Re: Droht uns das Ende der Natur?
Verfasst: Do 3. Mai 2018, 09:06
@hobbygärtnerin:
Die Bereitung eines gut belebten Kompostes mit dem gewünschten Verhältnis von Bakterien zu Pilzen und die Bereitung eines Komposttees sind nicht trivial.
Ich habe dazu einige Videos und Vorträge gefunden, aber alles auf Englisch. Und ich bin bisher nicht dazu gekommen, das alles zu sichten und evtl. auch einiges zu übersetzen.
Elaine Ingham bietet auch ein Paket aus Online-Kursen an. Ein Kurs über das Bodenleben und das Wechselspiel von Bodenleben und Pflanzen. Ein Kurs für die Untersuchung des Bodenlebens mit dem Mikroskop. Und dann einen Kurs über die Bereitung von Kompost und Kompost-Tee. Aber halt alles auf Englisch und das ganze Paket kostet m.W. 3500 Dollar.
Kurzfassung zum Kompost und -Tee nach meinem bisherigen Kenntnisstand:
-Zusammenstellung des Ausgangsmaterials passend für das gewünschte Verhältnis von Pilzen zu Bakterien
-Konsequent aerobe Führung des Kompostprozesses mit Überwachung der Temperatur und anfangs teilweise täglichem Umsetzen
-Die Organismen aus diesem Kompost werden dann in vorher mit Huminsäure behandeltem Wasser unter Zugabe von Mikrobenfutter (das habe ich noch nicht vertieft, es kommt z.B. eine Art selbst angesetzte Fischsoße zum Einsatz, die irgendwelche essentielle Nährstoffe liefert) bei der wiederum streng aeroben (mit ständiger Luftzufuhr durch Pumpe oder Rühren) Kompostteebereitung vermehrt.
Dazu muss man sagen: Auf einem wirklich gut eingestellten, gesundem Boden bringt der Komposttee nichts mehr. Er ist ein Hilfsmittel, um schlechte Böden relativ schnell wieder zu beleben und um das gewünschte Verhältnis von Bodenlebewesen einzustellen.
Was die "Großeltern" angeht:
Es gibt ja inzwischen einiges an Wissen zur historischen Landwirtschaft seit der Besiedlung nach der Kaltzeit bis heute. Techniken, Ausbreitung, Erträge etc.
Für Teile Großbritanniens ist z.B. dokumentiert, dass dort der Ackerbau bereits in der Bronzezeit die stärkste Ausbreitung hatte, man dann nach dam Abwirtschaften der Böden zur Weidehaltung und Brandwirtschaft auf den resultierenden Heideflächen übergehen musste.
Diese Heideflächen gab es nicht nur dort, sondern die ganze Atlantikküste entlang von Spanien bis hoch in die nordischen Länder, und weit bis ins Binnenland hinein. Weite Teile Nordwestdeutschlands waren ja auch mit solchen Heideflächen überzogen, die die Folge der vorherigen Misswirtschaft waren.
Zur Zeit unserer Großeltern war es durch verbesserte Ackerbau- und Weidetechniken schon gelungen, große Teile dieser Flächen wieder besser zu kultivieren und so wieder etwas höhere Erträge zu ernten.
Und für die letzten gut 100 Jahre gibt es diverse Aufzeichnungen, wie sich die Erträge auf dem Acker entwickelt haben. Besonders augenfällig ist das in Regionen mit von Haus schwierigeren, ärmeren Böden und kälterem Klima, wie hier im Frankenwald, der früher ein absolutes Armenhaus war.
Die letzten 2 Winter habe ich aus dem 3.. Stockwerk einer alten Scheune Strohgarben geräumt, von denen selbst mein Vater (mit Mitte 60) sagte, dass sie vor seiner Zeit dort eingelagert wurden.
Diesem Roggenstroh mit seinen ausgedroschenen Ähren war deultich anzusehen, wie mager die Erträge damals waren. Dünne, lange Halme, mit sehr kleinen Ähren. Schade, dass ich keine Bilder davon gemacht habe. Das war ein mühsames Brot von ausgehungerten Böden.
