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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 09:45
von Rohana
hobbygaertnerin hat geschrieben:[...]
aber brauchen wir wirklich diese Massen an Schokoladensachen, wie sie in den Geschäften angeboten werden, auch bei den teuren Markenschokoladen ist die Rezepturliste gleich, zuerst Zucker, dann Pflanzenfett.
Naja, Kakaobutter ist auch ein Pflanzenfett und die gehört dahin. Die Extreme gibt es bei den Sachen, wo Schokolade nur einen winzigen Teil ausmacht, denn für reine Schokolade gilt
"Der Zusatz bestimmter pflanzlicher Fette, darunter Palmöl, Shea oder Borneotalg, ist nur erlaubt, wenn er nicht mehr als fünf Prozent ausmacht und die für die einzelnen Schokoladenarten geforderten Mindestgehalte an Kakaobutter erfüllt werden." -> https://www.bzfe.de/inhalt/schokolade-31690.html bzw. https://www.gesetze-im-internet.de/kaka ... 00003.html

Obwohl ich selten Schokolade kaufe gucke ich da gerne und genau hin. Habe festgestellt je mehr Zucker und Milchbestandteile drin sind, desto weniger schmeckt sie mir. Genauso merke ich den Unterschied zwischen "billigen" und hochwertigeren Pralinen, da sagt der Preis durchaus was über die Zutaten aus. Meine liebe Schwiegermutter schleppt gerne so Waffelröllchen und gefüllte Knusperdinger vom N...o an, da vergehts mir wenn ich diese Zucker-Fett-Aroma-Pampe spüre. Fragt sich nur, warum geht es anderen nicht auch so? Wer kauft denn das ganze Billigzeug? Scheint ja gut zu gehen, sonst würde es nicht in diesen Massen hergestellt :hmm:


Zum Thema weltweite Getreideernte: Wen interessiert denn das wirklich, solange die Regale voll sind? Und was fangen die Bürger mit dieser Meldung an?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:01
von Sonne
@Hobbygärtnerin...es ist schon alles so wie du es sagst und beobachtest.

Und das sehen sicher auch nicht wenige Konsumenten so.

Aber was soll der machen, der keinen Grund und Boden hat für Apfel- und Birnbäume. Oder keinen Garten für Tomaten bis in Januar rein und gar noch, dass genügend zum Trocknen und Einfrieren übrig bleibt.

Und Kosten? Wenn ich alles - wirklich alles - alternativ kaufen würde
(auch zum Bsp keine Produkte mehr in Plastik etc), ich müsste durchaus deutlich mehr hinlegen. Teilweise das doppelte und dreifache. Nur leider streckt sich unser Gehalt nicht mit.

Und das geht ja bei anderen Produkten weiter. Kleidung zum Beispiel.

Wir kaufen wirklich keinen sehr großen Luxus. Da sind unsere Mittel schon zu begrenzt.

Fleisch...ja das ist auch so ein Ding. Wir haben hier den Denns. Da habe ich mal das Fleisch in der Minitheke beäugt und stand ziemlich ratlos davor, wie ich mit der winzigen Portion für den dreifachen Preis meine Leute satt kriegen soll. Also Denns als Fleischquelle dann eher nicht. Zudem da ja dann auch alles in Hartplastikschalen verpackt ist. Da ist es beim Metzger wenigstens reduziert auf Folie.

Mein Landmetzger hat leider zu gemacht. Der hatte wohl noch Schweine aus Freilauf oder ähnlich. Dann eben ein ander. Die Elitemetzgerei in unserer Stadt zum Bsp. wirbt auf der Homepage mit 'Tierwohl'.

'Steht auf der Homepage'...sag ich zu meinem Mann. Der lächelt nur müde. Wie sagte man früher: Papier ist geduldig.

Ja und wenn ich 10 -15 km in die nächste Landmetzgerei fahre - verbrauche ich zusätzlich Sprit. Ist das dann die Alternative?

