Jaja, Justus Liebig war das mit den industriellen Fleischextrakten. Ich meine aber was anderes, selbstgemachtes und gefunden habe ich es in meinem eigenen alten Kochbuch von 1900.
Glace, getrocknete Fleischessenz oder Suppenzelten
Man bedeckt den Boden einer weiten Kasserolle mit Nierenfett, Zwiebelscheiben, zerschnittenen Mohrrüben, Petersilienwurzeln, Sellerie und Porree; dann legt man 2 kg. zerschnittenes Ochsenfleisch und 1 kg. Kalbfleisch darauf und dünstet es bei mäßiger Hitze mit einigen Eßlöffel Wasser, bis der Saft hellbraun ist. Nun gießt man 6 Liter Bouillon darauf und lässt es langsam sieden, wobei man sorgfältig abschäumt. Nachdem man die Brühe 6-7 Stunden hat kochen lassen , gießt man sie durch eine Serviette , läßt sie erkalten und entfettet sie.
Am andern Tag siedet man sie auf hellem Feuer in einem flachen Geschirr stark ein und stellt sie wieder an einen kühlen Ort.
Am dritten Tag kocht man sie , nachdem man sie nochmals entfettet , im Wasserbade noch dicker ein, wobei natürlich beide Gefässe unverdeckt sein müssen.
Nachdem sie wieder eine Nacht am kühlen Ort gestanden , muß sie jetzt so fest sein , daß man mit einem Messer Stücke abschneiden kann.
Man trocknet dieselben in einem kühlen Luftzuge, wickelt sie in Papier und bewahrt sie in einer Schachtel an einem kühlen trockenen Ort.
Ich hatte noch ein anderes Rezept gefunden, aber ich habe nicht die Absicht das nachzumachen. Da braucht man am Besten ein Holzofen.
Frisches Suppengemüse mache ich auch in Salz ein, oder Thymian in Salz. Bleibt ewig haltbar.
Lebkuchen oder Lebzelten darf ich ja gar nicht soviel machen, die wären ratzfatz gegessen
