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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 09:36
von emil17
Das funktioniert auch so mit Windrädern und Sondermülldeponien.
Das macht man da wo fast keine Leute sind, die dagegen sein könnten, dann wird demokratisch abgestimmt.
Noch etwas Geld in die Gemeindekasse, die sind ja strukturschwach.
Bei Trinkwassergewinnung liegt sie Sache etwas anders: Einmal ist der Grundwasserkörper unterhalb der Zone, wo das Interesse des Grundbesitzers gegeben ist (deshalb kannst du auch nix dazu sagen, wenn ein Tunnel unter deinem Grundstück gegraben wird) und zum anderen wäre echte Kreislaufwirtschaft ja eben ohne Austrag von, ihr nennt es Nährstoffe.

Die Industrie muss ja auch Abluftfilter in ihre Kamine einbauen, bloss das Rohr hoch genug enden lassen war früher mal, als es noch keinen interessiert hat.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 09:45
von hobbygaertnerin
@naja, so einfach wenn es wäre, über so manche Einträge von "Nichtlandwirtschaft" wird schön brav wegen Arbeitsplätze der Mantel des Schweigens gehängt. Nur weil der Kamin höher wurde, heisst es noch lange nicht dass alles so sauber ist.
Klar, es gibt viele gutbezahlte Arbeitsplätze und Gewerbesteuer, aber es hat alles 2 Seiten.
Sehe ich auch beim Müll, den einen ist das Wurst, kommt in die Tonne oder zu den blöden Bauern in den Wald, wird dann auch noch irgendwohin exportiert- und wir haben den Müll vom ganzen Umland samt sonstigen Zusätzen, sicher kommt beim Kamin absolut gar nix raus - deswegen hauen auch viele ihre Bäume aus ihrem Garten raus und kaufen sich die Lebensmittel von irgendwoher, weil sie ihre Blutwerte kennen und sich nicht mehr mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten noch mehr zukommen lassen wollen.
Was mich an dieser Gesellschaft so stört, dass so viele Wasser predigen und Wein trinken.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 10:47
von Manfred
Rohana hat geschrieben:Darf ein Land dann auch nur ncoh so viele Bürger halten, wie es von seiner Fläche ernähren kann? :michel:
Das ist die falsche Frage.
Die richtige Frage ist, ob es schlau ist, die geringe Eigenproduktion, die man noch hat, auch noch aufzugeben, zugunsten aktuell billig erscheinender (da guckt ja seltsamer Weise niemand auf ökologische, soziale und volkswirtschaftliche Folgewirkungen) Importe, und sich so vollständig abhängig zu machen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 10:58
von Rohana
emil17 hat geschrieben: zum anderen wäre echte Kreislaufwirtschaft ja eben ohne Austrag von, ihr nennt es Nährstoffe.
Du meinst die Nährstoffe die mit den Produkten in die Stadt gekarrt und von dort in den Klärschlamm geschissen werden, der dann dem Kreislauf flöten geht? Ja, das finde ich auch schade. :lala:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 11:35
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben:Aber wieso sollen die Bauern das in der Viehhaltung nicht dürfen, alle anderen aber schon? Niemanden interessierts ob eine Stadt auf dem Gebiet X für ihre Bevölkerung genügend Nahrung bereitstellen kann, da kommt ggf. ein neuer Supermarkt hin und gut.
öh?? :hmm:
schlachtet "die Stadt" ihre Bürger, wenn sie fett genug sind, um damit dann Gewinn zu machen? :lol:

