Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
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unkrautaufesserin
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Mich hat damals abgeschreckt, daß man eben keinen Anteil am Boden erwerben konnte. Ich hatte gerade bei meiner Mutter gesehen, wie plötzlich das Leben zu Ende sein kann, und was passiert dann mit dem Boden, wenn Vera nicht mehr ist? Dann stehe ich da, habe 10 Jahre meines Lebens und meiner Kraft in den Boden gesteckt und muß irgendwo anders noch mal von vorn anfangen. Aus der Situation kam ich gerade.
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Kirschkernchen
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Es gab früher ein Konzept, was solche Projekte einigermaßen verträglich ermöglichte, aber im Zuge der Verbesserung des Menschen und seiner Lebensweisen wird es nicht mehr geschätzt. Es hieß Familie. Entwurzelte, von ihren gewachsenen Identifikationen getrennte Wesen irrlichtern nun - zumindest im sich selbst verachtenden Westen - einer gesellschaftlichen Utopie oder der nächsten nach. Und dann wieder der nächsten. Die einen wollen die anderen zum Vegetarier oder zur Nachhaltigkeit erziehen und stellen sich damit über sie, die anderen scheren sich nicht um die einen und ruhen sich auf den Schultern der Fleißigen aus. Kleine Grüppchen sprechen sich bei Abstimmungen ab und bündeln dadurch Interessen, das Verhältnis zwischen geben und nehmen gerät aus der Ordnung und menschliche Eigenschaften verhäßlichen die best angelegte Gemeinschaft. Der Initiator wirft schließlich das Handtuch und stellt heroisch fest "sie sind noch nicht so weit für meine fortschrittlichen Ideen".
Bei zu viel Verwirrung würde ich es vorsichtshalber wieder mit den bewährten Dingen wie Mann und Frau oder gar Familie versuchen und von dort aus weiterentwickeln. In schwierige Situationen gekommenen Menschen gesteht man inzwischen psychologische Hilfe zu, Kinder schlägt man inzwischen nicht mehr, Hunde sitzen nicht mehr im Zwinger, sondern auf dem Sofa und dass man Ressourcen, Luft und Gewässer bisschen pfleglicher behandeln sollte als früher, hat sich immerhin durchgesetzt, vielleicht sollte man kleinere Brötchen backen...beim Weltverbessern. Wär schonmal nicht schlecht, wenn man sich einigen könnte, auf immer neue Kriege zu verzichten, selbst wenn der andere wieder ein neuer Hitler sein sollte.
Bei zu viel Verwirrung würde ich es vorsichtshalber wieder mit den bewährten Dingen wie Mann und Frau oder gar Familie versuchen und von dort aus weiterentwickeln. In schwierige Situationen gekommenen Menschen gesteht man inzwischen psychologische Hilfe zu, Kinder schlägt man inzwischen nicht mehr, Hunde sitzen nicht mehr im Zwinger, sondern auf dem Sofa und dass man Ressourcen, Luft und Gewässer bisschen pfleglicher behandeln sollte als früher, hat sich immerhin durchgesetzt, vielleicht sollte man kleinere Brötchen backen...beim Weltverbessern. Wär schonmal nicht schlecht, wenn man sich einigen könnte, auf immer neue Kriege zu verzichten, selbst wenn der andere wieder ein neuer Hitler sein sollte.
- Rohana
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Mann und Frau, und was wenn du bissl mehr Leute brauchst als nur zwei? Was wenn der Mann drei rechte Daumen hat?
Was wenn du lieber ne zweite Frau haben willst, oder die zweite Frau UND nen Mann?
Komm, wir sind im Jahre 2026, und einer der Vorteile davon ist dass die Welt eben *nicht nur* begrenzt ist auf Heteronormativität. Was es allerdings braucht (und was du vielleicht ausdrücken wolltest), ist eine gewisse Verbindlichkeit, ein Interesse mit genau diesen Menschen, das ganze Leben verbringen zu wollen - in guten wie in schlechten Zeiten. Es braucht einen Zusammenhalt jenseits der gemeinsamen Ziele, bei denen vielleicht sogar die Gemeinsamkeit fraglich ist. Hühner wollen sie alle, der eine will Eier, der nächste will Fleisch, und der übernächste gar nicht schlachten aber brüten weil die Küken so flauschig sind...
