Re: Der Fuchs war da
Verfasst: Mo 11. Mai 2020, 09:07
Im Risikogebiet hilft nur ein dichtes Gehege oder minsdestens nächtliches Einstallen.
Raubwild ist nun mal eine Umwelteigenschaft, d.h. Raubwildpräsenz gehört zu deiner Fläche wie Steilheit, Steinigkeit, Erdrutschgefahr und so weiter. Man kann nicht verlangen, dass Jäger und Wildhüter jedes gepflanzte Bäumchen vor dem Verbiss schützen und jedes Hühnchen auf eigenem Freiland vor dem Wolf.
Zudem wäre es kurzsichtig, einfach alle Füchse wegmachen zu wollen, die haben eine wichtige Funktion als Gesundheitspolizei und ernähren sich vorwiegend von Wühlmäusen und ähnlichem Getier.
Die Gesetzeslage bei Wildschaden ist hier wie so oft auf den ersten Blick gut und dann aber frustrierend, wenn man die Verordnung dazu liest: Als mir die Wildschweine mal meine Wiese umgegraben haben, kam der Wildhüter zwar, meinte aber, das sei zur Zeit ein grosses Problem und sie würden versuchen, den Bestand einzugrenzen.
Entschädigung gabs keine (obwohl im Gesetz steht, dass die Jagdpächter für Wildschäden haften) da erstens Bagatellschaden (da die Wiese eine magere Blümchenwiese ist und also sowieso nix abwirft) und ich zweitens nicht Erwerbslandwirt bin, also gar keinen Schaden haben kann.
Am Schaden sind weder Jäger noch Wildhüter schuld, die Leute sind ok und umgänglich, solange man ihnen nicht mit Jagd ist Mord oder ähnlich weltfremdem Zeug kommt oder sie zu Vegetariern bekehren will.
Zudem sind Füchse recht anpassungsfähig und finden im Siedlungsgebiet oft bessere Bedingungen als draussen.
Das Einhegen ist ein ziemlicher Aufwand, aber wenn man langfristig Geflügel halten will, lohnt sich das.
Bei den Hühnern haben wir einen elektronischen Pförtner, die dürfen erst um 8 Uhr raus (viel zu spät nach Hühneransicht) und abends gehen sie rein, bevor der Fuchs unterwegs ist.
Das hält die Verluste in Grenzen. Wenn sie nicht mehr reinwollen, etwa wegen Vogelmilben, die man nicht bemerkt hat, gibt es sofort Verluste.
Raubwild ist nun mal eine Umwelteigenschaft, d.h. Raubwildpräsenz gehört zu deiner Fläche wie Steilheit, Steinigkeit, Erdrutschgefahr und so weiter. Man kann nicht verlangen, dass Jäger und Wildhüter jedes gepflanzte Bäumchen vor dem Verbiss schützen und jedes Hühnchen auf eigenem Freiland vor dem Wolf.
Zudem wäre es kurzsichtig, einfach alle Füchse wegmachen zu wollen, die haben eine wichtige Funktion als Gesundheitspolizei und ernähren sich vorwiegend von Wühlmäusen und ähnlichem Getier.
Die Gesetzeslage bei Wildschaden ist hier wie so oft auf den ersten Blick gut und dann aber frustrierend, wenn man die Verordnung dazu liest: Als mir die Wildschweine mal meine Wiese umgegraben haben, kam der Wildhüter zwar, meinte aber, das sei zur Zeit ein grosses Problem und sie würden versuchen, den Bestand einzugrenzen.
Entschädigung gabs keine (obwohl im Gesetz steht, dass die Jagdpächter für Wildschäden haften) da erstens Bagatellschaden (da die Wiese eine magere Blümchenwiese ist und also sowieso nix abwirft) und ich zweitens nicht Erwerbslandwirt bin, also gar keinen Schaden haben kann.
Am Schaden sind weder Jäger noch Wildhüter schuld, die Leute sind ok und umgänglich, solange man ihnen nicht mit Jagd ist Mord oder ähnlich weltfremdem Zeug kommt oder sie zu Vegetariern bekehren will.
Zudem sind Füchse recht anpassungsfähig und finden im Siedlungsgebiet oft bessere Bedingungen als draussen.
Das Einhegen ist ein ziemlicher Aufwand, aber wenn man langfristig Geflügel halten will, lohnt sich das.
Bei den Hühnern haben wir einen elektronischen Pförtner, die dürfen erst um 8 Uhr raus (viel zu spät nach Hühneransicht) und abends gehen sie rein, bevor der Fuchs unterwegs ist.
Das hält die Verluste in Grenzen. Wenn sie nicht mehr reinwollen, etwa wegen Vogelmilben, die man nicht bemerkt hat, gibt es sofort Verluste.