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Re: Getreideanbau
Verfasst: Fr 1. Sep 2017, 20:34
von Till
Ich habe inzwischen ein Hefeteigbrot aus 2kg Weizen gebacken und bin mit dem Ergebnis zufrieden; es schmeckt und das Mehl backt gut. Es klebt auch hervorragend im Sammelbehälter der Messerschmidt Mühle.

Re: Getreideanbau
Verfasst: Do 18. Jan 2018, 17:58
von Till
Gute Nachrichten! Jemand anderes hatte ganz offenbar eine gute Idee, wie sich das Umpflanzen des Weizens mittels Vorrichtung seeehr erleichtern lässt.
Pflanzen von Zwiebeln:
https://www.youtube.com/watch?v=VSNXlpEgONE
Pflanzen von Mais:
https://www.youtube.com/watch?v=M2OI49-qxkU
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 09:39
von Sven2
Ich hab mal wieder viele Gedanken, die Fragen produzieren, also ist das jetzt wieder eine eher theoretische Frage
Das Problem- oder eins der Probleme- beim Weizenanbau (oder besser: Getreideanbau, wäre für Roggen und Gerste auch intetessant )ist ja die Gefahr von Giftstoffen durch Pilze. Wäre es als Privatmensch nicht möglich, da ähnlich wie im Bio- Anbau (vermutlich) zu spritzen? Gibt ja meine ich Präparate(auch Fungizide?), die man fürs Gemüse bekommen kann? Oder braucht man einen Schein für? (Was ja eigentlich nicht schlecht wäre, wenn's nicht jeder darf)
Und müsste man Getreide als Tierfutter dreschen? Könnte man die Ähren nicht so verfüttern? Ich glaub Hühner fressen das mit Spelz und allem, oder? Schweine denk ich auch, die Fressen meine ich ja auch Maisspindeln? Wird von der Lagerung dann Platzaufwendiger und die Futterqualität nicht besser bzw. Die Ration vermutlich ziemlich unterschiedlich , aber wenn's getrocknet ist im kleinen SV- Setzung doch möglich?
Ich Spinn aktuell wie gesagt gedanklich nur rum, aber vielleicht weiß hier jemand Antworten

Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 09:51
von Rohana
Soweit ich weiss gibt es für Weizen im Bioanbau nichts was man spritzen könnte

Das ist ja einer der Knackpunkte. Gemüse und Wein ist was ganz anderes (andere Erreger vor allem).
Wie willst du ungedroschen lagern? Kann mir nicht vorstellen dass das wirklich so toll ist...

Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 11:16
von Ferry
ich weiß auch kein Sritzmittel im Bio-Anbau . Kannst ja mal die EU-Bio_Verordnungen durchlesen;)
Jedenfalls weiß ich das die Bio Bauern die ich kenne eben Weizensorten anbauen die eben keine Spitzenerträge bringen, dafür aber nicht so anfällig für Pilze sind.
Es geht glaube ich nicht drum das ungedroschenes Lagern toll ist, sondern das es kaum möglich sein dürfte das Getreide von z.B. 20x20m gedroschen zu kriegen...
Die Lagerung stelle ich mir nicht so schwierig vor wenn man Platz hat. Aber du verfütterst ja nicht nur die ganzen Ähren sondern auch noch das Stoh das da dran ist.
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 11:42
von Sven2
Naja, wir reden von kleinflächen und Hobbyanbau. Ich hätte mir jetzt vorstellen können, dass man in Bündeln trocknet, evtl die Halme grob abscbeider damit Es kürzer wird und dann in Säcken aufgehängt oder Tonnen lagert, wenn es ganz trocken ist
Ok, dann müsste man wenn man Spritzen möchte konventionelle Mittel nehmen?
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 17:25
von Ferry
Meinst du ohne Spritzmittel erntet man kein Getreide?
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 18:13
von emil17
Ich hab das mal mit Roggen gemacht, aber bald wieder aufgegeben.
Es macht Spass, ist aber eine Sauarbeit.
Beim Ernten von Hand hast du je nach Sorte sehr viel Ausfallkorn.
Dann musst du die Garben lagern (Achtung Mäuse!) und dreschen, da gibts allerhand Möglichkeiten die aber alle mühsam und nicht so effizient sind. Man kann z.B. das Korn auf offener Fläche mit Flegeln dreschen, oder in einen Jutesack stecken und diesen verprügeln. Auf YT gibts noch viele Ideen.
Dann alles reinigen, auch da habe ich verschiedenes ausprobiert, mit Haartrocknergebläse, worfeln usw. Heute würde ich einen kleinen Zyklonabscheider kaufen und den mit einem Werkstattstaubsauger benutzen, also die Spreu absaugen.
Wenn man schlampig reinigt und kleine Steinchen oder Sand drin bleibt, ist das für die Zähne sehr schlecht.
Für Tierfutter muss man das nicht machen, aber eigentlich ist es schade um die viele Arbeit und dann hat man bloss Futterkorn. Da wären Erbsen oder Ackerbohnen ergiebiger. Für Schweinefutter würde ich Kartoffeln und nicht Getreide anbauen, und im Herbst wenn es hat Eicheln sammeln.
Was Pflanzenschutz angeht, so war mein Roggen in unserem Trockenklima gesund. In nassen Jahren kann es aber bei hohem Befalldruck schwierig werden, vor allem wenn man zu dicht gesät hat.
Wenn du konventionell spritzen willst, kannst du die lokalen Pflanhzenschutzhinweise der Landwirtschaftsämter für die Bauern nehmen. Beim Einkaufen wirds dann lustiger, wenn sie dich fragen, wieviel Hektar du hast. Und du brauchst Gerät, mit einer Handspritzflasche kommst du nicht hin. Achtung beim Dosieren, wenn du nur einige Quadratmeter behandeln musst, da brauchst du eine Feinwaage oder eine Pipette mit Skala, um die korrekte Menge Produkt abzumessen.
Unkraut ist auch schwierig. Hier sind vor allem Rankpflanzen wie Klettenlabkraut, Winden oder Wickenarten lästig, weil dann alle Halme aneinanderhängen und es sich schlecht ernten lässt. Besonders mühsam ist es, wenn sich das Korn legt und das Zeug hindurchwächst.
Man sollte es vielleicht einmal gemacht haben, um Respekt vor unseren Vorfahren zu bekommen, die damit ihre Familien ernährt haben, und um zu verstehen, was mechanisierte Anbauverfahren leisten.
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 18:50
von Sven2
Ferry hat geschrieben: Mo 18. Mär 2024, 17:25
Meinst du ohne Spritzmittel erntet man kein Getreide?
Nein. Aber das Argument gegen den Anbau von Getreide als Spielerei im Garten ist oft- neben der vielen Arbeit- Mutterkorn oder Fusarien (heißen die so?), deshalb der Gedanke.
Re: Getreideanbau
Verfasst: Mo 18. Mär 2024, 20:45
von Ferry
Gegen den vielen ausfall des Getreides beim ernten: kann man das nicht so ernten das es geerntet am Halm noch nachreift bzw trocknet?