Habt ihr schon mal von der staatlich vereidigt und geprüften blabla Schädlingsbekämpfer-Mafia gehört. (ACHTUNG , HInweis der Rechtsabteilung: keine allgemeingültige Aussage, nicht auf konkrete Personen bezogen)
Drei "Sachverständige" - drei Meinungen - und drei passende Vorschläge mit dem Hinweis, dass unter 10000,-€ keine wirksame Methode angeboten werden kann. Die eigen oder von Familienangehörigen praktizierte Lösung ist natürlich die bevorzugte .....
Gift fiel von vornherein aus, Borsalz war uns , bei der Intensität des Befalls, zu ungewiss. Tja und das thermische Verfahren ??? wie bekomme ich 10000,-€ zusammen ?
Wir haben es gewagt, die Bekämpfung in die eigene Hand zu nehmen. 38° waren eh angesagt.
Also , Heisluftkanone mit 115kW und 70cm dicker Schlauch, 500 Liter Brennstofftank und los ging es.

- Thermo.jpg (151.01 KiB) 2406 mal betrachtet
Den außen liegenden Schlauch haben wir nach dem Foto auch noch gedämmt.
Fenster von Innen verkleidet, der Rest war je bereits mit fast 20cm Dämmung versehen (Zellstoff mit Borsalz)
Nach meinen Internetrecherchen muss das Holz für 1 Stunde auf 55°C erwärmt werden. Na dann mal los. Zum Glück gibt es noch keine Zwischenwände.
Wir hatten im entferntesten Bereich der Scheune und in Bodennähe einen Probebalken angebohrt und in 12cm Tiefe einen Temperaturfühler gesteckt.
Die Anzeige konnten wir außerhalb des Gebäudes ablesen.
Nach 8 Stunden volle Kanne aufheizen kamen wir endlich über die 50°C Marke. Abends 22:00 Uhr endlich die Gewissheit, dass es auch ohne Hilfe der Sonne von Außen geht. Um auf Nummer sicher zu gehen haben wir ganze 22 Stunden lang die Würmer saunieren geschickt.
Das noch zuverbauende Holz haben wir vorsorglich mit in den Raum gestapelt und aufgeheizt.
Als nächstes werden alle Balken zwei Mal mit borsalzbasierender Lasur gestrichen. Dann haben wir hoffentlich Ruhe.Ihr werdets hier sicher erfahren ;o)
So sind zwar nun auch 1000,-€ ungeplant verpulvert, aber immerhin eine Null gespart.
