Wölfe

DerElch

Re: Wölfe

#202

Beitrag von DerElch »

@manfred also alle wölfe ausrotten oder zwingen vegetarier zu werden! :aeug:


http://www.youtube.com/watch?v=RYzcpptbGQM
Manfred

Re: Wölfe

#203

Beitrag von Manfred »

Wieso wird man immer angepflaumt, wenn man völlig neutral Berichte über Wolfsrisse verlinkt?

bild.jpg

?

;)
Rati
Beiträge: 3604
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Re: Wölfe

#204

Beitrag von Rati »

vielleicht weil dir von dir präsentierten links oft nicht den Eindruck machen neutral zu sein? :)
Kombiniert mensch sie mit deinen sonstigen äußerungen im Forum, entsteht sehr schnell der Eindruck der Meinungsmache. :aeh: Bsp, deine ganz neutrale Erinnerung an den Start der Herdprämie und deine harsche Antwort auf einen Komentar von Wayen zu diesem Thema.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Wölfe

#205

Beitrag von Manfred »

Aha.
Dann bin ich ja froh, dass Gott (oder wer auch immer) dich geschickt hat, um jeden meiner Beiträge mit so neutralen Begriffen wie "Herdprämie" zu kommentieren.

:roll:
Rati
Beiträge: 3604
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Wölfe

#206

Beitrag von Rati »

Manfred, im Gegensatz zu dir, behaute ich nicht neutral zu sein. :)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Wölfe

#207

Beitrag von Manfred »

Hab ich je behauptet neutral zu sein?
Ich habe lediglich festgestellt, neutral (also ohne wertenden Kommentar) einen Link gepostet zu haben.
Alles andere ist schon wieder eine nicht neutrale Behauptung deinerseits.

Übrigens bestätigt sich mit dieser Attacke (und diversen vorhergehenden) einmal mehr eine meiner Prognosen.
Ich hatte schon vor längerer Zeit Anfragen vom Wolfsmanagement zweier der betroffenen neuen Bundesländer und habe entsprechend geeignetes Material für die Zäune angeboten. Sprich Netze mit 145 cm Höhe und Weidezaungeräte mit der Zaunlänge angemessener Leistung. Leider nicht ganz billig und auch für die Schäfer aufwändig in der Handhabung.
Auf welcher wissenschaftlichen Basis dort beschlossen wurde, 90 cm hohe Zäune und schmalbrüstige Weidezaungeräte wären zur Wolfsabwehr ausreichend, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls wurden und werden ausschließlich solche Geräteschäften gefördert.
Wer höhere Netze und stärkere Geräte will, muss die komplett aus eigener Tasche bezahlen. Die von mir vorgeschlagenen Festzuschüsse pro m Zaun, die den Eigentümern wenigstens per Draufzahlung sicherere Zäune ermöglichen würden, gibt es noch immer nicht. Der Staat hilft den Schäfern nur dann finanziell, wenn nicht (!) mehr als der von der Verwaltung vorgegebene Mindeststandard verwendet wird. Sprich der Mindeststandard für die Förderung ist gleichzeitig der Höchststandard.
Und Wölfe lernen halt schnell und viele der Tiere wissen deshalb inzwischen, dass sie diese Zäune problem- und gefahrlos überwinden können.
Die Folgen sind wiederum klar. Der Wolf wird nach Sachsen auch in weiteren Bundesländern ins Jagdrecht aufgenommen werden.
Und nachdem noch etwas Beruhigungszeit ins Land und Geld den Bach runter geflossen ist, wird man mit vereinfachten Verfahren vermehrt "einzelne Schadwölfe" zum Abschuss freigeben. Was eh von vorneherein absehbar war, weil es in allen anderen Wolfsländern auch so läuft. Aber Deutschland muss halt jedes Rad für sich selbst neu erfinden und das möglichst teuer. :aeh:
Rati
Beiträge: 3604
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Re: Wölfe

#208

Beitrag von Rati »

Manfred hat geschrieben:Hab ich je behauptet neutral zu sein?
Ich habe lediglich festgestellt, neutral (also ohne wertenden Kommentar) einen Link gepostet zu haben.
der mMn nicht wirklich neutral war.
Manfred hat geschrieben:Alles andere ist schon wieder eine nicht neutrale Behauptung deinerseits.
stimmt.

Is ja gut manfred, ich muß ja nicht leben in deiner Welt.
he ich hab hier mal irgendwo gelesen es gäbe da so eine Funktion die es erlaubt Beiträge einzelner Mitglieder aus zu blenden.
Nutze sie doch. :)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
DerElch

Re: Wölfe

#209

Beitrag von DerElch »

Manfred ich hab Dich doch gar nicht angepflaumt und neutral kam der link bei mir auch nicht an ;) weil ich Deine voreingenommenheit Wölfen gegenueber kenne.

Da Du immer so auf die Mehrkosten hinweist welche sich daraus ergeben das der Wolf sich "erlaubt" hat sich wieder breit zu machen,in Gebieten in denen er vor dem Menschen heimisch war und erst durch diesen
dort ausgerottet wurde....wer Huehner hält bezahlt den Mehraufwand auch selber um diese vor Fuchs,Marder und Raubvögel zu schuetzen...Wer Fische hat bezahlt den Mehraufwand auch selber um den Bestand vor Vögeln zu schuetzen.
Selbst wer sich ein Auto kauft,bezahlt Airbag ect selber um sich zu schuetzen.

Bei den einen sind es auf der Arbeit und im Hobby Schutzkleidung und Vorrichtungen um sich und andere zu schuetzen,bei der Schafhaltung in Gebieten mit Wolf oder Bär sind eben auch Massnahmen vorzunehmen.


Rechnet man den Schafbestand hoch und vergleicht den mit Rissen durch den Wolf...ist sich ein Los einer Lotterie zu kaufen und nen Euro zu gewinnen erfolgreicher,als ein Schaf durch den Wolf zu verlieren.

Und ja ich kenne die Argumente der Schafhalter zugut,ich komme aus einer Ecke in der Wolf,Luchs und Bartgeier verfolgt wurden und werden...weil der Mensch sich als Krönung sieht und glaubt er hat ueber die Natur zu bestimmen.

Was mich noch interessieren wuerde,warum hast Du Dich als Nichtschafhalter eigentlich so in dieses Thema verbissen??
Manfred

Re: Wölfe

#210

Beitrag von Manfred »

@Elch: Das Thema haben wir doch schon mehrfach gewälzt. Ich habe nicht das Geringste gegen Wölfe. Ich habe was dagegen, dass nicht bezahlen muss, wer anschafft. Und ich habe etwas gegen die Verschwendung von Steuergeldern.
Was die Schäden angeht sind natürlich nicht nur Schäfer betroffen. Auch Mutterkuhkälber wurden schon gerissen. Bis die ersten ausgewachsenen Rinder gerissen werden, ist nur eine Frage der Zeit. Siehe die Erfahrungen in Nordamerika. Dazu kommen die die Schäden in der Forstwirtschaft, durch Angstrudelbildung bei Rot- und Damwild einhergehend mit höherem Schäl- und Verbisdruck in den Einständen dieser Rudel und durch heimlicher werdende, also mehr in den Dickungen äsende) Rehe. Und die Schäden für die Jagd bzw. für die Grundeigentümer durch fallende Jagdpachterlöse. Das bei Jägern beliebte Muffelwild z.B. wurde in den betroffenen Regionen von den Wölfen ja schon ausgerottet. Entschädigungen gab es dafür natürlich keine, weil Wild ja herrenlos ist...
Bei den staatlichen Kosten sind die paar tausend Euro Entschädigungen und Zaunzuschüsse eh vernachlässigbar. Der größte Teil sind Personalkosten für all die Staatsdiener, die sich mehr oder weniger direkt mit dem Thema beschäftigen. Ich gehe da von einigen Millionen Euro jährlich deutschlandweit aus.
Da ja inzwischen auch durch genetische Untersuchungen belegt ist, dass "unsere" Wölfe keinesfalls vom Aussterben bedroht sondern einfach Teil der großen und in keiner Weise bedrohten osteuropäischen Population sind (was vorher natürlich niemand wissen konnte, lol) sollte man das Thema einfach etwas lockerer angehen.
Ich wäre dafür einen freiwilligen Entschädigungsfonds einzuführen, der wirklich alle anfallenden Schäden und Mehrkosten deckt. Und in den sollte nicht der Staat einzahlen, sondern er sollte auf freiwilliger Basis mit den Mitteln von Verbänden, Privatleuten etc. gefüllt werden.
Und wenn die daraus verfügbaren Mittel nicht mehr für die Schäden ausreichen, dann wird der Bestand eben begrenzt.
Das wäre eine faire Lösung. Wer Wölfe im dichtbesiedelten Deutschland will, sollte dafür zahlen. Und wer die Schäden hat, müsste nicht selbst dafür aufkommen. Bei so einem Schafriss werden ja nur die Tiere und Tierarztkosten bezahlt. Die Arbeitszeit, die evtl. Mehrkosten für Ersatzbeschaffung und Folgeschäden z.B. Flurschäden und Unfälle durch eine ausgebrochene Herde, dürfen m.W. der Landwirt und seine Versicherung übernehmen. Und wenn die Zahl der Schäden mit der Zeit zunimmt, dann zieht sich nach den Erfahrungen in anderen Länden der Staat gerne zunehmend aus der Regulierung zurück. Auch damit rechne ich früher oder später in D. Dann werden die Schäden z.B. den Jagdgenossenschaften aufgehalst, oder die Tierhalter bleiben ganz darauf sitzen.
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