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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 12:11
von Rohana
hobbygaertnerin hat geschrieben: [...]
Also ohne grosse Phantasie- dem Grünland wird es zukünftig noch schlechter gehen.Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal froh bin, dass mich dieser Wahnsinn nichts mehr angeht.
Rischtisch. Aber wen interessierts? Man könnte auf unserem Grünland hochwertiges Eiweissfutter erzeugen und würde ein Stück weit Importe einsparen können... aber das soll ja nicht sein. Fragt man sich schon, wie viel schizophrener das noch werden soll. Leguminosenanbau genauso.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 12:27
von hobbygaertnerin
Inzwischen verlangen schon mehrere Molkereien überseefreies Soja, diese Pflanze wächst auch bei uns - aber ich sehe auch, dass der Herr Trump seine Farmer schützen will und für deutsche Industriegüter den Soja in verstärkter Form rüberschicken möchte.
Die Bauern, die noch Anbindehaltung haben- stehen auch vor grossen Herausforderungen. Wer baut mit 50 noch einen neuen Stall, wenn er weiß, dass nach ihm die Stalltore geschlossen werden?
Und wer mit Förderung baut, der begibt sich in ein unkalkulierbares Risiko, selbst wenn wegen Krankheit der Bauer stirbt, muss den ganzen Zeitraum der Stall weiterbewirtshaftet werden, welche Vorschriften da zu erfüllen sind. Derzeit baut in unserem Landkreis keiner mehr einen neuen Kuhstall- da die Bauwirtschaft auch so gut läuft, ist das kein Them. Das wird erst dann wieder aufgegriffen, wenn man wieder mal Investitionen in der Landwirtschaft braucht.

Am Grünland und überhaupt in Richtung Futter da liesse sich sehr viel machen- aber das widerspricht dem ehernen Grundsatz, dass an der Landwirtschaft verdient werden soll.
Wir hatten vor vielen Jahren bei uns mal eine Vorführung machen lassen, als neuesten Schrei- man könne mit Umsilieren den Futtermischwagen einsparen.
War sehr interessant- man musste das Silo aufdecken, es wurde das Futter wieder gemischt und festgefahren, Silo wieder zudecken.
Wer verdient dran- der LU, der Landhandel mit Futter und Folie, der Tierarzt und was bleibt für den Bauern- das mehrmalige Silo ab- und zudecken-
Ich habe mir in meiner Lebenszeit genug Silos zugedeckt und Sandsäcke geschleppt- für so ein Verfahren war ich dann bestimmt nicht mehr zu haben.
Ich habe ja doch schon einige Jahre an Lebenserfahrung als Bäuerin auf dem Buckel, ich habe mich oft gefragt, wann wurde das so extrem? Als Kind hab ich mitbekommen, dass meine Eltern sehr viel gearbeitet haben, es war auch sehr viele schwere und schinderische Handarbeit dabei-
heute gibts immer mehr Technik, aber unterm Strich- einfacher ist es nicht geworden.
Im Gegenteil, es wird manchmal oder öfters zum Kotz.......

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 13:37
von Teetrinkerin
@oelkanne,
mir ist es Wurscht, welches Symbol ihr verwendet. Ich bin nicht religiös und ich habe nur wiedergegeben, was mir zu Ohren gekommen ist.

Ich bin sehr skeptisch, was Insektizide angeht und dass sie nicht Bienenschädlich sind. Imker beklagen in den letzten Jahren vermehrtes Bienensterben. Die Stöcke sind plötzlich leer. Mittlerweile ist es für Stadtimker leichter, als für Imker auf dem Land. Viele Forscher und Imker sehen einen Zusammenhang mit dem Ausbringen von Insektiziden. Das ist für mich ein sehr alarmierendes Signal. Und wie auch schon ein paar Posts vorhin geschrieben: Ich finde es auch nicht toll, in Feld und Flur unterwegs zu sein und die Runde abzubrechen, weil ich aufgrund von Ausbringen von Pestiziden einen völlig metallischen Geschmack im Mund hatte. Nur weil ich den Bauern noch fahren sah, konnte ich das entsprechend zuordnen. Es gibt ja keine Hinweisschilder, dass etwas ausgebracht wurde. Und ich vermute mal ganz stark, dass es für die Gesundheit nicht wirklich zuträglich ist, in diesen Dämpfen spazieren zu gehen.

