Getreideanbau

Sven2
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Re: Getreideanbau

#221

Beitrag von Sven2 »

Das war ja Teil der Frage ;)
Sven2
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Re: Getreideanbau

#222

Beitrag von Sven2 »

Ferry hat geschrieben: Mo 18. Mär 2024, 20:45 Gegen den vielen ausfall des Getreides beim ernten: kann man das nicht so ernten das es geerntet am Halm noch nachreift bzw trocknet?
Ich kenn das beim Dinkel als Grünkern
Ferry
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Re: Getreideanbau

#223

Beitrag von Ferry »

So grün muss es ja nicht sein ;), aber eben früher als mit Mähdrescher.
Damit nicht so viel rausfällt beim bewegen
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emil17
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Re: Getreideanbau

#224

Beitrag von emil17 »

Wegen den Mitteln, falls du das konventionell machen willst: Frag einen Landwirt ob er dir etwas Spritzbrühe abgeben kann. Weil so wenig wie du brauchst kannst du gar nicht kaufen.
Ich hatte das Problem bei meinen Aprikosen auch und gegen Monilia (Zweig- und Spitzendürre) gibt es leider nix mit Biozulassung, was wirkt. Diese Krankheit runiniert die Bäume. Kleinste Packung im Verkauf würde für geschätzte 30 Jahre reichen ...
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Re: Getreideanbau

#225

Beitrag von Rohana »

Wir ernten mit unter 14% Feuchtigkeit im Korn (kannst du die überhaupt messen?) zwecks der Lagerfähigkeit. Darüber wird's kritisch bei Lagerung im Silo, wenn man nicht mit Säure konservieren möchte oder ähnliches.

Auch wenn Emil prinzipiell mit den Mengen recht hat: Ein Landwirt der Spritzbrühe an Laien abgibt macht sich in D strafbar soweit ich weiss. Lass ihn das bei dir ausbringen, dann hat alles seine Richtigkeit :)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Getreideanbau

#226

Beitrag von Sven2 »

Ist ja alles auch nur ein Gedankengang ;)
Aber ja, ich mag da auch nicht rumexperimentieren. Ist schon richtig, dass die Profis nur da ran dürfen, finde ich.
Ferry
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Re: Getreideanbau

#227

Beitrag von Ferry »

@Rohanna
weißt du wie die Feuchtigkeit früher war als noch per Sense geerntet wurde?
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emil17
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Re: Getreideanbau

#228

Beitrag von emil17 »

Wenn du eine auf 0.1 Gramm genaue Waage hast (Gibts elektronisch für ein paar kleine Euros und ist auch für anderes nützlich), dann nimmst du bei Verdacht auf Erntereife eine Handvoll Korn, wiegst, in den Backofen bei 80 Grad für eine Stunde und nochmal wiegen. Der Gewichtsverlust bezogen auf das Einwaagegewicht vor dem Trocknen ist dann der Wassergehalt.
Oder einfach dann ernten, wenn die anderen in der Gegend es auch tun, wird schon so hinkommen.
Rohana hat geschrieben: Di 19. Mär 2024, 10:20 Lass ihn das bei dir ausbringen, dann hat alles seine Richtigkeit :)
Ich stell mir grad vor, wie der mit seinem Trecker und den Spritzbalken mit 18 m Behandlungsbreite in den Hausgarten kommt ;-))
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Re: Getreideanbau

#229

Beitrag von Rohana »

Handspritze tuts auch aber ja... :holy:
Mein Mann allerdings wies mich daraufhin dass die Spritzbrühe, selbst wenn sie vom Sachkundigen ausgebracht wird, nur auf "landwirtschaftliche Nutzfläche" ausgebracht werden darf. War also doch nix mit dem Bauern im Garten, zefix :flag:
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Re: Getreideanbau

#230

Beitrag von emil17 »

Es gibt auch sehr kleine landwirtschaftliche Nutzflächen, die von Nicht-Erwerbslandwirten in Nicht-Erwerbsabsicht bestellt werden. Nicht im juristischen, aber im praktischen Sinn. :holy:
Und: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Im Hausgarten kann man Weizen durchaus auch in Einzelreihe zwischen anderem Gewächs anbauen, das muss nicht immer ein Feld sein. Das müsste sich positiv auf Krankheitsbefall auswirken, wobei man mit anfälligen Sorten in vom Wetter her ungünstigen Jahren und bei hohem Befallsdruck nicht glücklich werden dürfte.
Man kann natürlich ganz pragmatisch auch, statt den Bauern wegen etwas Spritzmittel zu bemühen, ihm im Juli ein paar Kilo frisch gedroschenes Korn ab Mähdrescher abkaufen und ist damit bei wesentlich weniger Mühe für beide Seiten bezüglich Ernte gleich weit, denn ob der Weizen auf eigenem Grund oder auf fremdem gewachsen ist und gespritzt wurde, kommt dabei aufs selbe heraus. Bei kommerziellem Anbau dürfte die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Dosierung der Produkte viel eher gegeben sein.

Wenn man es aber als Hobby oder aus Neugierde macht, kann man bei ProSpecie Rara oder ArcheNoah versuchen, robuste Landsorten zu bekommen, die weniger ertragreich, aber robuster sind, und die sonst keiner anbaut, und es damit versuchen.

Ich habe dazu ein Beispiel von Apfelbäumen. Die sind jetzt im Anbauverhalten nicht gerade weizenähnlich, aber worauf ich hinaus will: Aus unerfindlichen Gründen hab ich mal im Abverkauf ein Golden Delicious Bäumchen gekauft. Die werden, etwas unreif gepflückt, als Dörrobst angenehm süss-sauer. Nur hat der Baum dauernd Mehltau und Apfelschorf. Die selbst gepfropften Lokalsorten (Edelreiser von abgehenden alten Bäumen aus vernachlässigten Streuobstwiesen genommen - man merkt sich im Herbst die Bäume mit interessanten Früchten) dagegen sind am selben Standort viel unempfindlicher auf Pilzkrankheiten. Hier macht Vogelfrass die grössten Verluste. Elstern, Krähen, Eichelhäher, die in manchen Jahren in fast jeden Apfel von oben her eine Grube reinpicken. Und da kann ja die Sorte nichts dafür.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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