Achja Avocados...war mein Mann neulich so begeistert.
Er habe gelesen, wie gesund die seinen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Medien wollen uns eins reindrücken. Denn nur Stunden oder max. 1 Tag später, just da er für sich die neue Lieblingsfrucht entdeckte, lief mir ein Artikel (oder Film) über den Weg, wie übel es um die Felder bestellt ist, wo Avokado angebaut wird. Aus war's mit der Freude. Es ist echt zum k*tzen... :help:

Na gut...was mich wirklich freut ist, dass ich persönlich noch Spielraum habe. Da kann ich sicher noch das Einkaufsverhalten auf 'FastnurSaisonales'...optimieren...auf das eine oder andere schlichtweg verzichten...oder meine Selbstversorgeraktivität noch besser ausbauen.

Ja...ich..ich...ich...nur...ich leb' ja nicht alleine. Da sind ja noch rund 60 Millionen andere Deutsche um mich rum.

Viele, viele Menschen können weder ihr oft auch recht spärliches Einkommen strecken um dauerhaft Öko einzukaufen und die meisten haben nicht mal einen Balkon, wo sie in einem Minihochbeet wenigstens Kresse anbauen könnten.

Was Einkommen betrifft: Meine Tochter schult grad um, weil sie von ihrem Beruf als Arzthelferin nicht mehr leben konnte, außer von Hand in den Mund (1-Zimmerwohnung mit Schlafpodest - kein Auto - kaum Versicherungen - Lebensmittel teilweise öko). Aber um ein bisschen vorzusorgen damit im Alter auch noch was bleibt...oder ein Hobby wie zum Bsp ihren Klavierunterricht fortsetzen ist nicht oder kaum drin.

Also da seh' ich schon Schwierigkeiten bei der sogenannten 'breiten Masse' einen umweltbewußten Nachhaltigkeitsgedanken zu fördern. Wenn das Einkommen grad mal so langt, wird es schwierig jemand zu überzeugen, noch mehr für Lebensmittel hinzulegen. Die Mieten sind auch horrend. Usw.

Und in Großstädten...wenn du dann nur in Betonwüste aufwächst, vielleicht auch schon viele Generationen über greifend, ich glaube, da geht der Sinn für die Natur ganz allgemein ziemlich verloren.

Bei vielen - nicht bei allen.

Aber ökologisch gesehen, sind es ja die Vielen, die man gewinnen müsste. :eek:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:35
von Maisi
Rati hat geschrieben:Kommt halt drauf an welche medien mensch konsumiert, "mein" Infosender WDR5 hatte das auch im Programm und das nicht nur morgens um 6.
letzte Woche gab es auch täglich eine Sendugn zum Thema Landwirtschaft Umweltschutz und Möglichkeiten wie mensch es besser machen könnte (mit Echtbeispielen von Landwirten) Und gestern ging es darum welche Mengen Eier, Fleisch u.ä. auf unserem täglichen Speiseplan stehen sollten damit es klappt mit der nachhaltigen Produktion.

Nur wenn das "Volk" lieber rtl und Co hört, wirds halt nix. :aeh:
Vielen Dank für die Unterstellung.... ausführlich berichtet hat SRF2, sonst hör ich den Deutschlandfunk.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:44
von Rati
Maisi hat geschrieben:
Rati hat geschrieben:Nur wenn das "Volk" lieber rtl und Co hört, wirds halt nix. :aeh:
Vielen Dank für die Unterstellung.... ausführlich berichtet hat SRF2, sonst hör ich den Deutschlandfunk.
:lol: vielen Dank für die Aufklärung Maisi, ich hatte immer schon mal wissen wollen wer diese ominöse Volk ist. ;)

