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Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Di 1. Nov 2022, 20:54
von Rohana
sybille hat geschrieben: Di 1. Nov 2022, 19:44
Wie fange ich die Sonnenenergie ohne Zusatzgeräte ein?
Mit deiner Haut natürlich, du musst dir nur n bissl Mühe geben... soll sogar Leute geben die von Lichtenergie leben können!

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 07:14
von Tscharlie
1. Wie viel beheizten Raum braucht der Mensch? (Siehe auch: Tolstoi, Volksmärchen, die Erzählung, wieviel Erde braucht der Mensch.)
2. Wenn dieser Raum definiert ist, dann diesen bestmöglichst Dämmen, und DANN überlegen wie bekomme ich diese Energie auch im Winter.
3. Wir haben die Geräte um Sonnenenergie zu speichern.
4. Die Natur hat vielfältige Möglichkeiten geschaffen, die Sonnenenergie in vielen Formen zu nutzen. (Sonneneinstrahlung,Windkraft, Wasserkraft, Biomasse)
Ach ja den kleinen Freund der Sonne,den gibts ja auch noch, der macht richtig Power in den Meeren, kann man auch nutzen, ist Wetterunabhängig der kleine Kerl.
Wenn wir weiter denken: Wie kann ich meinen JETZTIGEN Lebenswandel eins zu eins mit Sonnenenergie befriedigen, dann werden wir kläglich scheitern.
Übrigens sind Solarzellen was den Wirkungsgrag angeht wie sie die "Ausgangsenergie" nutzen, ca. 8 mal besser als das modernste Atomkraftwerk.

Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 12:25
von Eberhard
emil17 hat geschrieben: Di 1. Nov 2022, 13:24
Nicht ganz, denn alle Biomasse die Kohlenstoff speichert hat eine endliche Verweildauer und dann wird dieser wieder als CO2 in die Luft gelangen, um wieder von den Pflanzen aufgenommen zu werden, um wieder ... Kreislauf eben.
Kompost für ewig aufbewahren kann man in belebter Umwelt nicht, dazu müsste man ihn einfrieren oder trocknen und dann so aufbewahren. Kompostwirtschaft ist durchaus nachhaltig, wobei Kohlenstoffentzug der Atmosphäre nicht der wesentlichste Beitrag ist.
Man kann natürlich eine Argumentation in eine Richtung lenken, die dem eigenen Verständnis entspricht.
Beim Gedankenausgangspunkt klimarelevante Kohlenstoffbindung spielt aber Kompost keine Rolle. Im Kompost wird die aufgebrachte Biomasse zersetzt und teilweise schon mineralisiert. Im Vergleich zur aufgebrachten Biomasse ist unter Garantie die Menge des gebundenen Kohlenstoffs niedriger.
Kohlenstoffbindung hat man im Humus. Klimarelevant wäre es, den Humusgehalt im Boden zu erhöhen und das erhöhte Niveau beizubehalten. Es geht, aber nicht jeder versteht das oder kann es gar umsetzen.
Kohlenstoffbindung hat man in lebenden Organismen. Klimarelevant wäre es, die flächenbezogene lebende Biomasse zu erhöhen. Das betrifft sowohl alles, was über den Boden stattfindet (Pflanzen), aber auch alles, was
im Boden stattfindet (Pflanzenwurzeln, Pilze, Mikroorganismen).
Wie es der "Zufall" will, hängen beide Punkte sehr eng zusammen.
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 16:00
von emil17
Kompostieren und den Ausbringen ist doch eine Methode den Humusgehalt im Boden zu erhöhen.
Aber auch der Humusgehalt ist ein Fliessgleichgewicht zwischen Input (Wurzeln, Streu, vielleicht sogar Kompost) und Zersetzung. Bei alten Ökosystemen im Gleichgewicht, etwa alte nicht bewirtschaftete Wälder oder alpines Dauergrünland, passiert deshalb bezüglich Kohlenstoffspeicherung nichts mehr, weil im Mittel mehrere Jahre genau soviel Humus zersetzt und Biomasse abgebaut wie neu gebildet wird. Ist etwa so wie ein Brunnen mit mehreren Becken, obwohl dauernd Wasser reinläuft, wird er nicht voller.
Aber das was da ist (in der Biomasse, im Totholz, im Kompost, im Humus) befindet sich nicht klimawirksam in der Atmosphäre, und das kann auch ein Komposthaufen sein.
Eberhard hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 12:25
Man kann natürlich eine Argumentation in eine Richtung lenken, die dem eigenen Verständnis entspricht.
Man kann nicht nur, man sollte sogar, denn Argumentieren über Dinge von denen man kein Verständnis hat geht nur solange nicht schief, wie die anderen auch nix davon verstehen. Das ist jedenfalls mein schlichtes Verständnis von Verständnis.
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 17:34
von sybille
Rohana hat geschrieben: Di 1. Nov 2022, 20:54
Mit deiner Haut natürlich, du musst dir nur n bissl Mühe geben... soll sogar Leute geben die von Lichtenergie leben können!