Bei den Zweiflüglern gibt es nicht nur die "Bösen". Zumal dadurch auch immer mehr Futtergrundlage für Vögel und andere Tiere wegfällt. Ein Insektenforscher schreibt in seinem Buch, dass man das mit einem Spinnennetz vergleichen kann. Stirbt eine Art aus, passiert erst mal viel. Schneide ich an einem Spinnennetz einen Faden durch, passiert auch erst mal nichts - es können relativ viele Fäden geschnitten werden, aber wenn immer mehr Fäden durchgeschnitten werden, dann bricht ganz plötzlich irgendwann das ganze Netz zusammen. So ist es auch bei den Insekten. Einer der größten Treiber was das Insektensterben angeht, ist halt nunmal die moderne Landwirtschaft. Das ist Fakt - das hab ich mir nicht aus den Fingern gesaugt.

Ich habe aber auch schon x-mal geschrieben, dass man Landwirte nicht alleine lassen darf und das wir ALLE was ändern müssen. Gestern kam im TV eine Sendung, in der ein Bauer vorgestellt wurde, der bei einem Tierwohl-Programm mitmacht und dessen Schweine mehr Platz und die Möglichkeit haben, ins Freie zu können. Das fand ich richtig toll und das würde ich auch sehr gerne unterstützen.

Wie hier auch einige angebracht haben, Lobbyismus verhindert teilweise auch sinnvolle Lösungen (immerhin steckt hinter der Landwirtschaft auch eine große Industrie, die ihre Produkte verkaufen wollen).

Aber das war jetzt auch mein letzter Post. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, hier nichts mehr zu schreiben. Immerhin soll es in diesem Forum ja vorwiegend um SV und PK gehen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 16:14
von Manfred
Auch bei den Tierwohl-Programmen gibt es lange Wartelisten von Bauern, die gerne mitmachen würden, aber nicht können, weil der Handel das Zeug mangels Nachfrage nicht in den gewünschten Mengen abnimmt.

Leider zeigt die Presse idR nur, was sie gerade vermitteln oder verkaufen wollen.
Denn Rest kann man dann in der Fachpresse lesen oder selbst erleben. An die Öffentlichkeit dringt es nicht...

Auch dafür, dass Insektizide nur in sehr geringem Umfang eingesetzt werden, interessiert sich niemand.
Hier kannst du sehen, welch kleinen Teil die ausmachen. Und davon vermutlich noch der größte Teil in Form von Saatgutbeizen statt als Spritzmittel.
https://www.umweltbundesamt.de/daten/la ... textpart-2

Der Herbizideinsatz nimmt durch das Glyphosatverbot leider wieder zu, weil als Ersatz meist mehrere andere Mittel ausgebracht werden müssen.
Der Fungizideinsatz ist witterungsabhängig (und findet auch im Bioanbau in nennenswertem Umfang statt).
Wirklich zugenommen hat eigentlich nur der Einsatz inerter Gase im Vorratsschutz, weil der Handel damit die Lagerzeiten verlängern kann. Aber die sind ja für sich genommen nicht giftig und wirken halt dadurch, dass die sauerstoffhaltige Luft durch sie ersetzt wird.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 16:22
von Rohana
Teetrinkerin hat geschrieben: Ich habe aber auch schon x-mal geschrieben, dass man Landwirte nicht alleine lassen darf und das wir ALLE was ändern müssen.
:daumen:
Wie schon öfter hier geschrieben, wir können alles machen, solange wir dafür bezahlt werden (und es halbwegs Sinn macht...).