Der Punkt der Verbindlichkeit gegenüber dem Boden und nicht nur der Gemeinschaft ist genauso wichtig, wie Unkrautaufesserin schon schrieb.
Komm, wir sind im Jahre 2026, und einer der Vorteile davon ist dass die Welt eben *nicht nur* begrenzt ist auf Heteronormativität. Was es allerdings braucht (und was du vielleicht ausdrücken wolltest), ist eine gewisse Verbindlichkeit, ein Interesse mit genau diesen Menschen, das ganze Leben verbringen zu wollen - in guten wie in schlechten Zeiten. Es braucht einen Zusammenhalt jenseits der gemeinsamen Ziele, bei denen vielleicht sogar die Gemeinsamkeit fraglich ist. Hühner wollen sie alle, der eine will Eier, der nächste will Fleisch, und der übernächste gar nicht schlachten aber brüten weil die Küken so flauschig sind...
Der Punkt der Verbindlichkeit gegenüber dem Boden und nicht nur der Gemeinschaft ist genauso wichtig, wie Unkrautaufesserin schon schrieb.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Kirschkernchen
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Rohana: "Mann und Frau, und was wenn du bissl mehr Leute brauchst als nur zwei?"
In mehreren hunderttausend Jahren Menschheitsgeschichte hats gereicht, erst seit 50 Jahren verbessern wirs.
Mit welchem Erfolg, Rohana?
Wenn du mehr brauchst, die deine Pläne umsetzen, wie wärs mit Nachbarschaftshilfe oder ...hmm, wie hießen die kleinen Kohlendioxidräuber. Kinder?
Altbacken? Es gibt halt evolutionäre Konzepte, die sich - wie die Schöninger Speere - seit 400.000 Jahren bewährt haben, die Grünen sind nach 50 Jahren kurz davor, ihre Smartphones nicht mehr rechtzeitig aufladen zu können.
In mehreren hunderttausend Jahren Menschheitsgeschichte hats gereicht, erst seit 50 Jahren verbessern wirs.
Mit welchem Erfolg, Rohana?
Wenn du mehr brauchst, die deine Pläne umsetzen, wie wärs mit Nachbarschaftshilfe oder ...hmm, wie hießen die kleinen Kohlendioxidräuber. Kinder?
Altbacken? Es gibt halt evolutionäre Konzepte, die sich - wie die Schöninger Speere - seit 400.000 Jahren bewährt haben, die Grünen sind nach 50 Jahren kurz davor, ihre Smartphones nicht mehr rechtzeitig aufladen zu können.
Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
welche Faktoren hindern Menschen an egoistischem Verhalten? 1. Überlebensnotwendigkeiten und 2. affektive Bindungen.
In Stammesverbänden war soziale Isolation (ausgestoßen, "verbannt" sein) nahezu identisch mit einem Todesurteil, darum hatte die Gemeinschaft immer Vorrang vor dem Individuum. In größeren Gruppen übernehmen "Regeln" die Sicherung der Gemeinschaft, wenn die affektiven Beziehungen dafür nicht mehr ausreichten (Anonymität). Regeln "funktionieren" nur, wenn sie eingehalten werden, was in der Gemeinschaft akzeptiert, kontrolliert u. bei Verstoß sanktioniert wird. Gibt es solche Regeln nicht, oder werden sie nicht durchgesetzt, passiert das, was Vera erlebt hat.
Das ist jetzt stark vereinfacht, ich weiß, aber ich sehe einfach auch die statistische Wahrscheinlichkeit, dass unter 250 - 300 Leuten genügend (eine "handvoll" reicht) A...löcher vertreten sind, um das beschriebene Ergebnis zu erzielen, als sehr hoch an.
In Stammesverbänden war soziale Isolation (ausgestoßen, "verbannt" sein) nahezu identisch mit einem Todesurteil, darum hatte die Gemeinschaft immer Vorrang vor dem Individuum. In größeren Gruppen übernehmen "Regeln" die Sicherung der Gemeinschaft, wenn die affektiven Beziehungen dafür nicht mehr ausreichten (Anonymität). Regeln "funktionieren" nur, wenn sie eingehalten werden, was in der Gemeinschaft akzeptiert, kontrolliert u. bei Verstoß sanktioniert wird. Gibt es solche Regeln nicht, oder werden sie nicht durchgesetzt, passiert das, was Vera erlebt hat.