Da hast Du natürlich Recht
Tscharlie hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 07:14
1. Wie viel beheizten Raum braucht der Mensch? (Siehe auch: Tolstoi, Volksmärchen, die Erzählung, wieviel Erde braucht der Mensch.)
2. Wenn dieser Raum definiert ist, dann diesen bestmöglichst Dämmen, und DANN überlegen wie bekomme ich diese Energie auch im Winter.
3.
Wir haben die Geräte um Sonnenenergie zu speichern.
4. Die Natur hat vielfältige Möglichkeiten geschaffen, die Sonnenenergie in vielen Formen zu nutzen. (Sonneneinstrahlung,Windkraft, Wasserkraft, Biomasse)
Ach ja den kleinen Freund der Sonne,den gibts ja auch noch, der macht richtig Power in den Meeren, kann man auch nutzen, ist Wetterunabhängig der kleine Kerl.
Wenn wir weiter denken: Wie kann ich meinen JETZTIGEN Lebenswandel eins zu eins mit Sonnenenergie befriedigen, dann werden wir kläglich scheitern.
Übrigens sind Solarzellen was den Wirkungsgrag angeht wie sie die "Ausgangsenergie" nutzen, ca. 8 mal besser als das modernste Atomkraftwerk.
Siehst Du und da brauchen wir wieder Geräte und wo kommen die her?
Ich verweise einfach mal auf
Beitrag von Kirschkernchen » Di 1. Nov 2022, 15:03
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 18:29
von Eberhard
emil17 hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 16:00
Kompostieren und den Ausbringen ist doch eine Methode den Humusgehalt im Boden zu erhöhen.
Das ist Nährhumus und verbleibt nur kurzzeitig. Nach drei Jahren ist da der Boden nicht schwarz, sondern hellbraun (alles wieder weg). Das ist nun kein Beitrag für Klimarelevanz.
emil17 hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 16:00
Aber auch der Humusgehalt ist ein Fliessgleichgewicht zwischen Input (Wurzeln, Streu, vielleicht sogar Kompost) und Zersetzung. Bei alten Ökosystemen im Gleichgewicht, etwa alte nicht bewirtschaftete Wälder oder alpines Dauergrünland, passiert deshalb bezüglich Kohlenstoffspeicherung nichts mehr, weil im Mittel mehrere Jahre genau soviel Humus zersetzt und Biomasse abgebaut wie neu gebildet wird.
Ich sprach ja auch landwirtschaftliche Nutzfläche an, und die ist überwiegend in Sachen Humusgehalt heruntergewirtschaftet, der englische Rasen neben der Haustür vermutlich auch. Da hat man dann reichlich Potential, um zu einem möglichen natürlichen Gleichgewicht zurückzukehren. Albrecht Daniel Thaer ermittelte zu seinen Zeiten in Brandenburg Bodenhumusgehalte von vier Prozent, wo heute ein Prozent als normal und gut angesehen wird.
Wer Terra Preta nicht ignoriert: Da gibt es Böden mit 25 Prozent Humus, die nachgewiesen bis 7.000 Jahre alt sind. Diese in der Amazonasregion, wo es solche Böden eigentlich nicht geben kann.
Also denken wir erst einmal über bewirtschaftete Böden nach. Über das Matterhorn kann man später nachdenken.
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 18:53
von Kirschkernchen
Was ich noch immer nicht verstehe.
Ist unser Wirtschaftsmodell nun wegen dem Russen zuende oder wegen dem Klima.
Es wird wohl eher eins von beiden sein. Welches von beiden ist gelogen.
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 20:41
von emil17
Eberhard hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 18:29
Da hat man dann reichlich Potential, um zu einem möglichen natürlichen Gleichgewicht zurückzukehren.
Also denken wir erst einmal über bewirtschaftete Böden nach.
was ist das
natürliche Gleichgewicht
bewirtschafteter Böden ?
Eberhard hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 18:29
Über das Matterhorn kann man später nachdenken.
Ist in Sachen Humus unergiebig, oder soll man das im Zusammenhang von dem "Man kann natürlich eine Argumentation in eine Richtung lenken, die dem eigenen Verständnis entspricht." zu verstehen versuchen?
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 20:52
von sybille
Kirschkernchen hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 18:53
Was ich noch immer nicht verstehe.
Ist unser Wirtschaftsmodell nun wegen dem Russen zuende oder wegen dem Klima.
Es wird wohl eher eins von beiden sein. Welches von beiden ist gelogen.
Ich würd ja denken das es
keins von beiden ist.
Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 21:28
von Rohana
emil17 hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 20:41
Eberhard hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 18:29
Da hat man dann reichlich Potential, um zu einem möglichen natürlichen Gleichgewicht zurückzukehren.
Also denken wir erst einmal über bewirtschaftete Böden nach.
was ist das
natürliche Gleichgewicht
bewirtschafteter Böden ?