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 18:16
von hobbygaertnerin
@Teetrinkerin
Ich habe seit 6 Jahren Bienen und bin in der Gegend auch mit anderen Imkern gut vernetzt.
Das grösste Problem der Bienen sind die Varroamilben und die Futterlöcher im Sommer.
Die verordneten Greeninganbauflächen mit der späten Phaceliablüte im Herbst sind für die Bienen nicht gut, die Bänder mit blühenden Streifen an den Feldern bringen mehr. Der Aufbereiter beim Mähwerk ist ein Insektenvernichter, zum Glück gibts die bei uns eher weniger.
Raps verschwindet in unserer Gegend, weil der Aufwand für diese Pflanzen unverhältnismässig hoch wird, damit fällt die Rapsblüte für die Bienen aus, die ganzen Strassenränder werden seit Jahren gemulcht, damit sind die Blumen dort verschwunden.
Und sicher wirft man jetzt den Bauern wieder vor, dass die Wiesen nicht mehr bunt sind, leider blüht auf einer Fettwiese wenig für die Insekten- Magerwiesen haben da mehr - aber mit dem Futter bringt man eine Kuh zum Gähnen.
Früher wurden die Feldraine gemäht und das Futter auch genutzt, wer sollte das heute noch machen.
Das Problem heute ist nämlich, es muss immer mehr in kürzerer Zeit gemacht werden, aber die Leute werden weniger.
Ich weiß nicht, was sich so verändert hat, beim Kartoffel und Rübenhacken hab ich als Kind die Lerchen aufsteigen und singen hören- in unseren Feldern waren immer auch Kiebitze zu sehen. Unsere Dachse sehe ich noch fleissig graben, wir haben genug Fuchsbaue und wenn sie Junge haben, dann gehen sie an die Hühner, genau wie der Marder.
Früher wurde jeder Quadratzentimeter Fläche genutzt, selbst der im Herbst auf die Wiesen ausgebrachte Mist wurde im Frühjahr zusammengerecht und als Stroh zum Einstreuen wieder nach Hause gefahren.
Ich glaube nicht, dass heute noch jemand in der Landwirtschaft soviel Handarbeit machen könnte oder möchte- und als Kind war ich auch der Meinung, dass ich mir das für ein ganzes Leben nicht antun will.
Es ist aber nicht die viele Arbeit, die Belastung, die Bürokratie, der Kontrollwahnsinn, die mangelnde Wertschätzung, sondern auch diese Ungleichheit- man schmeisst den Müll in die landw. Flächen, das Quad wird auf den Wiesen ausprobiert, dass nur die Grassoden so fliegen, alle schreien um die Insekten, aber wehe im Garten fliegt eine Wespe oder eine Fliege käme ins Haus.
Die Schwalben als Fliegenfänger brauchen Rinderställe, aber die werden mit jedem Tag weniger. Ansonsten kann ich wegen Vögel nichts sagen, wir haben sehr viele Hecken rund um unseren Hof gepflanzt, dort können die Vögel nisten-
aber wenn ich mir die Elstern und krähen anschaue, wie die die Nester plündern, da krieg ich oft eine solche Wut.
Ich hab auch nichts gegen Greifvögel, aber wie die die Hühner massakrieren, das ist furchtbar grausam.
Ich war immer der Meinung, dass die Tiere ein Tier, bevor sie es fressen, töten würden, nein die hauen ihnen die Brust raus und lassen sie dann liegen, Bresse sind ihnen zu schwer zum Abtransportieren.
Krähen hacken den frisch geborenen Lämmern die Augen aus- dass sie auch bei Silos gruslichst die Folien beschädigen und sehr viel Schaden machen-
wen interessiert das, da heisst es dann, das ist so und basta. Natur ist nicht lieb und nett, sondern brutal und grausam.

Ich glaube nicht, dass sich die nächsten Jahre was ändern wird, die Wirtschaft und Industrie braucht die Arbeitskräfte und die wissen genau, dass das was vom Hof kommt, fleissig ist.
Vielleicht wäre es auch eine Chance, streiken, für eine Weile keine Kinder mehr in die Landwirtschaftschulen schicken, sicher die Flächen können nicht einfach nicht bewirtschaftet werden, aber es gibt andere Streikmaßnahmen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 18:28
von Benutzer 72 gelöscht
@Rohana:
ina maka hat geschrieben:Wenn du daran was ändern willst, musst du wohl das ganze System ändern.
:opa:

(und wie gesagt "ich bin dabei" ;) )
Teetrinkerin hat geschrieben:Immerhin soll es in diesem Forum ja vorwiegend um SV und PK gehen.
JA !!!! :daumen: :daumen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 20:01
von Wildmohn
@Manfred:
Textzitat aus Deinem Link:
Die Ausweitung der Anbauflächen und die Intensivierung der Bewirtschaftung haben die Rahmenbedingungen für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland drastisch verändert. Der immer intensivere Einsatz hochwirksamer Breitband-Herbizide und -Insektizide führt in vielen Fällen nicht nur zur gewollten Minimierung der sogenannten Unkräuter und Schadinsekten. Er führt zwangsläufig auch dazu, dass die Ackerbegleitflora verarmt und vielen Vogel-, Säugetier- und anderen Tierarten der Agrarlandschaft die Nahrungsgrundlage entzogen wird. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Pflanzenschutzmittel über die Nahrungskette indirekt eine der Hauptursachen für Bestandsrückgänge bei verschiedenen Feldvogelarten, wie zum Beispiel der Feldlerche, der Goldammer oder des Rebhuhns sind. Auch der weltweit beobachtete Rückgang von Blütenbestäubern wird in einen Zusammenhang mit dem Rückgang von Blütenpflanzen gestellt. Nicht zuletzt können unerwünschte Nebenwirkungen des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auch für die behandelten landwirtschaftlichen Flächen selbst ein Problem darstellen, etwa über Beeinträchtigungen der Bodenfruchtbarkeit durch Schädigung wichtiger Bodenorganismen.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Chemisch/synthetische PSM haben nichts auf dem Acker zu suchen, da die Folgewirkungen nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.
Ich bin sowieso immer wieder irritiert, wie ein Verfechter der regenerativen Landwirtschaft als Verteidiger chemisch/synthetische PSM in Erscheinung treten kann. Du sagst dies nur nicht deutlich, sondern deutest es i.d.R. immer nur sehr dezent an.
In der ökologischen Landwirtschaft kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Kontrollen der Lebensmittel ergeben ständig das gleiche Bild:
Während Lebensmittel aus konventionellen Anbau mit Pestiziden nachweislich belastet sind, ist die bei Lebensmitteln aus ökologischem Anbau i.d.R. nicht der Fall.
Wenn einem bewußt ist, welche langfristigen Schäden chemisch/synthetische PSM auf Flora,Fauna und dem menschlichen Organismus anrichten, dann kann es doch eigentlich nur eine Schlussfolgerung geben:
Keine Ausbringung mehr von chemisch/synthetische PSM in der Landwirtschaft.
Ein radikales Nein und eine grundlegende Umorientierung der landwirtschaftlichen Praxis.
Mein Gott, dauert das lange, bis auch der letzte das schnackelt...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 20:46
von Benutzer 4754 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben:

In der ökologischen Landwirtschaft kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Kontrollen der Lebensmittel ergeben ständig das gleiche Bild:
Während Lebensmittel aus konventionellen Anbau mit Pestiziden nachweislich belastet sind, ist die bei Lebensmitteln aus ökologischem Anbau i.d.R. nicht der Fall.
Da bist du einem riesigen Irrtum aufgesessen.
Ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio-Obst, kein Bio-Gemüse, keine Bio-Kartoffeln und kein Bio-Bier.
Auch die in der Bio-Landswirtschaft gibt es Wirkstoffe die B1 (sehr Bienengefährlich) sind oder auch schon nach einmaliger Anwendung das Bodenleben nachhaltig schädigen.

Na sicher lassen sich bei einer Anwendung Rückstände nicht ganz vermeiden.
Zu 90% liegen die aber nur knapp über der Nachweisgrenze und über 99% unter dem gesetzlichen Grenzwert.
Dieser Grenzwert hat den Sicherheitsfaktor 100....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Okt 2019, 21:16
von emil17
Oelkanne hat geschrieben: Ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio-Obst, kein Bio-Gemüse, keine Bio-Kartoffeln und kein Bio-Bier.
Auch die in der Bio-Landswirtschaft gibt es Wirkstoffe die B1 (sehr Bienengefährlich) sind oder auch schon nach einmaliger Anwendung das Bodenleben nachhaltig schädigen.
Hast du da einen Link oder eine Liste der Substanzen? Wenn das stimmt, fühle ich mich über den Tisch gezogen.
Aber bitte nur neu erfundene synthetische Substanzen, die es so in der Natur nirgendwo gibt!
Was nicht zählt: Wirkstoffe die aus Pflanzen extrahiert werden, Bacillus thuringiensis etc. Denn diese Substanzen gibt es schon seit jeher in der Natur und die Lebewelt hat gelernt damit fertig zu werden, obwohl man mit Nikotin problemlos Leute umbringen kann. Dass gewisse Pflanzen Häutungshemmer enthalten, um sich selber vor Insektenbefall zu schützen, ist ebenfalls bekannt.

Diese Geschichte, ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio -egal was, wurde uns ebenfalls erzählt- von einem Professor, der als Mensch sehr angenehm war. Was seine Aussagen relativiert hat war, dass er einen von der Basler Chemie gesponsorten Lehrstuhl hatte und auch noch in der Agroforschung einer Chemiefirma tätig war.
In meine Studienzeit fiel der zaghafte Beginn des Bio-Weinbaus in der Schweiz. Unmöglich, hiess es. Ohne chemischen Pflanzenschutz kein Ertrag, hiess es.
Kupfer ist im Biolandbau noch ein Problem. Aber sonst? was alles ist heute Standard, was damals nach Ansicht der Experten nie hätte funktionieren können?