Allgeier hat geschrieben:Ich wuerd hald bei der Geschichte am Anfang beginnen und nicht bei der Krim. Die Bewohner der Krim werden gottfroh sein das sie sich zu Russland gewandt haben. Sonst haetten sie wohl die gleichen Zustaende wie im Osten der Ukraine.
Du liest dir aber schon durch, was du hier schreibst, bevor du es abschickst?
Abgesehen davon dass ich leider nicht weiss, wann deine Version der Geschichte beginnt (als Ukraine und Krim von den Wikingern bewohnt wurden und Kiew Stammgebiet der Rus war? Als die russischen Zaren/Zarin beschlossen ihr Gebiet gen Osten zu erweitern und alles eroberten was ihnen in den Weg kam? Als die Sowjetunion zerbrach und u.a. die Ukraine friedlich und ohne Kampf aber mit Zugeständnissen wegen der Atomwaffen und Flottenstützpunkte auf der Krim in die Unabhängigkeit entlassen wurde?), dachte ich die momentanen Zustände im Osten der Ukraine beruhten eben darauf, dass sich die Separatisten unbedingt wieder an Russland angliedern wollen? Und dann haben sie es nicht so gut wie die Bewohner der Krim? Aber wie? Aber was jetzt?
Du widersprichst dem? Wie lautet denn deine These?
Allgeier hat geschrieben:Die Welt ist in diesem Fall ganz einfach schwarz und weiss.
Es gibt fuer alles einen Schuldigen, dann alles hat eine Ursache. Und solange man nicht an der Ursache etwas aendert, wird sich auch an der Lage nichts aendern.
Ganz einfach.
Und die Ursache ist einfach die NATO Osterweiterung. Immer naeher und naeher kommt die NATO an die russische Grenze. Und soviel ich weiss war die Voraussetzung fuer die Wiedervereinigung Deutschlands von russischer Seite, das es eben keine NATO Osterweiterung gibt.
Man provoziert die Russen so lange bis es zu spaet ist.
Es gibt keine schriftliche Abmachung über die Osterweiterung und die davon abhängige Wiedervereinigung und wer sich in der Politik auf mündliche Abmachungen verlässt, sollte zum Psychiater gehen. Sobald der zuständige Minister oder was auch immer seinen Posten verliert (gibt es in Russland und auch in einer Demokratie) erinnert sich dessen Nachfolger nämlich an gar nichts...
Übrigens, Georgien hat es bisher trotz aller Bemühungen noch immer nicht dort rein geschafft.
Und wenn Russland nicht begreift, dass es mit dieser Art von Politik gerade die Grundlagen dafür schafft, dass die ehemaligen Sowjetstaaten lieber in die NATO eintreten statt von Russland gewaltsam "Wiedervereinigt" zu werden, dann sagt das einiges über deren Denkweise aus...
Allgeier hat geschrieben:Ich hab hier auch noch einen Spruch von Churchill:
“Mich interessieren nicht irgendwelche militärischen Ziele in der Umgebung von Dresden – mich interessiert, wie wir in Dresden die Flüchtlinge aus Breslau braten können.”
Wegen dem Jahrestag der Bombadierung von Dresden.
Interessant! Danach habe ich natürlich dann gesucht und einiges gelernt:
a) Es gibt Seiten im Internet, die nennen ein Zitat mit Datum und Ort an dem es gemacht wurde.
b) Es gibt Seiten im Internet, die nennen ein Zitat ohne Datum und Ort an dem es gemacht wurde.
c) Es gibt Seiten im Internet, die schreiben Wort für Wort voneinander ab - und so entsteht manchmal der Eindruck, als habe es etwas gegeben das vielleicht/oder doch nicht/oder auch ganz was anderes war. Hauptsache, diese Verbreitung einer angeblichen Tatsache unterstützt die eigene politische Meinung.
Die einzige "Quelle", auf die ich dieses Zitat momentan zurückverfolgen konnte, war David Irving - und bevor ich jetzt einen Lachanfall bekomme...
Ich glaube allerdings, ich habe schon einmal vor laaanger Zeit eine ähnliche Version dieses Zitates gelesen - damals wurde es allerdings "Bomber Harris" zugeschrieben. Klingt für mir schon einfach mal deshalb glaubhafter, weil es sein Job war sich darum zu kümmern.
Churchill hatte gerade die Konferenz von Jalta hinter sich (4.02.45 - 11.02.45) als die Bombardierung von Dresden war (13.02.45 - 15.02.45), beschäftigte er sich damals wirklich mit so einer Nebensächlichkeit wie dem Bombenkrieg?
