Rallymann »

Es gibt doch da den Spruch: Wer kämpft kann verlieren und wer nicht kämpft hat schon verloren (oder so)
Ich denke, dass man ohne Waffen schneller stirbt als mit.

Aber darüber kann man lange nachdenken und diskutieren. Das ist das berühmte was wäre wenn Spiel, dass schonmal auftaucht und als Kopfkino beginnt.
Walking Death habe ich auch gesehen ( kann Freitag abend wenn ich von Tour komme nicht schlafen) und bei solchen Szenarien denkt man schonmal, was wäre wenn. Was würde man tun usw.
Zumindest mir geht das schonmal so. Und Filme, wo man das Spielchen spielen kann gibts genug.
Ausser wenn Blondchen im Horrorhaus über die toten Freunde steigt, um im Keller alleine nachzusehen woher das Geräusch kommt :bang:
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Renysol
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#256

Beitrag von Renysol »

Harvard-Studie: Nicht Gewehre töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen.

"Wo es die höchste Dichte an Feuerwaffen gibt, ist die Kriminalität am niedrigsten, und wo es die niedrigste Dichte an Feuerwaffen gibt, ist die Kriminalität am höchsten"

Da ich trotz hohem Alter noch lernfähig bin, hat diese Studie zu einer Revision meiner vorher ablehnenden Haltung zu Schießwaffen geführt.

Aus der Studie nur ein Vergleich zweier Länder:

In Russland gibt es auf 100.000 Einwohner 4.000 Schusswaffen und 20 Morde
In Deutschland gibt es auf 100.000 Einwohner 30.000 Schusswaffen und 0,9 Morde

http://de.scribd.com/doc/164848605/Vol3 ... useronline

Die Gewalt entsteht im Kopf, und nicht weil man eine Waffe zur Verfügung hat.

Und dieser Rentner hat definitiv Leben gerettet, weil er eine Knarre in der Hosentasche hatte:

http://www.youtube.com/watch?v=i1mNaSZyht8
bioke

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#257

Beitrag von bioke »

Das Video zeigt ganz deutlich wie man es nicht machen sollte. Hätte bei den beiden Räubern nicht der Fluchtreflex überhand genommen, hätte es sehr leicht wegen der Waffe des Rentners Tote geben können. Ängstliche Hunde beißen, bedrohte Menschen schießen. Hätte er sie einfach ihren Raub durchziehen lassen wäre mit viel höherer Wahrscheinlichkeit niemand zu einem Schaden gekommen. Er hat also nicht Menschenleben gerettet sondern die Menschen dort gefährdet. Ich wäre ihm für sein Vorgehen nicht dankbar, sondern extrem sauer.
Deswegen sollte man sich von dem Gedanken befreien, eine Waffe allein würde einem schon Sicherheit bringen. Dazu gehört eine ganze Menge Training (nicht mit der Waffe sondern im Umgang mit derselben mit anderen Personen). Ohne sicheres Auftreten und ohne die Fähigkeit die Waffe in der Tasche zu lassen wenn die Situation es nicht unbedingt erfordert schafft eine Waffe eher Gefahr für alle beteiligten. Ein normales Deskalationstraining sollte immer als erstes absolviert werden, das entschärft schon 90% der Situationen. Danach kann man immer noch über die Anschaffung einer Waffe nachdenken.
Aber gut, das muß jeder wohl selbst entscheiden.
Ich kann aber uneingeschränkt zustimmen, daß das Verbot von Schusswaffen nicht der Königsweg zu einer geringen Kapitalverbrechensrate ist. Viele Staaten auf diesem Planeten haben ein sehr hohe Schusswaffenquote und eine sehr geringe Mordrate. In Bowling for Columbine tritt Michael Moore mit der These der bösen Schusswaffen an, zeigt aber während des Films seinen eigenen Lernprozess auf das nicht Waffen töten sondern Menschen töten aus Angst vor anderen Menschen. Da wo die Menschen gelernt haben mit ihren Ängsten umzugehen töten sie sich trotz hoher Waffenrate und auch trotz hoher übrigen Verbrechensrate nicht. Wer ruhig bleibt, denken kann und Alternativen sieht tötet selten und wird selten getötet.
Demgegenüber stehen eben solche Dinge wie die, daß Polizisten mit sehr hohem Abstand die Berufsgruppe mit der höchsten Mordrate in diesem Land sind. Scheint also nicht ganz einfach zu sein.
Ich habe jedenfalls für mich entschieden ohne mentales Training keine Waffe in Besitz zu nehmen. Ich möchte nicht ein bloß sekundenlanges Versagen meiner Nerven mit dem Leben eines Menschen bezahlen. War auch sehr lange Kodex in einigen Verbrecherkreisen (z.B. England), ist also nicht von der Hand zu weisen.
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Rallymann
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#258

Beitrag von Rallymann »

Auch Räuber gehen den Weg des geringsten Wiederstandes. Zumindest in diesem Laden kommen die nicht wieder.

Was denkst du, wie hoch in Deutschland die Überfallrate auf Tankstellen ist?
Und wie hoch sie wohl wäre, wenn der Pächter legal von der Waffe gebrauch machen dürfte.
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ahora
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#259

Beitrag von ahora »

Mich würde es interessieren, wie es in den USA aussieht - Quote Waffenbesitz zu Morden.

Ich denke, dass die Zahl der Morde nicht nur vom Waffenbesitz abhängt, sondern auch von auch von der sozialen Lage der Bürger eines Landes.
bioke

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#260

Beitrag von bioke »

Ich wollte eigentlich keine Diskussion lostreten. Ich bin halt der Meinung, daß ein Krimineller nicht aus Motiven handelt die meinen Motiven entsprechen. Die meisten Kriminellen, die ich kennen gelernt habe, hatten eine extrem geringe Bildung und ein sehr eingeschränktes Abstraktionsvermögen.
Sie wären niemals in der Lage außerhalb eines stabilen sozialen Umfeldes in unserer Gesellschaft eine funktionierende Vorgehensweise zu entwickeln um sich die Dinge leisten zu können die ihnen die Gesellschaft als erstrebenswert vorgibt. Sprich, sie denken erheblich zu kurz.
Wer in diesem land eine Bank überfällt ist mit hoher Wahrscheinlichkeit debil oder geisteskrank. Die Erfolgsquote ist einfach zu gering.
Außerdem rechne ich schlichtweg ein Menschenleben als zu wertvoll um es wegen der geringen Beute zu riskieren. Wenn die beiden 10000€ erbeuten ist das ein Witz im Vergleich zu einem Menschanleben (oder mehreren). Nach meiner Meinung sollte man solche Menschen gewähren lassen und sie später mit einem dafür ausgebildetem Team einkassieren. Der Einsatz einer Waffe vor Ort ist einfach nicht zu rechtfertigen. Die Kosten/Nutzen Rechnung stimmt einfach nicht. Praktisch alle Fachkundige raten dringend von Intervention ab und bitten darum die Täter in sicherem Abstand zu verfolgen. Macht nicht ganz soviel Spaß, ist aber effektiver.
Und das die Überfallrate auf Tankstellen mit der Legalität des Waffengebrauchs des Pächters einen Zusammenhang hat, wage ich zu bezweifeln. Dafür sind diese Räuber schlichtweg zu dumm. Sie sind nicht in der Lage solche Dinge einzuschätzen, sondern leben mit realitätsfernen Erfolgsaussichten. Die realen Erfolgsaussichten zu verringern hat deswegen kaum einen Effekt. Ein großes Plakat an der Tür mit der Aufklärungsquote solcher Überfälle und dem Schnitt von 3 Jahren Knast pro Verübtem Überfall dürfte erheblich mehr zu erreichen sein. Evtl verschreckt das aber andere Kunden, ich weiß nicht warum das nicht gemacht wird.

Aber zurück zum Thema, eigentlich habe ich hier aus anderen Gründen in den Thread geschaut. Ich habe mit meinem schwerbehindertem Chef mal durchgedacht was für Szenarien eigentlich vorsorgewert wären. Da er einer der ersten ist der sterben muß (Tetraplegiker c4) ist eine längeres Szenario für ihn uninteressant, da es keine sinnvolle Vorsorge für ihn gibt. Aber der übliche Kram im Zeitraum einige Tage bis Wochen hat mir ganz schön zu denken gegeben. Das fängt mit einfachen Versorgunsengpässen, Brand, Evakuierung, knapp vermiedene Wirtschaftscrashs an bis eben zu zweiwöchigem Ausfall der Infrastruktur mit Wasser, Strom, Gas, allgemeine Versorgung und Ordnung.
Irgendwie habe ich immer zu lang gedacht und für eine ganz erhebliche Anzahl von Ereignissen keine Vorsorge. Einen Fluchtrucksack besitze ich nicht, nur einige Kopien von wichtigen Dokumenten. Für einen Brand in unserer Wintermietswohnung im dritten Stock nur Feuermelder und Atemschutzmasken. Ich bin mir absolut sicher, daß meine Frau sie nicht unter Streß im dunklen anlegen könnte.
Zwar habe ich mal einen Vorrat von 200 Liter Wasser in Plastikflaschen und einiges an Konserven die wir sowiso kaufen und verbrauchen und kalt verzehrt werden können eingelagert.(200liter Sojamilch, 50kg Pumpernickel in Dosen, 200 Fischkonserven und einigen Kleinkram.) Aber irgendwie erschien mir die Vielfältigkeit der möglichen Szenarien schon bedenklich. Mein Chef hat eine 10kW Anlage auf dem Dach, aber die erzeugt ohne Netzstrom nichts. Er hat aber keine Beleuchtungsmöglichkeit im Haus. Ich selbst habe im Garten Petroleumlampen und ca 30 Liter Petroleum. Aber in der Stadtwohnung sieht es schlecht aus. Ich habe zwar immer einen Karton Batterien Vorrätig, ca 20 von jeder Sorte, aber die dürften sehr schnell hin sein. Immerhin habe ich den batteriebetrieben Weltempfänger noch, was es auch nützt, aber irgendwie alles nur Stückwerk.
Wie steht ihr zu einem Szenario bis zu zwei Wochen? Habt ihr da vorgesorgt?
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