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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 10. Okt 2019, 16:16
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben: Do 10. Okt 2019, 15:45Naja wenn ich keinen Pflanzenschutz an meinen Rebstöcken mache habe ich halt gar nix... dann fressen nämlich die Rehe alles ab, bzw die Rehe das grün, die Vögel eventuelle Trauben... . Auch ein Hasengitterdraht ist Pflanzenschutz :mrgreen:
Es ging um Kupfer :roll: :mama:

Wenn das so ist.... Unser Wein befindet sich auf einem eingezäunten Grundstück - ist das Pflanzenschutz?
Hach, wir werden sehen! Der obere ist nicht eigezäunt, befindet sich aber dafür im Dorf, zwischen bewohnten Häusern - sind die spielenden Katzen/Hunde/Kinder auch Pflanzenschutz?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 10. Okt 2019, 16:43
von Manfred
woidler hat geschrieben: Mi 9. Okt 2019, 22:38 Ich erlaub mir mal den Hinweis, daß die vorher erwähnte Seite "Öko-Landbau" ein Projekt der Bundesregierung ist.
Dann sollte man aber der Ehrlichkeit halber dazu schreiben, dass das Bundesumweltministerium und die unterstellten Ämter faktisch von Herrn Flasbarth geleitet werden, egal welche Ministerin gerade seine Vorlagen abließt.
Das ist ungefähr so, als ob man Herrn Rukwied das Landwirtschafsministerium, Herrn Lang das Wirtschaftsministerium und Herrn Kim das Entwicklungshilfeministerium überlassen würde. Nur dass es in diesem Fall die Presse offenbar nicht interessiert.
Damit stelle ich von meiner Seite die Diskussion in diesem Thread ein.
Leider lass ich mich immer noch manchmal triggern, durch die vielen Falschinformationen, die hier verbreitet werden.
Aber meine Zeit ist letztlich besser investiert, wenn ich an Lösungen arbeite.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 10. Okt 2019, 18:35
von Wildmohn
Manfred hat geschrieben: Do 10. Okt 2019, 16:43 Damit stelle ich von meiner Seite die Diskussion in diesem Thread ein.
Leider lass ich mich immer noch manchmal triggern, durch die vielen Falschinformationen, die hier verbreitet werden.
Aber meine Zeit ist letztlich besser investiert, wenn ich an Lösungen arbeite.
Na denn man tau! :)
Und viel Erfolg bei der Lösung dieser kniffeligen Probleme...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 10. Okt 2019, 19:54
von emil17
Manfred hat geschrieben: Do 10. Okt 2019, 16:43... durch die vielen Falschinformationen, die hier verbreitet werden.
... und schon wieder eine:
Manfred hat geschrieben: Do 10. Okt 2019, 16:43 ... dass das Bundesumweltministerium und die unterstellten Ämter faktisch von Herrn Flasbarth geleitet werden, egal welche Ministerin gerade seine Vorlagen abliest.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Okt 2019, 18:49
von Wildmohn
Jetzt gibt es bundesweite Proteste von Bauern, denen es gegen den Strich geht, dass Insekten- und Grundwasserschutz eine erhöhte Relevanz und Präferenz erlangen sollen. Diese Einschränkungen und Reglementierungen im Sinne des Naturschutzes scheinen viele Bauern nicht zu mögen, da eine geänderte Produktionsrichtlinie angeblich direkt in den Ruin führt...
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -99-384324
Wurde hier ja schon rauf und runter diskutiert, frage mich halt nur, was das Ziel dieser Proteste sein soll:
Gülle bis zum Abwinken auf die Felder und Glyphosat all you can spritz?...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Okt 2019, 18:59
von Rohana
So'n Quatsch. Mach dich halt mal schlau worum es wirklich geht - eine *weitere* Verschärfung des Düngerechts ist EIN Punkt von vielen.
Vor allem geht es darum, dass hier bei uns die Daumenschrauben so weit angezogen werden dass weitere 50% der Betriebe aufgeben müssen, während mit neuen Freihandelsabkommen fröhlich NOCH MEHR Zeug vom Arsch der Welt ohne jegliche Rücksicht auf die dortigen Produktionsbedingungen IMPORTIERT wird.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Okt 2019, 19:19
von sybille
https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-348020.html
Warum muss der Landwirt noch mehr Subventionen einfordern statt einen gerechten Preis für seine Produkte zu bekommen?
Wären die Lebensmittel teurer würde weniger weggeworfen. Trump hin oder her aber irgendwo hat er Recht mit seiner Einfuhrsteuer.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Okt 2019, 20:57
von Benutzer 1612 gelöscht
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4650937

Diese Kommentare sind erstaunlich ausgewogen und klug!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 23. Okt 2019, 08:07
von emil17
Manche dieser Kommentare zeigen doch, dass ich mit meiner Meinung dazu offenbar doch nicht allein bin.

Ich denke, dass ein gut Teil des Problems der verfehlten Agrarpolitik zu verdanken ist. Der grösste Teil der Beiträge wirt bezogen auf Fläche ausbezahlt und nicht bezüglich auf Qualität der erzeugten Produkte. Das schafft schon mal falsche Anreize.
Das verärgert die umweltbewussten Konsumenten, die es tatsächlich gibt und die immer mehr werden. Vielleicht könnte der Bauernverband mal positiv auf dieses Segment zugehen und nicht immer nur behaupten, alles wäre gut, wenn nicht gewisse Ideologen immer wieder das Gegenteil behaupten würden?
Aber nee, die mauern sofort, wenn man darüber auch nur diskutieren will.
Wenn man hochwertige Lebensmittel zu vernünftigen Preisen bekäme, weil die Differenz zu Billigware subventioniert würde statt die bewirtschaftete Fläche, würden mehr Konsumenten das kaufen und merken, dass es da nicht nur beim Preis Unterschiede gibt, für die Umwelt wäre es besser und die Bauern, die sich diesbezüglich Mühe geben, hätten ihr Auskommen.

Ansonsten muss, wer Geld von anderen nimmt, sich halt gefallen lassen, dass der andere mitreden will.
Über neue Vorschriften freut sich in keinem Gewerbe jemand - aber könnte es sein, dass doch mehr dahinter ist als bloss eine behauptete Zwängerei der Umweltbehörden, wenn es wegen Pestiziden und Überdüngung nie keine Ruhe nicht gibt?

Weils grad passt:
Wieder mal ein Bienensterben wegen illegaler Pflanzenschutzmittel:
Was an dem Bericht sauer aufstösst, ist hier, dass offenbar niemand haftet, weil der Hersteller eine Firma ist, die man juristisch nicht belangen kann. Die zuständige Landwirtschaftsbehörde wird das eröffnete Verfahren mit einer lustlosen Motivation weitertreiben, bis sich keiner mehr dafür interessiert.
Ansonsten hat niemand etwas falsch gemacht, trotzdem ist es passiert.
Der Bauer hat nichts getan, was unzulässig wäre.
Die landi (da kaufe ich oft ein, die haben brauchbares Werkzeug und anderes mehr), hat vermutlich das gemacht, was alle anderen auch machen: wegen dem harten Konkurrenzkampf den billigsten Anbieter eines Produktes berücksichtigt.
Also kann keiner etwas dafür.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 23. Okt 2019, 08:20
von Rohana
emil17 hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 08:07 Ich denke, dass ein gut Teil des Problems der verfehlten Agrarpolitik zu verdanken ist. Der grösste Teil der Beiträge wirt bezogen auf Fläche ausbezahlt und nicht bezüglich auf Qualität der erzeugten Produkte. Das schafft schon mal falsche Anreize.
Sorry Emil aber das ist Schmarrn. Es geht darum dass für jeden Pups hier bei uns neue Verordnungen und Regeln erlassen werden, dass wir eine Verbots- und Dokumentationsflut noch und nöcher haben, aber keinen cent mehr für die Mehrarbeit sehen (stattdessen wird weiter fröhlich billig importiert). Abgesehen davon sind viele dieser Verbote und Regeln nicht zielführend - und da soll man immer nicken und lächeln? Es geht auch nicht um Subventionen, denn selbst wenn man die nicht nehmen würde(!), wäre die Gesetzeslage nicht anders! Die paar "umweltbewussten" Konsumenten werden daran nicht viel ändern, denn die reichen vielleicht für eine handvoll Höfe zum überleben, der Rest wird per Strukturwandel stillgelegt und dann gibts nur noch Agrarfabriken plus die paar Nischen- und Streichelbetriebe.
Die an "Umweltleistungen" gebundenen Subventionen fördern keine Lebensmittelproduktion, sondern Prämienoptimierung. Wenn's das ist was die Bevölkerung will, soll sie gerne Blümchenwiese essen.. ist ja auch vegan und gesund und so. :hmm: