Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 6. Okt 2019, 10:46
Magst du auch noch auf die anderen Sachen, neben dem trockengelegten Moor, eingehen?
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Hab ich inzwischen getan?Oelkanne hat geschrieben:Magst du auch noch auf die anderen Sachen, neben dem trockengelegten Moor, eingehen?
Hast du jemals über das Thema Sicherstellung der Nahrungsmittelversorung nachgedacht?emil17 hat geschrieben: -Zuerst entwässert man Moor, zahlen tuts der Steuerzahler
-Dann subventioniert man Gemüsebau, zahlen tuts der Steuerzahler
-Dann macht man Importbeschränkungen, damit die Bauern ihr immer noch zu teures Gemüse trotzdem verkaufen können - zahlen tuts der Konsument. Qualität oft grenzwertig, da zu hohe Nitratwerte im Gemüse.
-Importbeschränkungen werden zurückgefahren, Bauern jammen weil ihr Einkommen wegbricht - mehr Subventionen, zahlen tuts der Steuerzahler
-Die Bauern kriegen natürlich auch noch direkte Subventionen, denn es sind ja Bauern - bezahlen tuts der Steuerzahler
-Trinkwasseraufbereitung der Gemeinden in der Region ist wegen zu hoher Nitratwerte sehr aufwendig oder unmöglich - bezahlen tuts der Steuerzahler
-Nun sind die Böden dahin, alles soll korrigiert werden, zahlen tuts der Steuerzahler
Das wird mir langsam zuviel, und vielen anderen auch in diesem Land.
So ein Unsinn ... Die sind jahrtausendelang seit Ende der Eiszeit gewachsen und galten als Unland, das man nicht nutzen konnte, ausser für gelegentliche Torfstiche. Nun plötzlich soll man die nur durch Kultivierung und Wiedervernässung erhalten können ...Die Moor-Arten erhalten können wir auf Dauer nur dadurch, dass wir Moore nutzen und danach wiedervernässen, weil wir keine neuen Flächen für neue entstehende Moore mehr anbieten können und alte Moore früher oder später aus dem anaeroben Bereich herauswachsen und dann durch eine andere Vegetation überdeckt werden.
sehe ich nirgends.emil17 hat geschrieben:Hab ich inzwischen getan?Oelkanne hat geschrieben:Magst du auch noch auf die anderen Sachen, neben dem trockengelegten Moor, eingehen?
Oelkanne hat geschrieben:Du versuchst systematisch den Bildbetrachter hinters Licht zu führen in dem du immer den kleinst möglichen Maßstab benutzt und die Bildausschnitte sehr klein machst...emil17 hat geschrieben:Rohana, danke für den konstruktiven Beitrag zur Verminderung von Umweltproblemen.
Diese Landschaftsbilder gibt es nicht nur in der Wesermarsch, sondern auch in der Gegend von Weimar:
https://www.google.com/maps/@?api=1&map_action=map¢er=51.0849,11.48&zoom=16&basemap=satellite
Und es gibt sie auch im Schweizer Seeland:
https://www.google.com/maps/@?api=1&map_action=map¢er=46.982,7.0756&zoom=16&basemap=satellite
Diese Felder sind auf trockengelegtem Moor.
siehe Juragewässerkorrektion
Zum Teil sind schon fast zwei Meter Boden verlorengegangen und man ist bald auf Seekreide.
Das ist weniger Schuld der Bauern als der Planung.
Geht man in deinem schweizer Link wahlweise 200m nach Osten oder nach Westen so trifft man auf mehre Dichte Baumreihen und auch im Norden der Fläche finden sich zahlreiche Bäume.
In deinem Link aus Thüringen eben so,
man geht einen kleinen Schritt nach Norden,
Dort trifft man auf die thüringisch-sachsen-anhaltinische Landesgrenze und auf viele Bäume/Hecken.
Die Orte Nirmsdorf und Gebstedt werden durch einen Bachlauf mit viel Gebüsch drum Rum verbunden.
Und was versuchst du uns mit deinem Link weiß zu machen:
alles ausgeräumter Acker.
wo ist da deine Reaktion?Oelkanne hat geschrieben:Das ist ja interessant,emil17 hat geschrieben: Dein langer Text wegen Vorschriften lässt sich viel kürzer fassen.