komischer Vergleich

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 12:18
von Rohana
Manchen Bürgermeistern würde ich's zutrauen... aber scheisst und frisst ein Viech (oder auch Mensch) weniger, wenn man damit keinen Gewinn macht? :kaffee:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 12:46
von emil17
Manfred hat geschrieben:
Das ist die falsche Frage.
Die richtige Frage ist, ob es schlau ist, die geringe Eigenproduktion, die man noch hat, auch noch aufzugeben, zugunsten aktuell billig erscheinender (da guckt ja seltsamer Weise niemand auf ökologische, soziale und volkswirtschaftliche Folgewirkungen) Importe, und sich so vollständig abhängig zu machen.
Es gibt kein Land in Europa, das unabhängig ist im Sinne von "wir brauchen nichts von unseren Nachbarn und konsumieren unsere Erzeugnisse selber."
Ohne fossile Energie funktioniert sehr bald gar nichts mehr, deshalb ist Nahrungsmittelautarkie ein Witz - oder ein Schlagwort, um die hohen Subventionen für inländische Produktion zu rechtfertigen.
Zudem ist Deutschland Exportmeister der EU, da ist es etwas eigenartig, einfach mal gegen Exporte zu sein. Wer exportiert, muss auch importieren - der Fairness und der Zahlungsbilanz wegen.

Abgesehen davon ist die Behauptung, "die geringe Eigenproduktion, die man noch hat" schlicht falsch. Die EU kauft jedes Jahr für Hunderte Millionen Landwirtschaftsprodukte auf, um die Preise zu stützen:
Weil die Bauern zu viel Milch produziert haben, sind die sprichwörtlichen Butter- und Milchpulverberge der EU stark gewachsen. 2016 haben die Behörden in Deutschland für 103,2 Millionen Euro vor allem Milchprodukte aufgekauft und eingelagert, wie das Bundesagrarministerium auf eine Frage des grünen Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff geantwortet hat. (taz vom 23.7.2017)
... dasselbe mit Fleisch, das vorher ebenfalls mit vielen Subventionen produziert worden ist. Immerhin fliessen über 40% des gesamten EU-Haushalts in den Agrarsektor.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 12:59
von emil17
Rohana hat geschrieben: Du meinst die Nährstoffe die mit den Produkten in die Stadt gekarrt und von dort in den Klärschlamm geschissen werden, der dann dem Kreislauf flöten geht? Ja, das finde ich auch schade.
Das ist eine andere Baustelle.
Immerhin steuern ja einige Bürger dagegen, inden sie ihre Hunde in eure Wiesen scheissen lassen.

Hier meine ich das, was aus den Äckern und Wiesen ausgewaschen wird und ins Grundwasser gelangt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 13:22
von Teetrinkerin
Ich möchte zu den grünen Kreuzen einen Anmerkung machen:

Ich selbst bin nicht religiös. Mittlerweile habe ich aber schon die ein oder andere Stimme christlicher Menschen vernommen, die die grünen Kreuze als geschmacklos empfinden, weil ein christliches Symbol für Jesus Kreuzigung für so eine Aktion missbraucht wird. Gottes Schöpfung schließt auch Insekten und Unkräuter ein, die auf landwirtschaftlichen Fluren großflächig bekämpft werden (und hier unterscheiden die Mittel nicht zwischen "guten" und "bösen" Insekten oder Pflanzen, wobei jedes Tier und jede Pflanze ihren Platz im komplexen Ökosystem haben und wir nicht die Tragweite dessen abschätzen können, wenn immer mehr Pflanzen und Tiere aussterben - Stichwort Kipp-Punkt).

Somit kann man ein Feld, das mit einem Kreuz, welches ja ein Symbol für den Tod Christus darstellt, auch als Massengrab für Tiere und Insekten sehen.

Ich bin mit nicht sicher, ob sich die Landwirte damit nicht ein Eigentor schießen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 7. Okt 2019, 15:26
von Rohana
emil17 hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben: Du meinst die Nährstoffe die mit den Produkten in die Stadt gekarrt und von dort in den Klärschlamm geschissen werden, der dann dem Kreislauf flöten geht? Ja, das finde ich auch schade.
Das ist eine andere Baustelle.
Immerhin steuern ja einige Bürger dagegen, inden sie ihre Hunde in eure Wiesen scheissen lassen.

Hier meine ich das, was aus den Äckern und Wiesen ausgewaschen wird und ins Grundwasser gelangt.
Das ist keine Gegensteuerung, das ist Verseuchung von gutem Futter.

Grüne Kreuze ein Eigentor? Ja, ist vielleicht besser einfach still und leise zu verrecken, so wie das die Gesellschaft ja ganz offensichtlich will, denn egal was der Bauer macht, ist alles falsch ausser Mund halten und brav über jedes neue Stöckchen springen...