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Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 17:39
von Zacharias
So bin ich, genaue Anleitungen brauchend und weniger geduldig als Lehm. Mir geht es halt auch darum, dass ich nicht unendlich lange experimentieren will, was mich nicht nur Zeit, sondern auch viel Dreck kostet. Wenn ich hier noch nicht leben müsste, wäre es egal. Aber so reiße ich mich nicht um die Matscherei.
Heute sind die OSB-Platten im Wohnzimmer runtergekommen. Leider sind da die Balken alles andere als apart. Der unterste Balken der längsten Seite (ganze Hausbreite) ist zudem morsch. Da geht also eigentlich nur Lehm, aber das sind ein paar Meter. Bleibt mir nur, das entweder machen zu lassen oder das Wohnzimmer erst mal nicht zu nutzen.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 11:49
von emil17
Sorry, Birgit - du hast dich für ein altes abgelegenes Haus entschieden. Was du jetzt erlebst gehört dazu.
Wenn ein Balken mehr als nur oberflächlich morsch ist, dann wechsle das Teil aus, später wirst du es sonst bereuen. Man renoviert nicht gut auf schlecht, und den Dreck und die Umstände willste später noch weniger haben als jetzt. Bei Kernholz ist oft nur der Splint morsch, dann schadet das weiter nichts. Kann man selber mit dem Schraubenziehertest herausfinden.
Wenn du gekauften Lehmputz verwendest, guckst du was der Hersteller auf den Sack oder in seiner Webseite geschrieben hat.
Bei selbst geworbenem Lehm muss man ausprobieren, der ist nicht standardisiert und deshalb kann keine Anweisung erfassen, wieviel von was es genau braucht, damit es gut wird. Die Alten konnten das auch, also ist es nicht unmöglich.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 17:54
von Küstenharry
Jetzt hast du das geschrieben,was ich mir schon gedacht hatte.
Erst Rückbau,entkernen und dann neu aufbauen.
Die Ursache für den morschen Balken beheben.

Sonst könnten Feuchtigkeitsschäden im neuen Putz durchscheinen.
Hast du von der Wand Fotos?
Ist das eine tragende Aussenwand?


Nicht ohne Grund gibt es so wenige Lehmputzer, die 3 lagig putzen können.
Mit etwas Übung ist es für den eigenen Anspruch aber Ok.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 19:59
von Oli
Aus meiner Erfahrung vom Aufbau einer Ruine und leben auf der Baustelle kann ich auch nur dazu raten, es JETZT vernünftig zu machen.
Wenn du später richtig eingerichtet bist und dich eingerichtet hast willst du den Dreck und die ohnehin notwendige Arbeit noch weniger haben.

Das was jetzt gerade passiert, das gehört zu den Kröten die man schlucken muss und das ist der Scheiss, den man nicht finden will. Ist völlig normal, gehört dazu, haben wir alle durch und das macht hinterher die Erfahrungen und Geschichten aus, von denen man schnacken kann.

Das ist wahrscheinlich gerade nicht das was du hören willst aber so ist es.

Du schaffst das, ist doch klar, wegen einem blöden Balken und etwas Matschrezepten lässt du dir bitte nicht die Freude verhageln!

:lala:

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 05:18
von Zacharias
Nee, das habt ihr falsch verstanden, der Balken kommt da schnellstmöglichst raus. Ich verputz doch keinen morschen Balken!
Ich möchte und kann halt nicht ewig im Dreck leben. Auch deswegen nicht, weil ich zeitnah Geld verdienen muss und das von zu Hause aus. Da macht es sich nicht gut, wenn das ganze Haus ein Dreckhaufen ist. Lehmputz erfordert halt auch viel Kraft, die hab ich nicht selber. Leider haben meine Handwerker damit so gar keine Erfahrung und womit sie keine Erfahrung haben, damit arbeiten sie auch nicht. Ich musste denen erst mal erklären, warum ich keine Gipswand möchte. Und dass eine krumme Wand für mich weniger schlimm ist. Ich muss nun schauen, wie ich das gelöst bekomme.
Die Stromgeschichte wird nun auch wesentlich teurer als gedacht. LIegt daran, dass hier doppelt zu viel Strom ankommt, wie normal üblich in Estland.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 09:05
von Eule
Zacharias hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 05:18
Die Stromgeschichte wird nun auch wesentlich teurer als gedacht. LIegt daran, dass hier doppelt zu viel Strom ankommt, wie normal üblich in Estland.
was das-
Zacharias hat geschrieben: Fr 9. Apr 2021, 15:31 wenn die noch nicht mal wissen, was ein Durchlauferhitzer ist.
-erklärt ;)

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 13:25
von Zacharias
Kann sein, aber 50A ist wohl auch für einen Durchlauferhitzer nicht nötig.
Ich finde das schon kurios, in digitalen Dingen sind sie hier so viel weiter als in Deutschland.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 14:33
von emil17
Das mit dem Strom wäre erklärungsbedürftig.
Die Netzspannung und die Frequenz des Gerätes muss zur anliegenden Versorgung passen (in D 230V /50 HZ oder Drehstrom 3x 400V/50 Hz), die Stromaufnahme des Gerätes darf die maximal zulässige Stromstärke in der Leitung nicht übnerschreiten (bei Hausinstallationen üblicherweise 10 bis 15 A), damit kannst du an 230V bis etwa 2.4 kW anschliessen. Mehr (Elektroinduktionsherd, bessere Durchlkauferhitzer usw. ) wird üblicherweise dreiphasig angeschlossen.
Wenn du 50A ziehen kannst, weil der Hausanschluss so ausgelegt ist, ist das zwar schön, aber weder nötig noch störend. Nur müssen dann die entsprechenden Leitungsquerschnitte *bis zur Steckdose* verlegt sein, was zumindest zu überprüfen wäre, denn sonst hast du wenig davon.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 15:18
von Zacharias
Ich kenn mich mit Strom so gar nicht aus, von daher kann ich mit dem was du schreibst leider nicht viel anfangen. Hatte in der Schule auch kein Physik, von daher kann ich da nichts ausgraben. Für mich nachteilig ist halt, dass die Installationsrechnung deswegen so hoch istund mir grad lieber wäre, mein Geld in andere Dinge zu investieren. Einen Durchlauferhitzer habe ich ja aus D mitgenommen, das ist aber auch schon mein leistungsstärkstes Gerät, aber einen Herd, geschweige denn Induktionsherd habe ich nicht. Auch die Vorbesitzer haben nur einen Gasherd mit Flasche gehabt, bleibt also rätselhaft, warum hier so viel ankommt.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 16. Mai 2021, 17:26
von Eule
vielleicht hatte ich dich missverstanden: es kommt nur so viel an, wie du brauchst, aber ein Durchlauferhitzer braucht eben ziemlich viel, evtl. mehr, als die vorhandenen Kabel und Sicherungen vertragen, die darum verstärkt werden müssen, und DAS erhöht die Kosten, könnte ich mir vorstellen :im:
So ein Durchlauferhitzer verbraucht mehr als ein Elektroherd, bei dem alle Platten + Backofen gleichzeitig an sind!

Ich kenne das Problem aus einer alten Mühle in der Toscana, wo ich mal mit Freunden Urlaub gemacht habe. Da gab es EINEN Stromkreis mit EINER Sicherung, und die vertrug nur ENTWEDER den Kühlschrank, ODER den Untertisch-Speicher in der Küche, ODER den unter der Decke im Bad, und wenn man zwei dieser Geräte gleichzeitig einschaltete, sprang die Sicherung 'raus. :aeh: