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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 21. Sep 2015, 20:56
von emil17
Der baut also Sommergetreide an? ("Im Frühjahr wird 2 Wochen vor der Saat ... ")
Landratte hat geschrieben: Toller Typ. Dem hätte ich ein Tässchen von seinem Glyphosat auf Ex eingeschenkt.
Nein, halt: eine halbe Tasse Glyphosat und eine halbe Tasse Glufosinat (um Resistenzen vorzubeugen).
Du trinkst ja auch die Seife mit der du dich wäschst, die Jauche mit der du deine Pflanzen düngst ...
Es gibt viele Argumente gegen Totalherbizide, aber das ist primitiv.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 21. Sep 2015, 21:09
von Sabi(e)ne
Die "pfluglose LW "ist dafür in der Kombi mit den Totalherbiziden dafür verantwortlich, daß die ganzen Mäusebaue/Wühlmaus-Baue nicht mehr beim Pflügen platt gemacht werden.
Und die Mäuse machen damit mehr Schäden, als es je die Unkräuter können.
Alles zum Dieselsparen, und mehr Ertrag. :roll:
Bloß funzt es einfach so nicht - fragt mal in den Foren nach....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 21. Sep 2015, 22:18
von Benutzer 4754 gelöscht
ja Emil er baut nur Sommergetreide an.

Nicht gesund kann alles bedeuten, von nur kopfweh verursachend bis hochgradig krebsauslösend ;)

Und trinken wird er das Zeug sicher nicht, er weis das es gesundheitsschädlich ist.


Aber eins muss man Glyphosat lassen:
sparsam mittels Rotowiper http://www.rotowiper.de/ angewendet nimmt es einem in Zuckerrüben enorm viel aufwändige, anstrengende und teure Handarbeit ab.....

aber für das übliche "sauber-spritzen" vor der Saat sollte es verboten werden und die Stoppelbehandlung nur mit zubeantragender Genehmigung.
Das die Sikkation von Speise und Futtergetreide Quark ist sagte ich glaub schon öfters ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 15:37
von Thomas/V.
sowas nennet man "product placement" :mrgreen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 22:01
von Benutzer 4754 gelöscht
Sag mal, Ölkanne, kann es sein dass du der Marketingabteilung von Monsanto (alternativ Dow Chemical, Bayer Crop Science, whatever...) entsprungen bist?
Nö, meine Mutter ist Hauswirtschaftsleitung in einem Kinderhort und mein Vater selbständiger Maler und Lackierer.
Ich bin 17 und bei keinem der Großunternehmen angestellt ;)
schon der Hammer, was ein einziges Praktikum beim örtlichen Giftmischer so mit einem anstellen kann... :hmm:
nach den Praktikum beim "Giftmischer" ( :mrgreen: ) war ich eben auch beim Bio-Landwirt und dann fallen einem viele Unterschiede auf, positiver wie negativer Natur ;)


Im Privatgarten möchte ich kein "Gebräu" haben, und die Produkte über die sich die Diskussionen hermachen sind idR nicht im Garten zugelassen. Damit entfällt schon mal die Entscheidung ob man sie testet oder nicht ;) .
aber was mir auffiel das an manchen stellen im lieben Internet die Landwirte als dumme, umweltverseuchende Giftspritzer dargestellt werden (zum teil auch hier aber nicht so extrem).
Da bekomm ich das kalte Kotzen ;) niemand spritzt und düngt über das nötige Maß hinaus.
Viel hilft nicht viel sondern ist nur unnötig teuer, bis weilen auch schädlich (bei konvi. Zuckerrüben spritz man sich im Schnitt 5% Ertrag weg, im Vergleich zu Bio-Rüben)

Ich möchte niemanden missonnieren/überzeugen, ihm ins Gewissen reden oder sonst was tun, sondern nur Argumente dagegen und dafür darlegen, entscheiden muss aber jeder selber.
Aber bitte kein "Dampfwalzenprinzip" gegen alles was der "normale"/konventionelle Landwirt tut oder sein lässt ;)

So und warum hab ich mich dann hier (in einem ja eher ökologisch orientierem Forum) angemeldet?
Weil ich mit Leuten in Kontakt treten möchte die ihren Garten so ähnlich bewirtschaften wie meine Mutter/ich.