Die Bereitung eines gut belebten Kompostes mit dem gewünschten Verhältnis von Bakterien zu Pilzen und die Bereitung eines Komposttees sind nicht trivial.
Ich habe dazu einige Videos und Vorträge gefunden, aber alles auf Englisch. Und ich bin bisher nicht dazu gekommen, das alles zu sichten und evtl. auch einiges zu übersetzen.
Elaine Ingham bietet auch ein Paket aus Online-Kursen an. Ein Kurs über das Bodenleben und das Wechselspiel von Bodenleben und Pflanzen. Ein Kurs für die Untersuchung des Bodenlebens mit dem Mikroskop. Und dann einen Kurs über die Bereitung von Kompost und Kompost-Tee. Aber halt alles auf Englisch und das ganze Paket kostet m.W. 3500 Dollar.
Kurzfassung zum Kompost und -Tee nach meinem bisherigen Kenntnisstand:
-Zusammenstellung des Ausgangsmaterials passend für das gewünschte Verhältnis von Pilzen zu Bakterien
-Konsequent aerobe Führung des Kompostprozesses mit Überwachung der Temperatur und anfangs teilweise täglichem Umsetzen
-Die Organismen aus diesem Kompost werden dann in vorher mit Huminsäure behandeltem Wasser unter Zugabe von Mikrobenfutter (das habe ich noch nicht vertieft, es kommt z.B. eine Art selbst angesetzte Fischsoße zum Einsatz, die irgendwelche essentielle Nährstoffe liefert) bei der wiederum streng aeroben (mit ständiger Luftzufuhr durch Pumpe oder Rühren) Kompostteebereitung vermehrt.
Dazu muss man sagen: Auf einem wirklich gut eingestellten, gesundem Boden bringt der Komposttee nichts mehr. Er ist ein Hilfsmittel, um schlechte Böden relativ schnell wieder zu beleben und um das gewünschte Verhältnis von Bodenlebewesen einzustellen.
Was die "Großeltern" angeht:
Es gibt ja inzwischen einiges an Wissen zur historischen Landwirtschaft seit der Besiedlung nach der Kaltzeit bis heute. Techniken, Ausbreitung, Erträge etc.
Für Teile Großbritanniens ist z.B. dokumentiert, dass dort der Ackerbau bereits in der Bronzezeit die stärkste Ausbreitung hatte, man dann nach dam Abwirtschaften der Böden zur Weidehaltung und Brandwirtschaft auf den resultierenden Heideflächen übergehen musste.
Diese Heideflächen gab es nicht nur dort, sondern die ganze Atlantikküste entlang von Spanien bis hoch in die nordischen Länder, und weit bis ins Binnenland hinein. Weite Teile Nordwestdeutschlands waren ja auch mit solchen Heideflächen überzogen, die die Folge der vorherigen Misswirtschaft waren.
Zur Zeit unserer Großeltern war es durch verbesserte Ackerbau- und Weidetechniken schon gelungen, große Teile dieser Flächen wieder besser zu kultivieren und so wieder etwas höhere Erträge zu ernten.
Und für die letzten gut 100 Jahre gibt es diverse Aufzeichnungen, wie sich die Erträge auf dem Acker entwickelt haben. Besonders augenfällig ist das in Regionen mit von Haus schwierigeren, ärmeren Böden und kälterem Klima, wie hier im Frankenwald, der früher ein absolutes Armenhaus war.
Die letzten 2 Winter habe ich aus dem 3.. Stockwerk einer alten Scheune Strohgarben geräumt, von denen selbst mein Vater (mit Mitte 60) sagte, dass sie vor seiner Zeit dort eingelagert wurden.
Diesem Roggenstroh mit seinen ausgedroschenen Ähren war deultich anzusehen, wie mager die Erträge damals waren. Dünne, lange Halme, mit sehr kleinen Ähren. Schade, dass ich keine Bilder davon gemacht habe. Das war ein mühsames Brot von ausgehungerten Böden.