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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 20:06
von strega
in bella Italia bzw. Sardegna, aber Li.l und co gibts ja landesweit inzwischen....
gibts in den meisten Discountern Käse aus der Schweiz oder deutschen Emmentaler oder Gouda
komischerweise ist der oft billiger als sardischer Pecorino derselben Gewichtsklasse......
wer will da wen kaputtmachen?
klar, sardische Schafzüchter kommen nicht an gegen Massentierhaltung
auch wenn der Milchpreis hier fast gleich geblieben ist seit 30 Jahren.....
gut, so Glump kauf ich nicht, ich kauf beim Hirten, aber es gibt halt ne Menge Leut die nur auf den Preis schauen
damit sie sich dann neben dem Käs auch noch saichsüsse K.inder-Merenda und Chips und bunte Getränke leisten können, denn bestes sardisches Quellwasser is ja was für alte Leut

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 20:15
von emil17
Schweizer Käse wird oder wurde exportgestützt, d.h. in Basel konnte man früher erleben, dass es billiger war, rasch über die Grenze zu fahren, um einheimischen Käse einzuholen ...
Pecorino ist Schafkäse, der ist logischerweise teurer.
ich würde, obwohl (fast) in der Wolle gefärbter Schweizer, nie auf die Idee kommen, in Sardinien "Emmentaler" kaufen zu wollen ...
Es soll ja Leute geben, die fahren ne Woche nach Malle und ärgern sich, dass dort das Sauerkraut nicht so ist wie zu Hause.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 20:15
von Benutzer 4754 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben: Do 24. Okt 2019, 19:02
Ich konsumiere momentan Biomilch die das Versprechen liefert, ohne antibiotikabehandelter Milchkühe produziert worden zu sein... ein Aspekt in der Tierhaltung, der leider oft vergessen wird. Wenn Lebensmittel zum Gefahrgut mutieren, macht das Essen und Trinken irgendwie nicht mehr so richtig Spass...
Das Quittiert die Kuh dann meist mit Euterentzündung und die Zellzahl der Milch wird im die Höhe schnellen.
Davon bekommst du aber nichts mit.
Bis zu 400.000 Zellen dürfen in einem Milliliter Milch enthalten sein,
bereits ab 150.000 Zellen/ml gibt es Eutergesundheitsprobleme.
Vor Antibiotika in der Milch brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Milch muss Hemmstofffrei sein.
Sind auch nur winzige Spuren Antibiotika in der Milch muss der Landwirt von dem das Antibiotika stammt der Molkerei allen entstanden Schaden ersetzen.
Da sind schnell mehrere 10.000€ beisammen...
Antibiotikarückstände würden eine Produktion von Käse, Joghurt, Quark etc unmöglich machen,
und da auch Trinkmilchwerke nicht nur Trinkmilch produzieren wird generelle Antibiotikafreiheit gefordert.
Und geliefert!
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 20:18
von emil17
Wenn eine Kuh ohne Antibiotika "meistens" Euterprobleme bekommt, stimmt was an der Haltung grundsätzlich nicht.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 20:36
von Rohana
Wildmohn hat geschrieben: Do 24. Okt 2019, 19:02
Wenn wir in MV sind, kaufen wir oft Rohmilch direkt vom Bauern. Der produziert zwar nicht ökologisch und vorsichtshalber koche ich die Milch ab, aber trotzdem: der Geschmack dieser Mich ist unvergleichlich zur ansonsten normal gekauften (Bio-)Milch, da kommt einfach keine Milch ran.
Tütenmilch ist standardisiert, eine direkt-ab-Tank-Milch hat ganz andere Inhaltsstoffe - das merkt man auch am Geschmack, sogar wenn abgekocht. Abkochen musst du auch nicht unbedingt, es sei denn es trinken immunschwache Personen davon.
Ich konsumiere momentan Biomilch die das Versprechen liefert, ohne antibiotikabehandelter Milchkühe produziert worden zu sein... ein Aspekt in der Tierhaltung, der leider oft vergessen wird. Wenn Lebensmittel zum Gefahrgut mutieren, macht das Essen und Trinken irgendwie nicht mehr so richtig Spass...
Da übertreibst du schon ein bisschen. Was macht der Betrieb eigentlich bei Lungenentzündung oder schwerer Mastitis? Gleich einschläfern?
Bevor Milch behandelter Kühe für den Verzehr wieder freigegeben wird, erfolgt idR eine Hemmstoffprobe. Sprich, so oder so hast du keine Antibiotika in der Milch.
Nein, eine Kuh muss keine Euterprobleme bekommen *weil* sie nicht AB-behandelt wird. Euterentzündungen haben einige Faktoren: Umgebungs/Liegeplatzhygiene, Melkvorgang und Melkhygiene, physische Beschaffenheit der Zitzen, genetische Disposition, aktuelles Allgemeinbefinden/Immunsystem. Aber auch bei bester Vorsorge kann man nicht garantieren dass es bei einem Tier nie eine Euterentzündung geben wird und wenn sie da ist, muss man behandeln, ggf. auch mit Antibiotika. Alles andere wäre nicht tierschutzkonform!
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 21:32
von Rohana
Noch eine andere, ganz positive Meldung: Bald gibts ein "Tinder" für Land- und Stadtmenschen (und alle dazwischen). Finde ich klasse!
https://deichdeern.com/2019/10/09/ich-m ... ekt-wurde/
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 22:22
von Tom Schäferle
Woher kommt eigentlich dieses sich hartnäckig haltende Gerücht, dass alle konventionellen Landwirte alle ihre Tiere mit Antibiotika sättigen?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 22:23
von emil17
Ich musste erst nachgucken was "Tinder" ist - offenbar wird sowas inzwischen als bekannt vorausgesetzt.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 22:28
von Benutzer 4754 gelöscht
Tom Schäferle hat geschrieben: Do 24. Okt 2019, 22:22
Woher kommt eigentlich dieses sich hartnäckig haltende Gerücht, dass alle konventionellen Landwirte alle ihre Tiere mit Antibiotika sättigen?
BUND
PETA
"Umweltinstitut"
Tierschutzbund
usw
Also von Leuten die meist keine Sachkenntnis haben und deren Geschäftsmodell auf dem Schüren von Ängsten beruht.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 24. Okt 2019, 22:39
von woidler
nachfolgend ein Link zu den Regeln von Bioland zur Anwendung von Tierarzneimittel :
https://m.bioland.de/fileadmin/dateien/ ... nwendg.pdf
Aus den Bioland Regeln sieht man , was in der Veterinärapotheke sonst noch so drin ist.
Und bezüglich des im Beitrag 2506 erwähnten Gerüchts ist anzumerken, daß durchaus Fälle bekannt wurden, bei denen Tierarzneimittel
nicht nur bei entsprechender Dignose des Einzeltieres angewandt wurden, sondern prophylaktisch beim Gesamtbestand , Stichwort
"Autobahntierärzte".
In den Tränkeanlagen von Geflügelställen gibt es ganz legal Dosiereinrichtungen zur Gabe von Medikamenten über das Trinkwasser für
den gesamten Bestand.
woidler