Die üblichen Gartenforen sind mir zu oberflächlich und die üblichen Agrarforen meist zu extrem (im Sinne von " alle ökos sind Idioten" oder der gleichen)
Thomas/V. hat geschrieben:sowas nennet man "product placement" :mrgreen:
Dann ist sein "Plan" nicht aufgegangen :mrgreen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 22:11
von Sabi(e)ne
Oooooch....ich war von Anbeginn bei Landlive - und wenn dann da rumgeprollt wurde, wie viele Überfahrten sie sparen konnten mit Tankmischungen(die eigentlich alle verboten waren), da ging mir doch der Glaube an den ordentlichen Jungbauern ziemlich verloren.
Und nach der Nummer mit den Blattläusen auf Kartoffeln, die gespritzt meine Bienen gekillt haben, stehe ich den Landwirten eher :dreh: gegenüber.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 22:22
von Benutzer 4754 gelöscht
Sabi(e)ne hat geschrieben:Oooooch....ich war von Anbeginn bei Landlive - und wenn dann da rumgeprollt wurde, wie viele Überfahrten sie sparen konnten mit Tankmischungen(die eigentlich alle verboten waren), da ging mir doch der Glaube an den ordentlichen Jungbauern ziemlich verloren.

Hast du ihn seither wieder gefunden :mrgreen: ?
Und nach der Nummer mit den Blattläusen auf Kartoffeln, die gespritzt meine Bienen gekillt haben, stehe ich den Landwirten eher :dreh: gegenüber.
Dann hat wahrscheinlich der betreffende Anwender UND der Betriebsleiter mist gebaut (Insektizidspritzung nach Beendigung des Bienenflugs, wenn möglich B4 Präparate usw)
Trotzdem sollte man m.M.n. nicht alle Landwirte nur wegen einem Trottel über einen Kamm scheren ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 22:26
von Thomas/V.
niemand spritzt und düngt über das nötige Maß hinaus.
Kommt drauf an, was man unter "nötig" versteht. Nötig im Sinne der Gewinnoptimierung?

Mein Nachbar glaubt sicherlich auch, das es nötig sei, die Brennesseln am Zaun mit Unkraut-Weg zu spritzen, damit er möglichst wenig Zeit im Garten verbringen muß, während ich denke, das ich die trocknen und als Futter verwenden oder ne Jauche draus machen könnte.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 22:49
von Benutzer 4754 gelöscht
Kommt drauf an, was man unter "nötig" versteht. Nötig im Sinne der Gewinnoptimierung?
Das "nötig" legt der Betriebsleiter fest.

Ich für mich würde "nötig" so definieren:
nötig ist so viel das die Ernte sicher so ausfällt das ich den Betrieb verlustfrei führen kann, gute Qualität abliefere und gleichzeitig noch lange auf meiner Fläche Lebensmittel produzieren kann.
Ebenfalls ein Verzicht auf die Herbizidbehandlung von Stoppeln statt dessen mechanische Unkrautbekämpfung, denn die halte ich für nicht nötig, eben so unnötig für mich ist die Sikkation von Getreide, Öl- und Eiweißpflanzen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 22. Sep 2015, 23:05
von Sabi(e)ne
Ölkanne hat geschrieben:
Sabi(e)ne hat geschrieben:Oooooch....ich war von Anbeginn bei Landlive - und wenn dann da rumgeprollt wurde, wie viele Überfahrten sie sparen konnten mit Tankmischungen(die eigentlich alle verboten waren), da ging mir doch der Glaube an den ordentlichen Jungbauern ziemlich verloren.

Hast du ihn seither wieder gefunden :mrgreen: ?
Und nach der Nummer mit den Blattläusen auf Kartoffeln, die gespritzt meine Bienen gekillt haben, stehe ich den Landwirten eher :dreh: gegenüber.
Dann hat wahrscheinlich der betreffende Anwender UND der Betriebsleiter mist gebaut (Insektizidspritzung nach Beendigung des Bienenflugs, wenn möglich B4 Präparate usw)
Trotzdem sollte man m.M.n. nicht alle Landwirte nur wegen einem Trottel über einen Kamm scheren ;)
Wenn ich den Verursacher hätte feststellen können - okay.
Da die Bienen aber locker 10-15km fliegen können zu fettem Futter - wie soll ich das beweisen?
Und so hatte ich dann zum x.ten mal einen Totalschaden, und wieder 5 Jahre Arbeit und Zucht im A****.
Ich glaub, das kann jeder nachvollziehen, daß das äußerst unlustig ist - vom verbrannten Geld zu schweigen.