Vorschriften sind das eine, wie sie umgesetzt werden ist das andere - Nichteinhalten von Abständen bei Gewässern ist eines der häufisgsten Probleme.
Nach deiner Logik:
Es gibt keine Diebe, denn Stehlen ist vorschriftswidrig und verboten.
wie hättest du sie denn kürzer gefasst?
Für die nicht-Einhaltung von einzelnen Landwirten kann der Rest nichts,
die von dir geforderte Sippenhaft hat man eigentlich abgeschafft ...
Emil, kauf dein Gemüse doch einfach aus Almeria (Spanien), aus den Niederlanden oder von uns aus Deutschland.emil17 hat geschrieben:... der ist jedenfalls dort wo ich hingelinkt habe nicht mehr wirklich vorhanden ...Manfred hat geschrieben:Emil kann es halt nicht ertragen, wenn irgendwo noch ein winziger Rest Offenland Lebensraum für die paar noch verbliebenen Steppenarten bietet.Deine Kompetenz in Sachen Naturschutz ist ja hinlänglich bekannt.Manfred hat geschrieben:Auch in Sachen Boden verfolgt er einen schizophrenen Ansatz. Wenn der "Naturschutz" Flächen ausmagert, bis nur noch mineralischer Boden und/oder versauerter Torf übrig sind, oder besten Oberboden abschiebt und zur Deponie karrt, um noch magerere Flächen zu schaffen, ist das gut. Die gleiche Erosion, von Bauern ohne Vertragsnaturschutzprogramm verursacht, ist dagegen ein Verbrechen.
Zudem sollte man da den Masstab nicht vergessen: Auf einen Quadratmeter Bodenvernichtung durch den Naturschutz - wenn er denn stattfindet, was zu belegen wäre - kommen ein paar hundert Hektar durch industrialisierte und subventionierte Landwirtschaft.
Der allermeiste zerstörte und deponierte beste Oberboden stammt zudem vom Strassenbau und von der Bautätigkeit, sicher nicht vom Naturschutz. Das muss man ja nicht erwähnen, es würde allerdings dein Feindbild etwas entlasten.
Hier geht es nicht um Naturschutz, sondern um schlichte Fehlplanung ausgelöst, durchgeführt und zu verantworten vom Bundesamt für Landwirtschaft.
-Zuerst entwässert man Moor, zahlen tuts der Steuerzahler
-Dann subventioniert man Gemüsebau, zahlen tuts der Steuerzahler
-Dann macht man Importbeschränkungen, damit die Bauern ihr immer noch zu teures Gemüse trotzdem verkaufen können - zahlen tuts der Konsument. Qualität oft grenzwertig, da zu hohe Nitratwerte im Gemüse.
-Importbeschränkungen werden zurückgefahren, Bauern jammen weil ihr Einkommen wegbricht - mehr Subventionen, zahlen tuts der Steuerzahler
-Die Bauern kriegen natürlich auch noch direkte Subventionen, denn es sind ja Bauern - bezahlen tuts der Steuerzahler
-Trinkwasseraufbereitung der Gemeinden in der Region ist wegen zu hoher Nitratwerte sehr aufwendig oder unmöglich - bezahlen tuts der Steuerzahler
-Nun sind die Böden dahin, alles soll korrigiert werden, zahlen tuts der Steuerzahler
Das wird mir langsam zuviel, und vielen anderen auch in diesem Land.
Tja dann seit ihr wohl überbevölkert.Die Schweiz kann sich nicht aus eigener Fläche ernähren. Auch dann nicht, wenn es nur noch Brot, Kartoffeln und Käse auf Karten gäbe.
über ÖlkannesDie Schweiz kann sich nicht aus eigener Fläche ernähren.
zu Rohanasein Betrieb [....] wie er von seiner Fläche ernähren kann...
recht spannend.....Darf ein Land dann auch nur ncoh so viele Bürger halten, wie es von seiner Fläche ernähren kann?
Ist mir wurscht - aber warum macht sich über sowas anscheinend niemand Gedanken, während das auf betrieblicher Ebene mittlerweile ein KO-Kriterium ist?Hildegard hat geschrieben:Das sind in Migrationszeiten aber heikle Vorstellungen. Wer bleibt, wer geht?