Grüße Rati

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:47
von Maisi
Aber jetzt weißt es ja immer noch nicht. Nur, wer es NICHT ist :pft: :mrgreen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:51
von Rati
Maisi hat geschrieben:Aber jetzt weißt es ja immer noch nicht. Nur, wer es NICHT ist :pft: :mrgreen:
??? wieso du hast dich doch angesprochen gefühlt,ergo musst du dich doch als Volk betrachten. :aeh:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 10:58
von hobbygaertnerin
@Sonne,
ich wollte mich da nicht klugscheisser..... hinstellen.
Nur ärgert es mich manchmal, wenn auf der einen Seite die Auflagen, die Vorschriften immer mehr werden, auf der anderen Seite soll fast alles zum Nulltarif geleistet werden.
Wer nur in einer Wohnung lebt, mit sehr wenig Lagermöglichkeit, das ist schwierig, wobei derzeit die Mieten so in die Höhe schiessen, dass es auf der anderen Seite die sehr preiswerten Lebensmittel braucht, damit die Leute über die Runden kommen.
Nur stört mich diese ständige Forderung nach immer höheren Levels und alles bitte zum Nulltarif.
Hab da als Landpflanze den Vorteil, dass um mich rum Direktvermarkter sind, die ich kenne, ebenso Gartenbaubetriebe, wir haben einen Dritte Welt Laden im Ort und ich mache auch sehr viel selbst.
Würde ich in einer Stadt leben, hätte ich vermutlich eine andere Sicht- und Lebensweise.
Aber zu den Leuten ohne Obstbäume, ich hab schon öfters genau dieser Zielgruppe angeboten, dass sie sich Obst holen können, selbst für die Tafel ist das nicht gefragt, wenn dann schon gepflückt und sortiert.
Ein bisschen kommt es mir schon so vor, als würden viele Leute sich bewusst diese Arbeit nicht machen wollen, es ist einfacher, sich alles zu kaufen und dann meckern, weil diese Lebensmittel so furchtbar sind. Sicher bleibt bei Vollzeit berufstätigkeit auch nicht mehr viel Zeit, aber die mangelnde Zeit, davon kann ich auch ein Lied singen.
Avocados kommen mir bestimmt nicht auf den Tisch, mögen sie noch so gesund sein, wir haben genug Walnüsse, die werden gegessen, punktum.
Beim Fleisch, ich hab ja auch kein Supergehalt und muss sparsam wirtschaften- wir kaufen immer ein Mischpaket bei einem Bauern und ich bekomme massenhaft Knochen dazu, die will eh keiner. Selbst beim Metzger hab ich vor kurzem einen ganzen Sack voll Knochen gratis bekommen, weil sie wissen, dass ich sie sehr schätze.
Hühner fallen bei mir selbst an, auch Kaninchen, wobei da brauch ich zum Kaninchenbraten niemand einladen, das tue ich mir nicht mehr an, ebenso bei den gefüllten Tauben.
Ich koche und esse gerne, das ganze Brimborium was ich wegen SV mache, ist diesem gerne Kochen und Essen geschuldet,
die Erfahrung heuer mit dem Wintergärtnern war wieder sehr positiv, jetzt blühen in Massen die Kirschen, Schlehen und vieles mehr, im Sommer und Herbst steht da so Gott will auch was zum Ernten draussen.
Ich weiß auch keine Lösung für die vielen Probleme auf der buckligen Welt, was ich mache ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 11:43
von Sonne
hobbygaertnerin hat geschrieben:@Sonne,
ich wollte mich da nicht klugscheisser..... hinstellen.
Das, liebe Hobbygärtnerin, habe ich auch ganz bestimmt nicht gemeint.
Im Großen und Ganzen sehe ich jeder deiner Sätze genauso und sie sprechen mich sogar sehr an.
hobbygaertnerin hat geschrieben:Aber zu den Leuten ohne Obstbäume, ich hab schon öfters genau dieser Zielgruppe angeboten, dass sie sich Obst holen können, selbst für die Tafel ist das nicht gefragt, wenn dann schon gepflückt und sortiert.
Ein bisschen kommt es mir schon so vor, als würden viele Leute sich bewusst diese Arbeit nicht machen wollen, es ist einfacher, sich alles zu kaufen
Versteh' ich auch nicht. Bei meiner Tochter, gut 1km weiter weg, ist eine Bushaltestelle mit kleiner Wiese davor und 2 Apfelbäumen drauf. Die sind alle verrottet letzten Sommer. Bin mit meiner Enkelin im Kinderwagen da öfter vorbeigekommen. Aber weil ich von meiner Schwägerin viele Äpfel bekam, habe ich die liegengelassen. Sonst hätte ich vielleicht mal... Und da waren lauter Wohnungen drum herum. Habe nie jemand gesehen, der da klaubt.

Meiner Tochter wäre es aber auch peinlich, wenn ich da mit dem Pflückkorb käme. :pfeif:
Die hat mein Level noch nicht erreicht. :grr:

Meine ganze Familie sieht es sowieso mit Entsetzten, wenn ich von Irgendwo was umsonst oder günstig abstaube. Das ist so eine unausrottbare Eigenschaft von mir. Da steht zum Bsp. so ein intakter und fast sauberer 40-l-Kübel neben der Entsorgungsstation rum. (Illegal, den müßte man eigentlich offiziell zum Wertstoffcenter bringen.) Der hat nicht ins Loch gepasst und steht jetzt so heimatlos da und ich nehme ihn mit. (Hoffentlich legal. :mrgreen: ) So ein hübsches Töpfchen kann man doch brauchen. Für...für...für... :holy:
Das gibt dann immer eine Diskussion am Abend an, was Mama da jetzt wieder aufgegabelt hat...
Aber dann immer von mir haben wollen... :nudel: …weils doch so praktisch ist. :pft:
hobbygaertnerin hat geschrieben:Sicher bleibt bei Vollzeit berufstätigkeit auch nicht mehr viel Zeit,
Naja...mein Sohn zum Beispiel kommt gegen 17 Uhr heim. Wie die meisten Arbeiter in D. Zahlt einen Haufen Geld für ein Haus (Miete) (und er hat keinen Job mit dem er sehr viel Kohle scheffeln kann, aber zum Glück soweit dass es reicht) damit seine 2 Kinder jetzt im einem Garten toben können. Und baut jetzt auf einmal Tomaten, Erdbeeren und Salat an. :grinblum: Ich finde das sowas von super. Ist ein Anfang. Aber es gibt ja auch noch Freunde und Verwandte für die man Zeit haben will. Radfahren mit Kindern usw. Ja - die Zeit ist begrenzt.
hobbygaertnerin hat geschrieben:Beim Fleisch, ich hab ja auch kein Supergehalt und muss sparsam wirtschaften- wir kaufen immer ein Mischpaket bei einem Bauern und ich bekomme massenhaft Knochen dazu, die will eh keiner. Selbst beim Metzger hab ich vor kurzem einen ganzen Sack voll Knochen gratis bekommen, weil sie wissen, dass ich sie sehr schätze.
Hühner fallen bei mir selbst an, auch Kaninchen, wobei da brauch ich zum Kaninchenbraten niemand einladen, das tue ich mir nicht mehr an, ebenso bei den gefüllten Tauben.
Fleisch allerdings, ist bei mir auch sehr kritisch - und daran werde ich nichts ändern können, das ist einfach so. Immer schon.
Huhn, Kaninchen, Taube,den meisten Fisch - das krieg ich alles nicht runter. Frag nicht warum, es ist einfach so.
Ich ess Brathendl...äußerts, äußerst selten. Sonst nur Schwein (Braten, Schnitzel Gulasch, Geschnetzeltes) ab und zu Rind (Hackfleisch, Rouladen). Und alles nur extrem mager. Kein Fett, keine Sehnen, keine Haut. Das Gleiche mit Wurst und Würstchen. Nur mager. Oder verstecktes Fett. Nur Salami geht auch mit Fett.

Ich bin eh' ehr auf dem Weg zu - keine Ahnung - 90% vielleicht - vegetarisch. Das dann aber vor allem wegen der Gesundheit - wegen der Arthrose - und wenn dann mal Fleisch, nur das was ich dann wirklich mag.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 12:26
von Sonne
Rohana hat geschrieben:Meine liebe Schwiegermutter schleppt gerne so Waffelröllchen und gefüllte Knusperdinger vom N...o an, da vergehts mir wenn ich diese Zucker-Fett-Aroma-Pampe spüre. Fragt sich nur, warum geht es anderen nicht auch so? Wer kauft denn das ganze Billigzeug?

Ich! :rot:

Wo kann ich mich jetzt bloß verstecken, nach dieser Offenbarung? :duckundweg:

Doch...ab und zu schon mal. :pfeif:
Aber klar...ich backe auch Kuchen selber....und in der Schublade wartet schon lange so ein dicker runder Keksstempel,
den ich irgendwann auch mal ausprobieren möchte.

Ich habe da so meine eigene Theorie:

Ich zum Bsp kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter je einen Kuchen gebacken hat.
Vielleicht hat sie, aber erinnern kann ich mich an:

Bäcker - Cafehausbesuch - Bahlsen (die Marmorkuchen damals... *schmatz*... waren die saulecker)

Gehe ich heute auf dem Jahrmarkt, kaufe ich hauptsächlich die Süßigkeiten meiner Kindheit, die es da manchmal noch gibt: die rosa/weißen Kokoskissen - diese runden kleinen Schokoladetörtchen - die dunkelblauen Zwetschgenbonbons und Zuckerwatte.

Ich glaube - und ich würde mal sagen, das ist sicher auch wissenschaftlich erwiesen - was wir in der Kindheit empfangen haben - und vielleicht verstärkt unter positiven Umständen (netter Besuch bei Tante mit Bäckerkuchen), oder auch negativen (Spinat und Lebertran mit der endlosen 'Iss-endlich-auf-Tirade') - davon werden wir geprägt und haben auch ein Geschmacksgedächtnis. Und das ist deshalb verlockend, weil es ja mit angenehmen Erinnerungen verbunden ist. Und selbst dann wenn die Kindheit noch so Sch***** war. Der Waffelrollkeks hat vielleicht getröstet.

Heute glaube ich, backen die wenigsten Menschen noch. Und das schon lange nicht mehr.
Vielleicht heute ehr wieder mehr, weil Kochen und Backen ja grad in ist und YouTube den Einstieg leicht macht.

Aber ich glaube der größte Teil der Menschen kauft entweder Torte und Kleingebäck beim Bäcker...'Coppenrath und Wiese'... oder eben Aldi, Norma Lidl.
Auch das ist wie so oft wieder eine Frage des Geldbeutels. Die meisten kaufen Aldi, Norma, Lidl.

Ja deren Kinder kaufen eben auch wieder...das was sie kennen. Kindheitserinnerungen...Waffelröllchen und gefüllte Knusperdinger = Jaffa-Cakes.

Das nennt man Kreislauf.

Und dann gibt es einige, die brechen aus dem Kreislauf aus und entdecken wie gut ein selbstgebackener Kuchen ist.

Aber das sind dann nur wenige. Irgendwie bleibt der Mensch doch bei seinem Trog.

Hier müsste man ansetzen. Im Kindergarten...Schule...aber für solche Fächer hat man ja auch keinen Platz oder bleibt auf sehr niedrigem Niveau stehen. Dann können die Kids vielleicht nach einem Jahr grad mal 'Arme Ritter' ausbacken. Wenn überhaupt.

Rohana hat geschrieben: Zum Thema weltweite Getreideernte: Wen interessiert denn das wirklich, solange die Regale voll sind? Und was fangen die Bürger mit dieser Meldung an?
Richtig. Was fangen wir mit solchen Meldungen an?

Letztes Jahr hieß es, der Reis wird teuer. Wurde er aber nicht.

Und jetzt? Soll ich mich freuen? Heulen? (Weil möglicherweise am Lohn vom Reisbauern gespart wurde.)
Keinen Reis kaufen? Bio kaufen? FaireTrade vertrauen? Meinen Kopf in ein Sandloch verbuddeln?

Es gibt zuviele Meldungen, die sich nie erfüllt haben.

1985 - Hochzeitreise - Schwarzwald.
Thema: Baumsterben...Zeitungen...Radio....Fernseher: In 10...15...20 Jahren gibt es keinen Wald mehr.

Doch - es gibt ihn noch - auch noch 30 Jahre später.

Ich glaube, das trägt auch ganz schön viel dazu bei, dass man Meldungen nicht mehr so richtig ernst nimmt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 10. Apr 2019, 12:44
von Rohana
Ich hab nix dagegen dass Leute positive Erinnerungen mit bestimmten Gerichten, ob nun selbstgekocht oder woanders, verbinden. Nur dass heute keiner mehr den "echten" Geschmack von Erdbeeren kennt, weil alle auf Aroma getrimmt sind, oder eben diese billig-Nussnougatgeschichten die wirklich nur ein blasser Abklatsch gegen eine gute Nussnougatpraline sind... tja, wenn man das "echte" oder das "hochwertige" nie kennenlernt, oder wenn die Geschmacksknospen so degeneriert sind wie bei meinem Schwiegervater der 2 EL Maggi in seiner Suppe braucht und alles nur doppelt und dreifach gesalzen isst, da hilft halt nix mehr. Und genau diese Leute werden den Teufel tun und was teures weil hochwertiges kaufen, wenn die Billigvariante gewohnt und tauglich ist.

Ina, die Getreideernte war wirklich deutlich geringer. Das ist ein Fakt. Dass du davon nix merkst, ist davon unabhängig.