Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 29. Apr 2019, 09:28
Die Preise bewegen sich nicht gross, wenn's den Leuten scheissegal ist wo die Kartoffeln herkommen. Ansonsten gilt, knappes Gut = teures Gut. 
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schlüsselpositionen besetzt.
Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Brüssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind.
Das sei ein wesentlicher Grund dafür, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie.
Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Umwelt BAFUIn der Schweiz fallen jährlich 2,6 Mio. Tonnen Lebensmittelverluste (Frischsubstanz) an. Zwei Drittel davon sind vermeidbare Verluste, das heisst, die Lebensmittel wären zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung und bei rechtzeitiger Verwendung geniessbar. Pro Person gehen in der Schweiz somit jedes Jahr rund 190 kg geniessbare Lebensmittel verloren: von der Verarbeitung direkt nach der Ernte über die Lieferkette bis hin zum Detailhandel und schliesslich den Haushalten als Konsumenten.
Bei den Privathaushalten ist die geringe Wertschätzung von Nahrungsmitteln und Bequemlichkeit die Hauptursache.Die Analysen zeigen, dass von den 1.7 Mio. Tonnen vermeidbaren Lebensmittelverlusten rund 43% in der Lebensmittelindustrie und 28% in privaten Haushalten anfallen.
Es braucht eine ausgewogene Mischung von Praktikern (um absurde Vorschläge von Umweltfanatikern zu begegnen), von Umweltfacheuten (um der Umwelt den ihr gebührenden Stellenwert zu garantieren) und von Vertretern der lebensmittelverarbeitenden Industrie (um die Aspekte der Verabeitung und Verteilung gebührend zu berücksichtigen).Rohana hat geschrieben:Cui bono, wenn an den Schlüsselpositionen (noch mehr) Leute sitzen, die keine Ahnung haben?
Man ignoriere also den Markt, die Gewinne kommen von selbst? Steile These.emil17 hat geschrieben: Wird langfristig nachhaltig gewirtschaftet, stellen sich bei richtig arbeitenden Unternehmen die Gewinne von selber ein, die Sicherung der Rentabilität ist deshalb das unwichtigste Kriterium.
Rohana hat geschrieben:Man ignoriere also den Markt, die Gewinne kommen von selbst? Steile These.emil17 hat geschrieben: Wird langfristig nachhaltig gewirtschaftet, stellen sich bei richtig arbeitenden Unternehmen die Gewinne von selber ein, die Sicherung der Rentabilität ist deshalb das unwichtigste Kriterium.
emil17 hat geschrieben:Wenn dadurch Lebensmittel teurer werden, kann man nur entgegnen, dass die Leute sich daran gewöhnen müssen, die wahren Kosten der Waren bezahlen zu müssen.
Die meisten Bauern sagen ja, dass sie lieber anders würden als sie müssen ... also kein Glaube daran, es so gut wie möglich zu machen.„Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt, lieber Geld verlieren als Vertrauen. Die Unantastbarkeit meiner Versprechungen, der Glaube an den Wert meiner Ware und an mein Wort, standen mir höher als ein vorübergehender Gewinn.“ Robert Bosch
Das trifft alle Gewerbe genau gleich, wer sich nicht beizeiten umstellt, hat irgendwann verloren.Rohana hat geschrieben:Das erzählst du mal denen, die ihre landwirtschaftliche Existenz verloren haben und verlieren werden.