Pihlaka Talu

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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#211

Beitrag von Zacharias »

Puh, die Quadratmeter habe ich noch nicht ausgerechnet.
Ja, eigentlich ist das genial, aber doch ein bisschen viel für eine alleinstehende alternde Frau. Ich schau mal, was ich draus machen kann. Für einen Brotofen braucht man halt schon eine ordentliche Menge Lehm, der sehr schwer auszubuddeln ist.
Küstenharry
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Re: Pihlaka Talu

#212

Beitrag von Küstenharry »

So viel Lehm ist es ja gar nicht, da du ja noch mit Sand und Häckselgut abmagerst.
Ich überlege gerade, wie viel ich für meinen 80 cm Ofen gebraucht habe.
Vielleicht 5 Mörtelkarren voll Lehmmörtel mit Wasser.
Gruss von der Küste

Harry
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#213

Beitrag von Zacharias »

Was meinst du mit 5 Mörtelkübel Lehm mit Wasser? Wie viele Mörtelkübel welcher Größe sind das reiner Lehm ohne Wasser?
Ich hatte schon Schwierigkeiten kleine Bröckchen raus zu holen. Für mehr bräuchte ich einen Bagger.
Küstenharry
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Re: Pihlaka Talu

#214

Beitrag von Küstenharry »

3 bis 4 Schubkarre reinen Lehm brauchst du schon.
Mit der Spitzhacke abbauen oder wenn du wirklich noch mehr für das Haus benötigst, mit der Hilfe eines kleinen Baggersee.
Was kosten dich die Lehmsäcke.?
Gruss von der Küste

Harry
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#215

Beitrag von Zacharias »

8,50€ + Versand/25kg. Bei den Wänden bleibe ich dabei. Lediglich für den Ofen wäre es eine Option. Mal gucken, ich bekomme wahrscheinlich im Sommer Besuch von jemand, der schon einen gebaut hat. Das wäre dann evt. ein Projekt.
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emil17
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Re: Pihlaka Talu

#216

Beitrag von emil17 »

Hack den Lehm mit der Spitzhacke raus und lass ihn am Wetter liegen; idelaerweise über den Winter. Der Frost macht ihn dann mürbe.
Dann musst du herausfinden, wie du ihn einstellen (magern) musst, damit er hält, aber nicht Schwundrisse kriegt.
Das alles ist eine gemächliche Sache, Eile ist von Ubel. Man muss und soll improvisieren. Das tolle an der Lehmbauweise ist ja, dass man mit dem arbeiten kann, was da ist. Insofern ist eigentlich schon das Verwenden von gekaufter Sackware nicht zielführend oder doch unnötig.

Was auch ganz toll ist und was du sonst mit kaum einem Baumaterial hat: Wenns misslungen ist, kann man es neu wässern, zusammenkneten und nochmal verwenden.
Man findet im Internet ganz viel Anleitungen, kann auch aus unzähligen Kursen und Seminaren wählen. Das braucht man aber nicht, auch wenn es eine gute Erfahrung sein kann. Ich habe damals (vor der YouTube-Zeit) nur mit Ausprobieren nach Lesen eines alten Lehmbaubuches (vom reprint-Verlag Leipzig, Original von achtzenhundertirgendwas) sehr rasch herausgefunden, was geht und wie es geht. Das macht richtig Spass, weil man kaum Werkzeuge braucht und richtig herumsauen kann.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#217

Beitrag von Zacharias »

Ich bin da ganz deiner Meinung. Im Moment geht es mir aber darum möglichst schnell ansehbare Wände zu kriegen, weil ich ja auch irgendwie mal Geld verdienen muss und hier zur Zeit niemanden rein lassen kann. Ich hab schon bei Videokonferenzen, die ich über einen Verein machen muss das Problem, einen halbwegs netten Hintergrund zu finden. Auch den Ofen hätte ich gerne zeitnah um Brot backen zu können, das ich sonst demnächst kaufen muss, wenn ich den großen Wohnzimmerofen nicht mehr anmachen kann.
Dennoch würde ich den Ofen gerne mit eigenem Lehm machen. WIe findet man denn heraus, wie man ihn einstellt? Und geht das mit dem reparieren durch nass machen auch beim Ofen? Durch die Hitze verändert sich der Lehm doch sicherlich.
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emil17
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Re: Pihlaka Talu

#218

Beitrag von emil17 »

Zacharias hat geschrieben: So 9. Mai 2021, 10:04WIe findet man denn heraus, wie man ihn einstellt?
Versuch macht kluch ... Zu stark gemagert: hält nicht, bricht; Zu fett: gibt beim Trocknen Schwindrisse, wenns ganz arg ist, gibt es sich schüsselnde Schollen; zu nass: fliesst beim Anwerfen ab. Manche klopfen den Putz auch mit einem flachen Holz an.
Anfänger machen meist zu fett.
Bei organischer Magerung (Häcksel, Sägemehl usw.) lohnt es sich, im Gebäude einen Ventilator laufen zu lassen, der etwas Luftzug macht. Sonst kann es sich so lange hinauszögern, dass es zu schimmeln anfängt. Auch wenn du Holz als Untergrund hast, soll es nicht nasser als nötig sein, weil sonst das Holz zu stark quillt, und nachher wieder schwindet.

Beim Ofen macht man die Risse im Feuerraum innen sauber (Pinsel, Bürste, Staubsauger) und dann nass, dann streicht man aus und lässt trocknen. Als Magerung darf man für stark dem Feuer ausgesetzte Stellen keinen quarzhaltigen Sand nehmen, weil der in der Hitze treibt.

Für Videokonferenzen kannst du ja ein Leintuch als Hintergrund vor die Baustelle hängen?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#219

Beitrag von Zacharias »

Ich hab noch nicht mal ein Leintuch...
Klingt für einen Neuling ziemlich schwierig. Selber machen würde ich nur mit jemand dabei, der mir die Konstenz zeigt. Klar, kann man alles versuchen, aber damit hampele ich ja ewig rum.
Meine Wandprojekte wurden aber auch gerade vereitelt. Meine Nachbarn haben meine Apfelbäume gefällt. Soviel dazu, dass ich nicht selber Holz machen wollte. Ich finde die Spalterei eine unglaublich dröge und unproduktive Arbeit.
Küstenharry
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Re: Pihlaka Talu

#220

Beitrag von Küstenharry »

Ich glaub, wir würden im Urlaub mal vorbei kommen.
Der Lehmputz kann magerer sein, wie man denkt.
Wenn er wie beim Betonmachen im Mischer hinten an der Rückwand abreisst, ist gut :)
Für das Mundloch vom Ofen und für den Boden brauchst du noch ein paar alte Ziegel.
Eine alte Guss Ofentür ist besser, als meine selbstgebaute Holztür die verbrennt.
Das mache ich beim nächsten anders.

Für Vikos kannst du den Hintergrund, je nach Software, anders einstellen. Fremdes Bild oder milchig.
Gruss von der Küste

Harry
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