Das ist jetzt stark vereinfacht, ich weiß, aber ich sehe einfach auch die statistische Wahrscheinlichkeit, dass unter 250 - 300 Leuten genügend (eine "handvoll" reicht) A...löcher vertreten sind, um das beschriebene Ergebnis zu erzielen, als sehr hoch an.
- emil17
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Andersrum: was haben solche Projekte, die schon über Jahre funktionieren, gemeinsam und welche Anfangsfehler haben sie nicht gemacht?
Familie kann auch so oder so sein, da gibt es neben denen, die dem Ideal nahe kommen, auch schlimme Sachen, etwa der Familienpatriarch, der seine Untertanen pardon Frau und Kinder übel geschunden hat, oder der missratene Sohn, der alles durchgebracht hat, was die anderen erarbeitet haben, oder auch der Altbauer, der nicht übergeben kann, ohne weiter überall mitreden zu wollen.
Ein Grund des häufigen Scheiterns sehe ich darin, dass die Zielgruppe nicht definiert ist. Diejenigen, die in der Anfangsphase des Projektes in Vorleistung gegangen sind, können nicht einschätzen, wen sie da als Mitträger begrüssen.
Es kann auf zwei Arten schief gehen. Einmal indem motivierte und auch redliche Leute kommen, die aber nichts können, weil ihnen jede praktische Veranlagung abgeht (gibt sich, hat und macht Mühe), und dann andere, die gar nicht vorhaben, sich wirklich zu engagieren, sondern nur so tun und dann wieder verschwinden, meist mit grossem Kollateralschaden. Die tun sich leicht, weil die anderen ja offen für Neues sind und an das Gute im Menschen glauben. Da haben so dröge Sachen wie Geld, Verträge, Pflichtenheft und so weiter einen schlechten Ruf.
Das ist dann wie in einem Rentensystem, wo Leute Leistungen beziehen, die nichts beigetragen haben. Kennt man die Leute schon länger persönlich, dann weiss man, ob man sie trotzdem unterstützen sollte oder ob es einfach Drückeberger sind.
Familie kann auch so oder so sein, da gibt es neben denen, die dem Ideal nahe kommen, auch schlimme Sachen, etwa der Familienpatriarch, der seine Untertanen pardon Frau und Kinder übel geschunden hat, oder der missratene Sohn, der alles durchgebracht hat, was die anderen erarbeitet haben, oder auch der Altbauer, der nicht übergeben kann, ohne weiter überall mitreden zu wollen.
Ein Grund des häufigen Scheiterns sehe ich darin, dass die Zielgruppe nicht definiert ist. Diejenigen, die in der Anfangsphase des Projektes in Vorleistung gegangen sind, können nicht einschätzen, wen sie da als Mitträger begrüssen.
Es kann auf zwei Arten schief gehen. Einmal indem motivierte und auch redliche Leute kommen, die aber nichts können, weil ihnen jede praktische Veranlagung abgeht (gibt sich, hat und macht Mühe), und dann andere, die gar nicht vorhaben, sich wirklich zu engagieren, sondern nur so tun und dann wieder verschwinden, meist mit grossem Kollateralschaden. Die tun sich leicht, weil die anderen ja offen für Neues sind und an das Gute im Menschen glauben. Da haben so dröge Sachen wie Geld, Verträge, Pflichtenheft und so weiter einen schlechten Ruf.
Das ist dann wie in einem Rentensystem, wo Leute Leistungen beziehen, die nichts beigetragen haben. Kennt man die Leute schon länger persönlich, dann weiss man, ob man sie trotzdem unterstützen sollte oder ob es einfach Drückeberger sind.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
- Rohana
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Hast du nach dem grün zitierten aufgehört zu lesen? Und, ich hab Kinder. Eins sogar mit seinen drei Jahren handwerklich sehr kompetent. Trotzdem ist er erst 3 und nicht 30 und insofern in seiner Leistungsfähigkeit noch ziemlich beschränkt.Kirschkernchen hat geschrieben: Sa 7. Mär 2026, 18:16 Rohana: "Mann und Frau, und was wenn du bissl mehr Leute brauchst als nur zwei?"
In mehreren hunderttausend Jahren Menschheitsgeschichte hats gereicht, erst seit 50 Jahren verbessern wirs.
Mit welchem Erfolg, Rohana?
Die Strukturen, die bei uns greifen, bauern allesamt auf Verbindlichkeit auf. Dabei sind Familienbande nur bedingt notwendig - das einzige was es braucht sind verbindliche, langfristige Absprachen zwischen zwei oder mehr Parteien, die beiden Seiten bei essentiellen Aufgaben nützlich sind.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Die Familie funktioniert, wenn die Mitglieder so aufgewachsen sind, dass es gar nicht hinterfragt wird, wer wie davon profitiert, wenn man für die anderen etwas tut. Ich ziehe nicht Kinder gross, weil es sich für mich rechnet, und meine Kinder helfen mir nicht, weil es sich für sie lohnt. Wenn sich auch noch alle respektvoll behandeln, wird das alles nicht als Last empfunden, sondern als selbstverständlich. Respekt fängt schon damit an, dass man den anderen nicht mehr Arbeit macht als nötig, und dass man ein wenig mit- und vorausdenkt.
So gesehen ist Verbindlichkeit ein juristischer Begriff, den es erst braucht, wenn Personen miteinander etwas vereinbaren, die nicht anderweitig verbunden sind.
Die Frage ist, wie man ein funktionierendes Zusammenleben erzwingen kann, wenn sich Personen zusammentun, die ganz unterschiedliche Geschichte haben und sich nicht kennen.
Früher und oft auch heute noch wurde das mit Religion und strenger Rollenverteilung erreicht. Es soll ja aber mit persönlicher Freiheit zusammengehen.
Ich persönlich glaube nicht daran - Zusammenarbeit mit manchen Personen kann so hilfreich sein wie ein Jagdhund, den man dem Wild hinterhertragen muss.
So gesehen ist Verbindlichkeit ein juristischer Begriff, den es erst braucht, wenn Personen miteinander etwas vereinbaren, die nicht anderweitig verbunden sind.
Die Frage ist, wie man ein funktionierendes Zusammenleben erzwingen kann, wenn sich Personen zusammentun, die ganz unterschiedliche Geschichte haben und sich nicht kennen.
Früher und oft auch heute noch wurde das mit Religion und strenger Rollenverteilung erreicht. Es soll ja aber mit persönlicher Freiheit zusammengehen.
Ich persönlich glaube nicht daran - Zusammenarbeit mit manchen Personen kann so hilfreich sein wie ein Jagdhund, den man dem Wild hinterhertragen muss.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Vorschlag:emil17 hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 07:35
Die Frage ist, wie man ein funktionierendes Zusammenleben erzwingen kann, wenn sich Personen zusammentun, die ganz unterschiedliche Geschichte haben und sich nicht kennen.
Anwärter auf Mitgliedschaft in dem Projekt sollten erst mal eine Probezeit ihm Projekt verbringen, sagen wir ein halbes Jahr und wenn es denn passt, eine gewisse Geldsumme in das Projekt einbringen. Falls es dann irgendwann doch nicht mehr passen sollte, gibt es die eingebrachte Geldmenge nur dann zurück, falls sich eine Ersatzperson für den „ Aussteiger“ finden sollte, der die gleiche Geldsumme einbringen kann und von der Restgruppe akzeptiert wird.
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Kirschkernchen
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Re: Gratisgrundstück für SV-Gemeinschaft
Vorstellungsgespräch, Probezeit und verwirkbare Kaution.
Bekommt man dann nicht genau die Leute in das Projekt, vor denen Aussteiger fliehen?
Fehlt noch ein gut ausgefüllter Impfpass.
Sucht man dann nicht eher geeignete Mitarbeiter?
Wir melden uns bei ihnen...
...bei ihrem Kronenchakra.
Bekommt man dann nicht genau die Leute in das Projekt, vor denen Aussteiger fliehen?
Fehlt noch ein gut ausgefüllter Impfpass.
Sucht man dann nicht eher geeignete Mitarbeiter?
Wir melden uns bei ihnen...
...bei ihrem Kronenchakra.
