Es liegt wohl an den Definitionen.
Wenn man Speisekartoffeln als Anbauziel hat und dann viel davon zu Industriealkohol oder Schweinefutter wird oder in die Papierfabriken wandert, ist das je nach Standpunkt auch weggeworfen. Die Agroingenieure sagen wohl eher Deklassierung oder Rückstufung dazu. Mindestens trägt weder Industriealkohol noch Papierherstellungshilfsstoff zur Welternährung bei, und darum ging es doch?
Ansonsten stimme ich Rohana zu, Gegenpolemik hat gegen Polemik noch nie geholfen. Sie verbietet die Erkenntnis, dass der Gegner ja auch in manchen Dingen Recht haben könnte.
Solche Sätze "Die Förderer des Biolandbaues täuschen die Öffentlichkeit mit isolierten Einzelaspekten, die in der statistischen Gesamtschau unstimmig sind und nicht funktionieren können." kann er sich genausogut auch selbst vorhalten lassen, etwa in der unsäglichen Nitratdiskussion, wo selbstverständlich er und nur er recht hat.
Spätestens da, wo er sich über die Problematik der Dritten Welt äussert: "„Wir“ bauen in Südamerika nichts an! Wir kaufen Sojabohnen, Sojaschrot (entöltes, dampf-geröstetes Bohnenmark), Speise-Sojaöl und vor allem Soja-Biodiesel (auch eine Folge Grüner Planwirtschaft) in Südamerika.
...
Die Sojabohnen nehmen den Südamerikanern keine Flächen für Nahrungspflanzen weg, sie schaffen mit dem Geld, das durch Soja und Sojaprodukte in die Länder kommt, Wohlstand auch auf den Tellern der Armen."
Eine ganzheitliche Betrachtung des Problems, dem nichts hinzuzufügen ist
"so ist die Realität hinter den grünen Kampagnen. Aber diese Kampagnen unterstützen lieber Terroristen, die Farmer überfallen, ermorden, erpressen, Elend und Chaos verbreiten, weil sie den Besitz anderer für ihr Erbteil halten. Das ist so in Simbabwe oder Lateinamerika, die tödliche Spur einer linksgrünen Planwirtschaft"
Robert Mugabe und sein genau so korrupter Nachfolger im Amt sind/waren also wegen den Grünen hier an der Macht. Aha.
Soll der Herr doch mal den von uns dank Importen geschaffenen Wohlstand vor Ort geniessen, indem er sich als gewöhnlicher Landarbeiter auf einer der Plantagen dort verdingt. Ein halbes Jahr dürfte genügen.
Ich glaube, der Herr hat langsam die Hosen voll, weil der Biolandbau eben doch nicht das ist, was er sein muss: Ein realitätsfremdes Hobby von Spinnern. Deshalb reagiert er so wie alle, die an der Macht sind und ihre Grundlagen in Frage gestellt sehen.

